Oktoberfest 2026: Darum erhielten Rettungskräfte jetzt eine Spezialausbildung
Stand: 07.09.2026, 13:50 Uhr
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Auf dem Oktoberfest sind sie für andere da, wenn es brenzlig wird: Hunderte Rettungskräfte der Aicher Ambulanz sorgen auf dem Festgelände für schnelle Hilfe. Doch weil auch ihre Einsätze zunehmend gefährlich werden, haben einige von ihnen jetzt ein ungewöhnliches Training absolviert.
Der Aufbau für das diesjährige Oktoberfest ist fast abgeschlossen, am 19. September heißt es wieder „O' Zapft is!“ und die Wiesn öffnet ihre Tore zum 191. Mal für Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Damit die rund sieben Millionen Besuchenden im Notfall medizinisch vor Ort versorgt werden können, sind auch in diesem Jahr wieder hunderte Rettungskräfte der Aicher Ambulanz auf der Theresienwiese im Einsatz.
Von diesen Sanitäterinnen und Sanitätern erhielten 70 am Wochenende ein spezielles Training auf dem Festivalgelände. Sie führen ein Selbstverteidigungstraining durch, das sie vor gewaltbereiten Besuchenden schützen soll, wie die Aicher Ambulanz auf Instagram mitteilt.
Gegen Angriffe mit Maßkrügen verteidigen
Beim „Wiesn-Spezial-Training“ stehen Verteidigungstechniken für realitätsnahe Szenarien im Vordergrund, wie etwa Angriffe mit improvisierten Waffen, wie Stöcken oder Maßkrügen. Auch rechtliche Grundlagen von Notwehr standen auf dem Lehrplan. Ein solches, speziell für das Oktoberfest zugeschnittenes Sicherheitstraining hatte es bisher für die Rettungskräfte noch nicht gegeben.
Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein solches Training auch für Sanitäterinnen und Sanitäter sinnvoll ist. Auf der Wiesn 2025 registrierte die Polizei insgesamt 784 Straftaten, darunter auch einige Körperverletzungen, wie etwa 24 Maßkrugschlägereien.
Solche Einsätze sind somit auch für die Rettungskräfte nicht ungefährlich. Das Spezialtraining soll Ihnen dabei helfen, sich vor gewaltbereiten und alkoholisierten Besuchenden besser zu schützen, wie die Aicher Ambulanz auf Instagram mitteilt: „Denn wo viele Menschen auf engem Raum und in ausgelassener Atmosphäre zusammenkommen, können Situationen schnell eskalieren - und auch für unsere Einsatzkräfte gefährlich werden.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)