Oktoberfest-News 2026: Kellnerinnen retten Wiesnbesucher das Leben - Festnahme nach Upskirting
Neben eigenen Recherchen verwenden wir für diesen Liveblog Material der Nachrichtenagentur dpa.
Wichtige Updates
Kellnerinnen retten Wiesnbesucher
"Hangover" nimmt Betrieb wieder auf
Polizisten erwischen Dealer in der Bräurosl
Mann filmt unter Dirndl – Wiesn-Besucher schreiten ein
Ermittlungen der Kripo am "Hangover" abgeschlossen
Kellnerinnen retten Wiesnbesucher
Zwei Kellnerinnen haben einen Besucher auf dem Oktoberfest wiederbelebt. Der 78-Jährige war nach Angaben des Rettungsdienstes am Dienstagnachmittag im Biergarten des Augustiner-Festzelts zusammengebrochen. Sofort verständigten die Frauen den Notruf und begannen mit einer Herzdruckmassage. Gleichzeitig schirmten Schankkellner den Notfallort mit Decken ab. Der Rettungsdienst übernahm anschließend die Versorgung.
Dank der frühen Herzdruckmassage durch die Bedienungen und der Zusammenarbeit mit den Rettungskräften habe man den 78-Jährigen nach zehn Minuten wiederbeleben können. Er wurde anschließend in eine Münchner Klinik gebracht. „Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen umstehenden Helfern und ausdrücklich bei den Bedienungen Daria und Frieda für ihr schnelles und beherztes Handeln in dieser Notlage“, sagte ein beteiligter Arzt laut Mitteilung.
Hier können Sie lesen, wie der Rettungsdienst auf der Wiesn arbeitet:
Mann filmt unter Dirndl – Wiesn-Besucher schreiten ein
Ein 45-Jähriger soll auf der Wiesn mit seinem Mobiltelefon unter das Dirndl einer Frau gefilmt haben. Eine Zeugin beobachtete den Mann am Montagabend im Armbrustschützenzelt und machte lautstark auf die Situation aufmerksam, wie die Polizei mitteilte. Ein weiterer Besucher und ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hielten den Mann fest, bis die Polizei vor Ort war.
Auf seinem Mobiltelefon fanden die Beamten eine entsprechende Videoaufnahme und stellten das Gerät sicher. Der 45-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird wegen Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen ermittelt. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 5000 Euro wurde der aus der Schweiz stammende Mann wieder entlassen.
Die SZ berichtet von der Wiesn
- Frauenfiguren und ein neuer Upskirting-Skandal: Das Teufelsrad stand vor Beginn der Wiesn im Fokus. Hat das Auswirkungen auf den diesjährigen Ablauf im Fahrgeschäft? Und was sagen eigentlich die Wiesn-Besucherinnen?
- Nach dem tödlichen Unfall eines Mitarbeiters an einem Freefall-Tower auf dem Oktoberfest ist die Betroffenheit groß – der Betrieb des Fahrgeschäfts geht aber weiter. Doch alle fragen sich: Wie konnte es dazu kommen?
- Wer auf der Wiesn im Käfer-Zelt oder im Marstall feiert, muss mit Gisela Schober rechnen. Das erlebt die Society-Fotografin in den Oktoberfest-Wochen.
"Hangover" nimmt Betrieb wieder auf
Den ganzen Tag über haben sich Besucherinnen und Besucher immer wieder vergeblich am Kassenhäuschen des Freefall-Towers "Hangover" angestellt, die von dem tödlichen Unfall vom Montagabend offenbar nichts mitbekommen hatten. Dann, am Dienstnachmittag, macht das Fahrgeschäft wieder auf und startet damit mit einiger Verspätung in den Familientag mit ermäßigten Preisen.
Von der Betreiberfamilie Schneider heißt es dazu in einer Pressemitteilung: Der TÜV und das Ordnungsamt hätten alle Funktionen "äußerst sorgfältig und gewissenhaft" geprüft, es seien keine technischen Mängel festgestellt worden. Für Besucherinnen und Besucher bestehe demnach "keinerlei Gefahr". "Wir sind noch immer geschockt von dem tragischen Ereignis gestern Abend", so ein Sprecher. Nach so einem "schrecklichen Unglück" wieder zum Normalbetrieb überzugehen, falle ihnen nicht leicht. "Unsere Gedanken sind auch weiterhin bei der Familie und den Freunden des Verstorbenen."
Wenn Sie interessiert, wie Politik und Schausteller auf den Unfall reagiert haben, lesen Sie hier mehr:
Streit im Schottenhamel-Zelt eskaliert
Am Montagabend ist im Schottenhamel-Zelt ein Streit zwischen drei Oktoberfest-Besuchern eskaliert. Dabei schlugen zunächst zwei Mexikaner, 37 und 33 Jahre alt, mit bloßen Händen auf einen 41-Jährigen aus dem Landkreis Schweinfurt ein. Dieser wehrte sich mithilfe eines Masskrugs, den er gegen seine Kontrahenten einsetzte. Alle drei wurden leicht verletzt, nach ambulanter medizinischer Behandlung zur Wiesnwache gebracht und dort erkennungsdienstlichen Maßnahmen unterzogen. Bei allen wurde eine Alkoholisierung zwischen 0,9 und 1,1 Promille festgestellt, gegen alle wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der ältere der beiden Mexikaner musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen, der jüngere mangels Barmitteln zumindest einen Bevollmächtigten benennen, an dessen Anschrift Bescheide und andere Schreiben zugestellt werden können.
Polizisten erwischen Dealer in der Bräurosl
Auch am Montag registrierte die Polizei auf dem Oktoberfest wieder mindestens zwei Fälle, in denen Kokain eine Rolle spielte. In der Bräurosl bot am frühen Abend ein 21-Jähriger aus München einem 32 Jahre alten Touristen aus Österreich Kokain zum Kauf an. Der Österreicher informierte den Sicherheitsdienst des Zeltes, der den Dealer festhielt. Die hinzugerufene Polizei fand anschließend mehrere abgepackte Portionen des Pulvers, außerdem ein Pfefferspray. Gegen den einschlägig bekannten Mann wird nun ein weiteres Mal wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln ermittelt.
Kurz vor Mitternacht kontrollierten Beamte dann im Käferzelt einen 49-jährigen Gastronomen, bei dem sie ebenfalls ein weißes Pulver sicherstellten, das sich nach ersten Erkenntnissen als Kokain herausstellte. Der Deutsche wurde festgenommen. Weil er hierzulande keinen festen Wohnsitz hat, musste er eine Kaution in Höhe von 20 000 Euro hinterlegen.
Ermittlungen der Kripo am "Hangover" abgeschlossen
Die für Betriebsunfälle zuständigen Ermittler der Münchner Kripo haben ihre Arbeit am "Hangover"-Fahrgeschäft, dem Schauplatz des tödlichen Unfalls vom Montagabend, inzwischen abgeschlossen. Sie überprüfen routinemäßig, ob ein technischer Defekt vorliegt oder ein Fremdverschulden, also ob zum Beispiel jemand beim Bedienen des Fahrgeschäfts einen Fehler gemacht hat. Nach den bisherigen Erkenntnissen gehe die Münchner Polizei allerdings von einem tragischen Unfallgeschehen aus, sagte ihr Sprecher Thomas Schelshorn am Dienstagmittag.
Seinen Angaben zufolge waren Polizisten in der Nähe, als der Unfall gegen 21.50 Uhr geschah. Dabei sei ein 52 Jahre alter Security-Mitarbeiter des Unternehmens unter der Gondel eingeklemmt worden, als diese nach unten gefahren sei. Die Beamten hätten sofort mit Rettungs- und Reanimationsmaßnahmen begonnen, bis Rettungsdienst und Notarzt eintrafen. Warum sich der Mitarbeiter genau in diesem Moment unter der Gondel aufhielt, als diese sich wieder dem Boden näherte, sei Gegenstand der Ermittlungen.
Schaustellerfamilie: "geschockt und entsetzt" über den Vorfall
Persönlich möchte sich die Familie Schneider, die das "Hangover" betreibt, nicht zu dem tödlichen Vorfall eines ihrer Mitarbeiter äußern, in einer Pressemitteilung heißt es jedoch, das ganze Team sei "geschockt und entsetzt", der Vorfall sei bislang einmalig und man werde mit Polizei und Staatsanwaltschaft klären, wie es dazu kommen konnte.
Schausteller-Sprecherin Yvonne Heckl ist am frühen Dienstagmorgen selbst vor Ort, am Vorabend sei sie über die Behörden informiert worden. Auch sie bestätigt, dass man zum jetzigen Zeitpunkt von keinem technischen Versagen ausgehe. Ob und wann der Freefall-Tower den Betrieb wieder aufnehmen wird, vermag sie dennoch nicht zu sagen. Nur so viel ist sicher: Der Vorfall sei tragisch, am Donnerstag beim Schaustellergottesdienst soll des 52-Jährigen gedacht werden.
Familientag auf dem Oktoberfest – Wie Eltern auf der Wiesn Geld sparen können
Der Dienstag ist traditionell der Familientag auf der Wiesn. Besonders bei den Fahrgeschäften kann dabei gespart werden: Am Familientag sind die Fahrpreise bis 19 Uhr reduziert. Zahlreiche Schausteller und Imbisse bieten Sonderpreise für Kinder und Familien an, in den großen Festzelten gibt es Kindergerichte und Kindermenüs zu Sonderpreisen.
Immer ein guter Ort, vor allem, wenn man mit kleineren Kindern unterwegs ist, ist die Oide Wiesn. Für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren kostet der Eintritt zur Oidn Wiesn vier Euro bis 21 Uhr, danach nichts mehr. Kinder zahlen ganztägig keinen Eintritt. Die Fahrgeschäfte von Kinderkarussell bis Kettenflieger kosten nur 1,50 Euro. Im Museumszelt kann man alte Oktoberfestexponate bewundern. In und vor dem Museumszelt gibt es ein eigenes Kinderprogramm – immer dienstags und donnerstags von 11 bis 15 Uhr – und Kinderschminken jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 18 Uhr.
TÜV prüft Fahrgeschäft nach Unfall
Ob der Freefall-Tower "Hangover" am Tag nach dem tödlichen Unfall eines Mitarbeiters an diesem Dienstag regulär öffnen wird, ist am Vormittag noch unklar. Derzeit prüfen Mitarbeiter des TÜV das Fahrgeschäft. Sie und auch die Mitarbeitenden sowie der Betreiber des Fahrgeschäfts wollen sich zum weiteren Verlauf auf Nachfrage nicht äußern.
Die Betreiberin eines Lebkuchenstands am Eingang zum Paulaner-Biergarten legt am Kassenhäuschen vom "Hangover" eine rote Rose nieder, um ihr Beileid zu bekunden. Fragt man bei umliegenden Schaustellern nach, ob sie etwas von dem tragischen Unglück mitbekommen haben, sagen alle nein: Sie seien die Frühschicht.
OB Krause bestürzt über tödlichen Unfall
Am Morgen nach dem tödlichen Unfall eines 52-jährigen Mitarbeiters des Fahrgeschäfts "Hangover" hat sich Münchens OB Dominik Krause (Grüne) geäußert. Mit Bestürzung habe er von dem tödlichen Unfall auf dem Oktoberfest erfahren, teilte der OB mit. "Meine Gedanken sind bei der Familie des verunglückten Mannes und den Mitarbeitenden des Fahrgeschäfts." Krause bedankte sich zudem bei den Einsatzkräften für ihr schnelles Eingreifen.
Die Ermittlungen zur Ursache gehen derweil weiter. Das sagte ein Polizeisprecher am Morgen nach dem tödlichen Zwischenfall. Weitere Details konnte er zunächst nicht nennen.
Oktoberfest: Mitarbeiter nach Fahrgeschäft-Unfall gestorben
Auf dem Oktoberfest hat es am Montagabend einen tödlichen Unfall gegeben. Wie ein Polizeisprecher bestätigte, ist ein 52 Jahre alter Mitarbeiter des Fahrgeschäfts „Hangover“ im Krankenhaus gestorben, nachdem er zuvor von der nach unten sausenden Gondel getroffen und eingequetscht worden war. Der Mann hatte dabei schwerste Verletzungen erlitten und war unter laufender Reanimation ins Krankenhaus gebracht worden. Ein Kriseninterventionsteam betreute Augenzeugen des Unfalls.
Bei dem Fahrgeschäft drehen sich die Besucher rund 85 Meter in die Höhe; anschließend geht es im freien Fall abwärts, ehe die Gondel kurz vor dem Boden sanft abgebremst wird. Dabei muss sich der Mitarbeiter nach ersten Erkenntnissen unter der Gondel befunden haben. Für die Fahrgäste, die in der Gondel saßen, habe keine Gefahr bestanden, versicherte der Polizeisprecher. Das für Betriebsunfälle zuständige Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Sie bat Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich zu melden.
Auf dem Oktoberfest markierte der Unfall bereits den zweiten Vorfall mit einem Fahrgeschäft in diesem Jahr. In einem stehengebliebenen Drehkarussell hatten Fahrgäste am Samstagabend etwa zwei Minuten lang kopfüber ausharren müssen, bevor sie aus ihren Sitzen geholt werden konnten. Grund der Panne war wohl ein defekter Sensor. Der TÜV prüfte das Karussell erneut, bevor es noch am Abend wieder freigegeben wurde.
Unfall an Fahrgeschäft – Mitarbeiter eingequetscht
Auf dem Oktoberfest hat sich am Montagabend am 80 Meter hohen Fahrgeschäft „Hangover“ ein Unfall ereignet. Wie die Polizei mitteilte, wurde dabei gegen 21.50 Uhr eine Person schwer verletzt. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand handele es sich um einen Mitarbeiter des Fahrgeschäfts, so Polizeisprecher Thomas Schelshorn. Die Polizei spricht von einem „Unfallgeschehen“.
Nach mehreren übereinstimmenden Berichten wurde die Person eingequetscht. Der Mitarbeiter des Fahrgeschäfts habe sich demnach wohl in einem Bereich aufgehalten, in dem er nicht hätte sein sollen. Er sei schwerst verletzt und unter laufender Reanimation in ein Münchner Krankenhaus gebracht worden, so die Polizei. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei rückten wegen des Vorfalls aus. Der Bereich um das Fahrgeschäft wurde weiträumig abgesperrt. Personen, die sich in dem Fahrgeschäft befanden, als der Unfall sich ereignete, wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Das für Betriebsunfälle zuständige Kommissariat 13 ermittelt zur Unfallursache.
Der „Hangover“ ist seit 2022 auf der Wiesn. Es handelt sich um einen Turm, an dem die Mitfahrenden in die Höhe gehoben werden. An der höchsten Stelle wird die sich drehende Gondel ausgeklinkt und fällt an der Mittelschiene entlang schnell dem Boden entgegen, bis sie durch Magneten gebremst wird. Der „Hangover“ ist das höchste Fahrgeschäft dieser Art auf der Wiesn. Die Polizei ruft Zeugen des Unfallgeschehens dazu auf, sich zu melden.
Die SZ berichtet vom ersten Wiesnmontag
- Tokio-Hotel-Bill, Ex-Bundestrainer Nagelsmann und eine Söder-Tochter: Alle wollen sie dabei sein, beim Almauftrieb im Käferzelt. Einblicke in das Gedränge, Geblitze und Gerufe bei dem Promi-Event schlechthin.
- Einst reservierte Mietwagen-Ikone Regine Sixt nur drei Tische für die Damenwiesn. In diesem Jahr strömen knapp 1500 Frauen aus Wirtschaft, Politik und Kultur in die Festhalle. Den Rausch suchen nur wenige von ihnen – das Geld fließt trotzdem.
- Mit „Bier, Boobs, Brezn“ gibt es jetzt ein Event für Lesben auf dem Oktoberfest. Die Premiere ist eine Gaudi – aber auch hochpolitisch. Das zeigt nicht zuletzt das Sicherheitskonzept.
Wie viel kostet die Wiesn?
Jedes Jahr wird die Mass teurer, auch Essen und Fahrgeschäfte haben auf der Wiesn ihren Preis. Doch was schätzen Besucherinnen und Besucher, wie viel man im Schnitt für einen Besuch ausgeben muss? Diese Frage haben die Kollegen von SZ Jetzt gestellt – und sehr unterschiedliche Antworten bekommen.
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