Orchideen richtig düngen: Drei Hausmittel wirken erstaunlich gut
Stand: 09.09.2026, 14:07 Uhr

Sie möchten Ihre Orchideen richtig düngen, aber herkömmlicher Dünger ist Ihnen zu aggressiv? Hier finden Sie die besten Hausmittel für Ihre Pflanze.
Orchideen sind wunderschöne und beliebte Zimmerpflanzen, die mit ihrer exotischen Blütenpracht jeden Raum verschönern. Jedoch gelten sie als anspruchsvoll in der Pflege. Was die Nährstoffversorgung betrifft, sind Orchideen zwar eher genügsam, aber dennoch ist regelmäßiges Düngen wichtig, um optimales Wachstum und eine reiche Blüte zu fördern.
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Allerdings erfordern Orchideen beim Düngen etwas Fingerspitzengefühl, da sie auf falsche Düngemittel oder eine falsche Dosierung empfindlich reagieren können. Zu viel Dünger kann beispielsweise zu Verbrennungen an den Wurzeln führen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Hausmittel sich zum Düngen von Orchideen eignen, welche Düngemittel Sie außerdem verwenden können und was Sie bei der Häufigkeit und Dosierung beachten sollten.
Orchideen mit Trockenhefe düngen
Trockenhefe ist ein hervorragendes Hausmittel zum Düngen von Orchideen. Sie enthält nicht nur wichtige Mineralien wie Kalium und Phosphor, sondern auch rund 60 Prozent Stickstoff. Um einen einfachen Dünger herzustellen, mischen Sie die Trockenhefe einfach mit Wasser.
So stellen Sie Orchideen-Dünger aus Hefewasser her:
- Lösen Sie den Inhalt eines Päckchens Trockenhefe (7 Gramm) in etwa 100 Millilitern heißem Wasser auf.
- Füllen Sie die Mischung mit zwei Litern kaltem Wasser auf und verrühren Sie alles gut.
- Lassen Sie das Hefewasser vollständig abkühlen, bevor Sie es zum Düngen der Orchideen verwenden.
Das Düngemittel aus Hefe ist für terrestrische Orchideenarten geeignet, also solche, die in Erde wachsen. Vor und während der Blütephase können Sie Ihre Orchideen alle zwei bis drei Wochen mit dem Hefewasser gießen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Geben Sie das Hefewasser in eine mittelgroße Schüssel oder einen sauberen Eimer.
- Tauchen Sie die Orchidee mitsamt dem Innentopf in das Hefewasser, sodass sich das Substrat vollständig mit dem Wasser vollsaugen kann.
- Setzen Sie den Innentopf anschließend zurück in den Übertopf.
Dieser Tipp eignet sich besonders gut, wenn Sie abgelaufene Trockenhefe zu Hause haben. Da sie zum Backen nicht mehr geeignet ist, weil der Erfolg eines Hefeteigs nicht garantiert werden kann, ist die Verwendung als Dünger für Orchideen eine sinnvolle Alternative zum Wegwerfen.
Weitere DIY-Orchideen-Dünger aus Kaffee und Tee
Neben Trockenhefe können Sie Ihre in Erde wachsenden Orchideen auch mit zwei weiteren Hausmitteln düngen: Kaffeeresten und schwarzem Tee.
Kaffee: Vermischen Sie circa 100 Milliliter aufgebrühten Kaffee mit zwei Litern Wasser und lassen Sie die Mischung abkühlen. Während der Wachstumsphase können Sie Ihre Orchideen dann alle zwei bis drei Wochen mitsamt dem Innentopf in das Kaffeewasser tauchen.
Schwarzer Tee: Brühen Sie einen Teebeutel schwarzen Tee mit 250 Millilitern Wasser auf und vermischen Sie den Tee anschließend mit zwei Litern kaltem Wasser. Lassen Sie die Mischung abkühlen. Tauchen Sie auch hier Ihre Orchideen zum Düngen während der Wachstumsphase alle zwei bis drei Wochen mitsamt ihrem Innentopf in das Teewasser.
Vorsicht bei der Verwendung von Kaffee und Tee als Düngemittel: Beobachten Sie Ihre Orchideen nach der ersten Anwendung genau. Sollten in den Tagen nach der Düngung keine Veränderungen wie zum Beispiel welke Blätter auftreten, können Sie die Hausmittel bedenkenlos verwenden.
Die sicherste Alternative: Spezielle Orchideendünger
Die sicherste Alternative zu Hausmitteln sind spezielle Orchideendünger, die meist als Flüssigdünger erhältlich sind. Sie können diese in gut sortierten Gartenfachmärkten oder Baumärkten kaufen.