Attentäter von Fort Hood: Hinrichtung wird live übertragen
Publiziert9. Oktober 2026, 00:44
Fort-Hood-AttentäterPentagon will Militärhinrichtung live übertragen
Am 3. Dezember um 13 Uhr wird Nidal Malik Hasan hingerichtet – und jeder kann dabei zusehen. Der Mann hatte auf dem Fort-Hood-Militärstützpunkt eine Amoktat verübt.


Darum gehts
- Zum ersten Mal seit 1961 vollstreckt das US-Militär ein Todesurteil – und überträgt es live.
- Verurteilter ist Nidal Malik Hasan, der 2009 bei einem Anschlag auf Fort Hood 13 Menschen tötete.
- Präsident Donald Trump hatte die Vollstreckung des Urteils am 2. Oktober genehmigt.
Die geplante Hinrichtung des verurteilten Fort-Hood-Attentäters Nidal Malik Hasan soll per Livestream übertragen werden. Das Pentagon bestätigte am Donnerstag (Ortszeit) entsprechende Aussagen von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.
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Hasan soll am 3. Dezember um 13 Uhr (Ortszeit) durch ein Erschiessungskommando auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas hingerichtet werden. Präsident Donald Trump hatte die Vollstreckung des Todesurteils am 2. Oktober genehmigt.
Hegseth erklärt die Live-Übertragung
Man werde dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung von Nidal Hasan, der der 2009 ein Massaker auf einem Militärstützpunkt verübte, öffentlich beobachten könnten, sagte Hegseth dem rechtskonservativen US-Sender Real America’s Voice. «Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben.»
Hasan, ein ehemaliger Armeepsychiater, tötete 2009 bei einem Anschlag auf Fort Hood 13 Menschen und verletzte 32 weitere. Ein Militärgericht verurteilte ihn 2013 zum Tode.
Das Massaker von Fort Hood
Im November 2009 hatte Hasan als Psychiater des US-Heeres auf dem Stützpunkt Fort Hood das Feuer eröffnet und zwölf Soldaten sowie einen Zivilisten getötet und Dutzende Menschen verletzt, bevor er selbst angeschossen und festgenommen wurde.
Hasan gab laut «New York Times» an, den Angriff im Namen des Dschihads, des sogenannten Heiligen Krieges, verübt zu haben. Die Kriege in Afghanistan und Irak habe er illegal genannt. Der Anschlag ereignete sich auf dem Höhepunkt des Anti-Terror-Kampfes nach dem 11. September 2001. Hasan wurde laut US-Medien in den USA als Sohn palästinensischer Eltern geboren und habe sich vor dem Anschlag zunehmend radikalisiert.
Für seine Tat wurde er 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Er habe keine Reue gezeigt und den Wunsch geäussert, bei dem Anschlag selbst gestorben zu sein, um als Märtyrer zu gelten. Hasan ist laut US-Medien einer von vier Todeskandidaten im Militärjustizsystem.
Sollte die Hinrichtung stattfinden, wäre sie die erste Vollstreckung eines Todesurteils durch das US-Militär seit 1961 und die erste Hinrichtung eines US-Soldaten durch ein Erschiessungskommando seit dem Zweiten Weltkrieg.
Wie stehst du zu einer live übertragenen Hinrichtung durch das Militär?
Ich finde das falsch, so etwas sollte nicht öffentlich gezeigt werden.
Ich finde es problematisch, aber nachvollziehbar bei einem so schweren Verbrechen.
Ich kann verstehen, warum man Transparenz will.
Ich bin unentschieden, mich stört vor allem die öffentliche Inszenierung.
Ich halte die Übertragung für richtig, wenn das Verfahren sauber ist.
Ich habe dazu keine Meinung.
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Yasmin Rosner (roy), Jahrgang 1980, arbeitet seit 2017 für 20 Minuten im Newsdesk als Nachtschicht vom Ausland aus.

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