Genf: Petition will höhere Bussen für E-Scooter


Trottinett-Streit in Genf

Petition fordert höhere Bussen für Trottoir-Fahrer

In Genf fordert eine Petition höhere Bussen für Velos, Trottinetts und E-Scooter, die unerlaubt auf Trottoirs fahren. Es wird vor zunehmenden Unfällen mit Fussgängerinnen und Fussgängern gewarnt.

Publiziert: vor 2 Minuten

Joschka SchaffnerRedaktor Politik

Ob mit Velo, Trottinett oder E-Scooter: Durch unerlaubte Trottoir-Fahrten nehmen ihre Lenkerinnen und Lenker immer häufiger Unfälle in Kauf. In den vergangenen Jahren nahm besonders die Anzahl Zusammenstösse zwischen Fussgängern und elektrischen Tretrollern zu.

Besonders in Genf sorgt das nun für Widerstand. Wie die «Tribune de Genève» berichtet, warnt eine Petition davor, dass die Gefährte oftmals mit hoher Geschwindigkeit zwischen Fussgängern hindurchbrettern. Dafür sollen Verkehrssünderinnen und -sünder tiefer in die Tasche greifen. Die 40 Franken, die aktuell für ein solches Vergehen anfallen, seien nämlich zu wenig, monieren die Petitionäre. Doch so einfach ist das nicht: Das Bussenregiment ist nämlich Sache des Bundes.

Die Schwächsten sind am gefährdetsten

Um die Trottoir-Täter dennoch härter anzupacken, sollen die Genfer Stadtregierung und das Kantonsparlament in Bundesbern auf die Bussenanhebung drängen, so die Forderung. Das scheint auf offene Ohren zu stossen: Bisher haben laut «Tribune de Genève» über 440 Menschen die Petition unterzeichnet, sowohl online als auch auf Papier.

«Velos, E-Fahrzeuge, Trottinetts, Cargo-Bikes und andere Mobilitätsgeräte dringen immer häufiger in Fussgängerzonen ein und verursachen Angst, Konflikte und vermeidbare Unfälle», warnt Leona Godfrey, die Initiantin der Petition, gegenüber der Genfer Zeitung.

Besonders Kinder, Senioren, Rollstuhlfahrer sowie seh- oder hörbehinderte Menschen seien gefährdet. Auch Eltern mit Kinderwagen müssten oft ausweichen.

Keine Anti-Velo-Petition

Neben der höheren Busse will die Petition unter anderem bessere Aufklärungskampagnen, eine klarere Beschilderung zur Trennung der Verkehrsströme sowie gezielte, abschreckende Sanktionen bei gefährlichem Verhalten oder unbefugter Nutzung.

Godfrey betont allerdings, dass die Petition sich weder gegen Velos noch gegen nachhaltige Mobilität richtet. Die Petition fordere bloss, dass Fussgängerzonen sicher, zugänglich und respektiert bleiben.