Vierjahresvertrag bis 2030: Poker beendet - Rodri wechselt für rund 76,5 Millionen zu Barca
Vierjahresvertrag bis 2030 Poker beendet - Rodri wechselt für rund 76,5 Millionen zu Barca
Stand: 18.08.2026 • 19:51 Uhr
Der wochenlange Poker um Rodri ist entschieden: Der spanische Weltmeister verlässt Manchester City und schließt sich dem FC Barcelona an.
Lange Zeit galt Real Madrid als Favorit auf eine Verpflichtung, Berichten zufolge standen die "Königlichen" bereits kurz vor dem Zuschlag. Doch der Rekordmeister musste sich früh aus dem Rennen verabschieden und ausgerechnet dem spanischen Meister den Vortritt lassen. In Katalonien trifft Rodri nun auf Trainer Hansi Flick.
Von 45 auf 76 Millionen - Barca macht Zugeständnisse
Der Weg zur Einigung war lang. Ein erstes Angebot der Katalanen über 45 Millionen Euro hatte City abgelehnt, der englische Vizemeister forderte zunächst rund 80 Millionen. Nachdem Barcelona sein Angebot mehrfach erhöhte, kamen beide Klubs schließlich zusammen.
"Ich hatte andere Optionen", sagte der 30-Jährige keine 24 Stunden später bei seiner offiziellen Vorstellung - schob aber sofort nach: "Für mich war Barcelona die erste Wahl. Das habe ich allen Beteiligten klar gemacht." Rodri, der beim Klub von Trainer Hansi Flick einen Vertrag bis 2030 unterschrieb, wolle sich nun "so schnell wie möglich Hansis Anweisungen unterordnen - wann immer er meint, dass ich bereit bin."
Für den zentralen Mittelfeldspieler, dessen Vertrag beim englischen Spitzenverein Manchester City noch bis 2027 lief, soll Barcelona 76,5 Millionen Euro zahlen. Die Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen hatten vor knapp zwei Wochen begonnen. Am Sonntagabend wurde eine Einigung erzielt.
Rodri: "Bin sehr froh, angekommen zu sein"
"Ich bin sehr froh, angekommen zu sein. Die letzten Tage waren intensiv, aber ich bin froh, dass alles geregelt ist", sagte Rodri: "Natürlich ist es ein Traum, für den FC Barcelona zu spielen." Am Dienstagmorgen standen noch der obligatorische Medizincheck an, ehe am Abend die Verkündung und Präsentation folgte.
Von den bis zu 76,5 Millionen Euro Ablöse fließen 60 Millionen Euro als Fixbetrag nach Manchester, den Rest bilden Bonuszahlungen. Der 30-Jährige unterschreibt in Barcelona einen Vierjahresvertrag bis 2030 und soll dort 15 Millionen Euro plus Prämien pro Saison verdienen.
Ein hoher Preis für einen Spieler dieses Alters, dessen Vertrag in Manchester nur noch ein Jahr gelaufen wäre. Rodri hatte zuletzt aber gezeigt, was er kann: Im Sommer führte er Spanien als Kapitän zum WM-Titel und wurde beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko zum besten Spieler gewählt.
Torres-Verkauf schafft Spielraum
Finanziellen Spielraum verschaffte sich Barcelona unter anderem durch den Verkauf von Ferran Torres. Der WM-Finaltorschütze wechselte zu Paris Saint-Germain, dafür sollen rund 45 Millionen Euro nach Katalonien geflossen sein. Zuvor hatte Barca bereits Anthony Gordon für 70 Millionen Euro aus Newcastle und Karim Adeyemi für 22 Millionen Euro von Borussia Dortmund verpflichtet.
Rückenoperation im Juli
Bei der 0:3-Niederlage im Community Shield gegen den FC Arsenal am Sonntag hatte Rodri angeschlagen gefehlt. Ende Juli war er am Rücken operiert worden, nachdem er bereits seit längerer Zeit Beschwerden gehabt hatte. Anschließend begab er sich in eine kurze Rehabilitationsphase.
Rodri war 2019 von Atlético Madrid nach Manchester gekommen und feierte unter Cheftrainer Pep Guardiola vier englische Meisterschaften sowie den Champions-League-Triumph 2023. 2024 wurde er zum Weltfußballer des Jahres gewählt.
Quelle: sid/dpa