Prioritäten beim Winterdienst: Winterdienst: Wattweiler will Stadtrat-Hilfe
Prioritäten beim Winterdienst Winterdienst: Wattweiler will Stadtrat-Hilfe
Wattweiler · UBZ macht im Ortsbeirat klar: Änderung der Prioritäten beim Winterdienst müsste im Stadtrat erfolgen. Ortsvorsteher Körner will nun Anfrage im Stadtrat stellen und hofft auf Unterstützung von Fraktionen.
20.10.2026 , 20:03 Uhr
Dieses Schmuckbild mit Samtbezug und Stickereien, erstellt zum 800. Geburtstag von Wattweiler, wurde auf einem Speicher einer Dorfbewohnerin gefunden. Nun will Ortsvorsteher Thomas Körner das in die Jahre gekommene Artefakt aufwerten lassen, damit es in gut drei Jahren für die 850-Jahre-Feier abermals in Szene gesetzt werden kann.
Foto: Mathias Schneck
Gemischte Gefühle hat der Besuch zweier Vertreter des Umweltbetriebs der Stadt am Montagabend im Wattweiler Ortsbeirat hinterlassen.
Wie der Merkur ausführlich berichtete, hatte es in der vergangenen Sitzung des Ortsbeirates Kritik am Winterdienst gegeben. Vertreter des UBZ mögen doch bitte hierzu Stellung nehmen.
UBZ-Vorstand Nicole Hartfelder und Baubetriebshofleiter Steffen Mannschatz, kamen der Bitte nach. Aber wirklich befriedigen konnten ihre Aussagen die Ortsbeiräte und zahlreich erschienene Bürger nicht.
Zu Beginn wiederholte Ortsvorsteher Thomas Körner (FWG) die Problematik, die er bereits in der September-Sitzung artikuliert hatte: Es habe, so Körner am Montagabend an die beiden UBZ-Vertreter gewandt, zu Beginn des Jahres, am 2. Januar, „fast zeitgleich“ in seinem Dorf „zwei Beinahe-Katastrophen“ gegeben. Bei zwei Rettungseinsätzen hätten die Helfer große Mühe gehabt, aufgrund glatter Straßen zu den Opfern zu gelangen; in einmal Fall rutschte gar der unbesetzte Rettungswagen, sich selbständig machend, einen Hügel herunter.
Mannschatz wiederholte die Aussage, die er bereits im Merkur getätigt hatte: Es gebe eine Prioritätenliste beim UBZ. Diese mache klar, welche Straßen bevorzugt zu räumen seien. In Wattweiler fielen lediglich drei Straßen in die Kategorie „Tour 1“: die Bliestalstraße sowie Marktsteige und Raulstein.
Alles andere sei „Tour 2“. Diese komme „irgendwann, wenn wir in der ganzen Stadt Tour 1 durchgefahren haben“, so Mannschatz. Es könne sogar sein, „dass Tour 2 nie kommt“. Nämlich, wenn es permanent schneie; dann sei der UBZ „immer wieder auf Tour 1“. Tour 1 gelte nur für Straßen, die „verkehrswichtig und gefährlich sind“. Mannschatz las aus einem BGH-Urteil vor, das erklärte, dass ein Baubetriebshof richtig gehandelt habe, sich an diesen beiden Kriterien zu orientieren.
UBZ-Chefin Hartfelder hatte aber eine Info parat, die Körner und den Ortsbeirat überraschte: Das Festlegen, was Tour 1 sei, obliege dem Stadtrat. Hier könnte Wattweiler womöglich eine Änderung bewirken.
Das griff Körner auf, er sagte, er werde im Stadtrat eine Anfrage stellen. Und hoffen, dass in einer weiteren Sitzung dieser Punkt zur Abstimmung auf die Agenda komme. Er hoffe, so Körner, dass der Stadtrat Wattweiler unterstütze.
Es wurde auch Selbstkritik laut. Manch ein Bürger sei vergangenen Winter nicht seiner Pflicht nachgekommen, den Gehweg vor seinem Anwesen zu räumen. Körner räumte ein, das sei „ein heißes Eisen“.
Am Ende klagten mehrere Bürger, sie seien verunsichert, ob sich wirklich etwas in Sachen Winterdienst im Dorf verbessern werde. Aber erst einmal wird nun Hoffnung in den Stadtrat gesetzt.