Pumptrack erreicht Meilenstein: 110.000 Euro EU-Förderung – 45.000 fehlen noch
Stand: 21.08.2026, 06:21 Uhr
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Der Trägerverein hat den Leader-Förderbescheid für den geplanten Pumptrack in Warngau erhalten. Bis zum Baubeginn im Frühjahr 2027 muss der Verein aber noch Spenden sammeln.
Warngau – Ein offenes Bewegungsangebot als Treffpunkt mitten im Ort, für Jung und auch Alt: Das soll mit dem geplanten Pumptrack in Warngau entstehen. Der asphaltierte Rundkurs soll Groß und Klein Spaß machen: auf Fahrrad, Tretroller, Inlineskates und auf einem Teilstück sogar im Rollstuhl. Der Entwurf steht, die Gemeinde stellt ein Grundstück in Pacht zur Verfügung. Im Frühling hat der künftige Betreiberverein die Gemeinnützigkeit erlangt, Anfang Juni stellte er nach dem erfolgreich durchlaufenen Auswahlverfahren fristgerecht den Antrag auf Leader-Förderung.
Leader-Förderbescheid offiziell übergeben
Den offiziellen Zuwendungsbescheid überreichten die Verantwortlichen der Lokalen Leader-Aktionsgruppe (LAG) jetzt dort, wo der Pumptrack entstehen soll, teilt die Regionalentwicklung Oberland (REO) nun mit: auf der Wiese hinterhalb des Feuerwehrhauses in Oberwarngau.
„Wieder ein Pumptrack – jetzt auch in Warngau“, stellte Michael Pelzer fest. Der Weyarner Altbürgermeister ist Vorsitzender der LAG Kreisentwicklung Miesbacher Land. „Das zeigt einmal mehr, wie Leader wirkt: Ideen und Engagement vor Ort werden zu konkreten Vorhaben. Und dass es gerade Pumptracks sind, ist ein Symbol für Bewegung, Mut und Risikobereitschaft der Jugend. Alles Eigenschaften, die unsere Gesellschaft braucht.“
Leader-Förderung: Es läuft wieder besser mit den Anträgen
Bei Leader stehe die Idee aus der Region im Mittelpunkt, betonte Michael Stacheter, LAG-Manager bei der REO. „Der Pumptrack zeigt, wie aus ehrenamtlichem Engagement und guter Zusammenarbeit ein konkretes Angebot für die Gemeinde entstehen kann.“ Pumptracks hätten sich in den südostbayerischen LAGs zu einem „Erfolgsmodell“ entwickelt, sagte Leader-Koordinator Johann Kölbl. So gibt es etwa einen in Weyarn, in Gmund entstehen Pläne. „Dabei sieht kein Pumptrack aus wie der andere: Die Projekte werden an die örtlichen Bedürfnisse, Flächen und Akteure angepasst. Genau diese Vielfalt ist eine Stärke des Leader-Ansatzes.“
Verein Pumptrack Warngau hält an Zeitplan fest
Für den Verein Pumptrack Warngau ist die Übergabe des Bescheids ein Meilenstein, erklärte Vorsitzender Sebastian Wiesmaier. „Hinter dem Projekt steckt viel Engagement. Umso größer ist die Freude, dass wir mit der bewilligten Leader-Förderung nun den nächsten Schritt gehen können.“
Der Leader-Förderbescheid ist ein Etappenziel. Bis der Bau des Pumptracks beginnen kann, ist es noch ein weiter Weg. Die Ausführungsplanung geht gerade langsam los, berichtet Wiesmaier auf Anfrage unserer Zeitung. Es bleibe beim anvisierten Zeitplan: Die Bauarbeiten sollen demnach im Frühjahr kommenden Jahres starten, damit der Rundkurs im Frühsommer 2027 eröffnen kann.
Doch um die Kosten zu decken, ist der Verein aktuell noch auf weitere etwa 45.000 Euro an Spenden angewiesen, sagt Wiesmaier. Auf der Internetseite www.pumptrack-warngau.de finden interessierte Unterstützer dazu Infos und die Kontoverbindung. Der Verein habe auch einige Pläne im Kopf, wie er Geld auftreiben könnte, verrät der Vorsitzende. Während der Sommerferien ruhen die Aktivitäten nun allerdings. Viele der Engagierten sind im Familienurlaub. „Wir sind alle Mamis und Papis“, sagt Wiesmaier. „Mit dem Start des neuen Schuljahrs geht es wieder voll los.“