Putin will einen Ukraine-Deal, sagt Trump – dann kommt die Forderung aus Moskau
Stand: 10.09.2026, 18:32 Uhr
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Trump sieht Chancen auf einen Ukraine-Deal, doch Moskau fordert einen Stopp der US-Hilfe.
Die USA versuchen erneut, Russland und die Ukraine an den Verhandlungstisch zu bringen. US-Präsident Donald Trump erklärte nach einem Telefonat mit Wladimir Putin, der Kremlchef wolle eine Vereinbarung. Aus Moskau kam allerdings zugleich die Forderung, Washington müsse seine Unterstützung für Kiew einstellen.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.
Trump sieht Chancen für eine Einigung
Trump sagte am Mittwoch vor Journalisten, er habe Anfang der Woche ein sehr gutes Gespräch mit dem russischen Präsidenten geführt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters erklärte er: „Putin will eine Einigung. Wenn Selenskyj das auch will, wäre das sehr gut.“

Trump und Putin hatten am Dienstag telefoniert. Der US-Präsident machte vor allem das schwierige Verhältnis zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für die festgefahrenen Verhandlungen verantwortlich. „Am Ende hängt es an zwei Personen, die einander hassen“, sagte Trump.
Seine Zuversicht teilen westliche Geheimdienste offenbar nicht. Vertreter aus den USA, der Ukraine und europäischen Staaten bezweifelten weiterhin, dass Putin ernsthaft an einem Ende des Krieges interessiert sei, berichtete Reuters.
Kreml fordert Stopp der Unterstützung für Kiew
Kremlberater Juri Uschakow verlangte am Mittwoch im russischen Staatssender VGTRK, die USA sollten „vor allem jede Unterstützung für Kiew einstellen“. Wie die ukrainische Nachrichtenseite Kyiv Independent berichtet, sagte Uschakow zudem, Putin habe Trump während des Telefonats erläutert, welche Schritte Washington aus Moskauer Sicht zu einem Kriegsende beitragen könnten.
Die USA haben keine neuen direkten Finanz- oder Militärhilfen für die Ukraine zugesagt. Andere NATO-Staaten können jedoch weiterhin amerikanische Waffen kaufen und an Kiew liefern. Washington stellt der Ukraine zudem Geheimdienstinformationen zur Verfügung, die auch für Angriffe auf Ziele in Russland genutzt werden.
Dreiergespräche könnten wieder beginnen
Am Wochenende hatten Trumps Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zunächst Moskau und anschließend erstmals auch Kiew besucht. Sie brachten überarbeitete Vorschläge für mögliche Friedensgespräche mit, erzielten aber keinen Durchbruch, berichtete Kyiv Independent unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Selenskyj sagte danach, er rechne damit, dass der Krieg auch im Winter weitergehen werde.
Als Ergebnis der Reise verständigten sich die USA, Russland und die Ukraine dem Bericht zufolge darauf, Gespräche zu dritt wieder aufzunehmen. Moskau sei bereit, dafür erneut in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu verhandeln, erklärte Uschakow. Abu Dhabi sei der bevorzugte Ort.
Frühere Runden brachten kaum politischen Fortschritt. Sie führten allerdings zu humanitären Vereinbarungen, darunter größere Austauschaktionen von Kriegsgefangenen.
Putin hatte den US-Unterhändlern am 5. September erklärt, Russland werde seine Ziele erreichen. Moskau verlangt weiterhin die Abtretung des teilweise besetzten Donbas, berichtet Kyiv Independent. Die Ukraine fordert stattdessen eine Waffenruhe entlang der derzeitigen Front sowie westlich abgesicherte Sicherheitsgarantien gegen weitere russische Angriffe.
Quellen: Kyiv Independent, Reuters, nif/red. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.)