Asylbewerberleistungen: drei Herkunftsländer dominieren: Aktuelle Nachrichten aus Frankfurt & Hessen | FAZ
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Ausgaben für Asylbewerber sind gesunken
Wiesbaden. In Hessen sind Ende 2025 deutlich weniger Empfänger von Asylbewerberleistungen registriert gewesen als noch ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte, erhielten zum 31. Dezember vergangenen Jahres 25.700 Menschen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das waren knapp 16 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die häufigsten Herkunftsländer der Leistungsempfängerinnen und -empfänger waren der Statistik zufolge die Türkei (26,2 Prozent), Afghanistan (21,7 Prozent) und Syrien (12,4 Prozent). Die Bruttoausgaben für Asylbewerberleistungen verringerten sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr um gut 10 Prozent auf rund 547,5 Millionen Euro.
Die hessischen Sozialhilfeträger gaben 2025 knapp 890 Millionen Euro brutto für Sozialhilfe aus – die Grundsicherung nicht mitgerechnet, wie das Landesamt weiter mitteilte. Das seien gut sechs Prozent mehr als im Vorjahr gewesen. Den größten Anteil der Sozialhilfeleistungen machte laut Statistik die Hilfe zur Pflege mit 57,5 Prozent aus. (dpa)
Mann bei Arbeitsunfall in Langen schwer verletzt
Langen. Auf einer Baustelle in Langen im Landkreis Offenbach ist ein 41-Jähriger durch eine herabfallende Metallstange schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Arbeitsunfall am Dienstagnachmittag. Die Stange habe sich aus bisher ungeklärter Ursache von einem Kran gelöst und sei aus mehreren Metern Höhe auf den Kopf des Mannes gefallen.
Der Mitteilung zufolge wurde der 41-Jährige mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Das Amt für Arbeitsschutz soll nun klären, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Auch die Polizei ermittelt und bat Zeugen um Hinweise. (dpa)
85 Jahre alter Fahrer verletzt: Unfall auf B456
Wehrheim. Bei einem Verkehrsunfall mit drei Autos auf der Bundesstraße B456 im Hochtaunuskreis sind mehrere Menschen verletzt worden. Eine 31 Jahre alte Autofahrerin übersah am Dienstagabend bei Wehrheim den Wagen eines 85-Jährigen, wie die Polizei mitteilte.
In der Folge seien beide Autos zusammengestoßen, außerdem sei das Auto der 31-Jährigen gegen einen weiteren Wagen geprallt. Der Mitteilung zufolge wurden die drei Insassen der Autos leicht verletzt, von ihnen wurde der 85-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 36.000 Euro. (dpa)
Ruine Ebersburg: Aufwendige Suche nach Vermisstem
Oberrod. Mit Hubschraubern, Drohnen, Rettungshunden und sogar Polizeipferden haben Einsatzkräfte bei Ebersburg in Osthessen nach einem vermissten Mann gesucht. Der 79-Jährige war seit Dienstagvormittag verschwunden, wie die Polizei mitteilte. Es stünde zu befürchten, dass er sich in einer hilflosen Lage befindet, hieß es. Die Sorge war wohl unbegründet, der Senior wurde am Mittwochvormittag wohlbehalten in der Nähe von Aschaffenburg angetroffen.
A5: Riskante Fahrt führt zu Unfall mit drei Fahrzeugen
Ober-Mörlen. Mit seinem auffälligen Fahrstil soll ein Autofahrer in der Wetterau einen Unfall mit zwei Verletzten verursacht haben. Der 37-Jährige war mit seinem Auto in der Nacht auf der Autobahn A5 bei Ober-Mörlen ins Schleudern geraten und touchierte einen Laster, der wiederum auf einen Sattelauflieger auffuhr, wie ein Polizeisprecher schilderte. Der Autofahrer wurde dabei leicht verletzt, ebenso wie der Fahrer des Lasters, der von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden musste.
Vor dem Unfall soll der Autofahrer mehrfach die Spur gewechselt haben. Dabei überholte er dem Sprecher zufolge unter anderem mit seinem Wagen von rechts einen Schwertransporter und verlor die Kontrolle, als er wieder nach links wechselte. Kurz zuvor soll er mit dem Wagen zudem ein Wohnmobil touchiert haben und weitergefahren sein.
Ein Atemtest habe bei dem Autofahrer einen Wert von 0,8 Promille ergeben. Er stehe außerdem im Verdacht, keinen gültigen Führerschein zu besitzen. Zunächst hatte die „Hessenschau“ über den Unfall berichtet. (dpa)
Einbrecher stehlen Zigaretten aus Tankstelle in Lorsch
Lorsch. Einbrecher haben im südhessischen Lorsch in großem Stil Zigaretten gestohlen. Sie seien in der Nacht zum Mittwoch gegen 3 Uhr morgens durch ein eingeschlagenes Fenster in den Geschäftsraum der Tankstelle eingestiegen, berichtet die Polizei. Der Wert ihrer Beute liege bei mehreren tausend Euro.
Flughafenmalaria in Frankfurt: Keine neuen Fälle aufgetaucht
Frankfurt. Nach insgesamt drei Todesfällen durch Malaria in Frankfurt dauern die Untersuchungen zu den Hintergründen an. Die Laboruntersuchungen, die Aufschluss über einen möglichen Zusammenhang der Fälle geben sollen, liefen noch, teilt das Frankfurter Gesundheitsamt auf Anfrage mit.
Im Sommer hatten sich acht Menschen mit Malaria infiziert. Sechs davon waren Beschäftigte des Flughafens, dann erkrankten zwei Bewohner eines nahegelegenen Stadtteils.
Bisher lägen noch keine Erkenntnisse dazu vor, ob die beiden Erkrankungen in dem Stadtteil Schwanheim auf dieselbe Quelle zurückzuführen seien, hieß es. Das Gesundheitsamt geht von sogenannter Flughafen-Malaria aus. Dabei wird der Erreger von Anopheles-Mücken übertragen, die mit einem Flugzeug aus einem Malaria-Gebiet nach Deutschland gelangen.
Das Gesundheitsamt vermutet, dass eine Mücke mehrere Kilometer bis nach Schwanheim flog. Am Frankfurter Flughafen und in Schwanheim wurden spezielle Mückenfallen aufgestellt, in die aber nach Angaben des Gesundheitsamtes bislang keine Anopheles-Mücke hineinflog.
Einer der Toten war ein Bewohner Schwanheims. Wie es dem anderen Malaria-Patienten aus dem Stadtteil geht, teilte das Gesundheitsamt aus Datenschutzgründen nicht mit. Weitere Fälle seien nicht hinzugekommen. Mit sinkenden Temperaturen nehme die Aktivität der Anopheles-Mücken ab, sodass das Risiko einer Übertragung zurückgehe, erklärte das Gesundheitsamt.
„Dennoch sollte man bei entsprechenden Symptomen weiterhin wachsam sein und im Zweifel ärztlichen Rat einholen. Die üblichen Schutzmaßnahmen vor Mückenstichen wie das Tragen langer Kleidung und die Verwendung von Mückenschutzmitteln können weiterhin sinnvoll sein“, fügte eine Sprecherin hinzu. (dpa)
Von Mittwoch an wird es regnerisch
Offenbach. Nach dem sonnigen Oktoberstart stehen in Hessen deutlich kühlere Herbsttage an. Heute wird es dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zunächst noch verbreitet heiter bis sonnig bei maximal 19 bis 24 Grad. Im Verlauf des Nachmittags verdichten sich die Wolken aber allmählich. In der Nacht soll es dann regnen, wobei es einzelne starke Gewitter oder teils Starkregen geben kann.
An den Tagen darauf bleibt von den spätsommerlichen Temperaturen wenig übrig. Der Donnerstag startet laut DWD grau und regnerisch und bringt höchstens 13 bis 17 Grad. Später soll es wechselnd bewölkt werden mit einzelnen Schauern oder kurzen Gewittern.
Am Freitag klettern die Thermometer laut der Vorhersage maximal auf 11 bis 16 Grad. Anfangs gibt es demnach noch mehr blauen Himmel, aber im Tagesverlauf verdichten sich die Wolken und es fängt wieder an zu regnen. Auch der Samstag bringe bei höchstens 13 bis 17 Grad zeitweise Regen sowie möglicherweise vereinzelte kurze Gewitter. (dpa)
Zuletzt mehr Waschbären als Füchse gejagt
Wiesbaden. In Hessen sind im vergangenen Jagdjahr so viele Waschbären erlegt worden wie nie zuvor. Im Jagdjahr 2024/25 stieg die Jagdstrecke nach Angaben des Hessischen Landwirtschafts- und Jagdministeriums auf 41.147 der nachtaktiven Raubtiere. In dieser Zahl enthalten sind auch rund 2.000 tot gefundene oder bei Verkehrsunfällen getötete Tiere, sogenanntes Fallwild.
„Damit scheint der invasive Waschbär mittlerweile sogar häufiger zu sein als der heimische Fuchs“, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums. Im Jagdjahr 2024/25 wurden ihr zufolge in Hessen insgesamt 31.614 Füchse erlegt oder als Fallwild registriert.
Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor, im Jagdjahr 2014/15, waren es laut Landesjagdverband noch 26.383 tote Waschbären. Die Zahlen umfassen allerdings jeweils nur solche Tiere, die außerhalb von Städten oder Ortschaften mit Fallen gefangen oder im Jagdrevier geschossen werden oder bei Verkehrsunfällen sterben.
Mindestens 120.000 Waschbären leben laut Ministerium schätzungsweise in Hessen. Die steigenden Zahlen der Jagdstatistik würden auf einen Anstieg des Vorkommens hinweisen, so die Behörde. (dpa)
Mann in Flüchtlingsunterkunft erstochen: Prozessbeginn in Kassel
Kassel. Weil er einen 27 Jahre alten Mann in einer Flüchtlingsunterkunft in Hessisch Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis) erstochen haben soll, steht ab Mittwoch ein 24-Jähriger jetzt wegen Mordes aus Heimtücke vor dem Landgericht Kassel. Ein Streit zwischen den beiden Männern aus Afghanistan soll Ende März eskaliert sein.
Der Angeklagte soll mit einem Messer auf sein Opfer eingestochen haben. Der Mann versuchte nach den Erkenntnissen der Ermittler, vor seinem Peiniger zu fliehen. Draußen soll der Angreifer aber noch etliche Male auf ihn eingestochen haben.
Bei dem Beschuldigten, der vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht ist, wurde laut Staatsanwaltschaft im Rahmen eines psychiatrischen Gutachtens eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Er habe die Tat daher wahrscheinlich im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen, hieß es. Die 10. Große Strafkammer des Landgerichts müsse daher im Rahmen des Sicherungsverfahrens prüfen, ob die Voraussetzungen einer Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus vorliegen.
In dem Verfahren sind bis Ende Oktober zunächst drei weitere Verhandlungstermine angesetzt. (dpa.)
Tödlicher Verkehrsunfall in Wiesbaden
Wiesbaden. In Wiesbaden ist ein Autofahrer nach einem Verkehrsunfall gestorben. Der Mann kam am Dienstagvormittag mit seinem Wagen im Stadtteil Biebrich von der Straße ab und prallte gegen ein Verkehrsschild, wie die Polizei mitteilte. Nach dem Unfall sei der Autofahrer in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er einige Stunden später starb. Die Polizei schließt derzeit einen medizinischen Notfall als Unfallursache nicht aus. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. (dpa)
Mann greift in Mainz Reisende mit Tierabwehrspray an
Mainz. Die Polizei sucht nach zwei Reisenden, die am Mainzer Hauptbahnhof Opfer eines Angriffs mit Tierabwehrspray wurden. Ein 54-Jähriger soll ihnen das Spray ohne ersichtlichen Anlass ins Gesicht gesprüht haben, wie die Polizei mitteilte. Kurze Zeit später konnten Beamte den mutmaßlichen Täter mit der Hilfe von Videoaufzeichnungen fassen, die Opfer jedoch waren verschwunden.
Zeugen hatten die Tat der Mitteilung zufolge in der Nacht zum Montag der Bundespolizei gemeldet. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass die beiden Reisenden auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen waren und sich deshalb nicht selbst bei den Beamten meldeten. Nun bittet die Polizei um Hinweise auf die Geschädigten. Außerdem ermittelt sie gegen den mutmaßlichen Täter wegen gefährlicher Körperverletzung. (dpa)
Heiteres Herbstwetter in Hessen noch bis Mittwoch
Offenbach. In Hessen setzt setzt sich die Sonne am Dienstagvormittag gegen morgendliche Nebelschwaden durch. Die Temperaturen klettern dabei im Tagesverlauf auf warme 20 bis 24 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte.
In höheren Lagen werden demnach Werte um 18 Grad erwartet. Bei heiterem Herbstwetter bleibt es trocken. Das bleibt dem DWD zufolge auch in der Nacht zu Mittwoch so. In Tallagen im Norden und Osten rutschen die Temperaturen auf nur noch 4 Grad, sonst auf 10 bis 6 Grad.
Der Mittwoch startet wieder heiter bis sonnig. Im Tagesverlauf ziehen von Westen her dann langsam Wolken auf, die ab dem späten Abend Regen und vereinzelte Gewitter bringen. Die Temperaturen klettern auf 19 bis 24 Grad. In der folgenden Nacht bleibt es dann bewölkt, den Meteorologen zufolge sind weiter Regen und vereinzelte Gewitter zu erwarten. Die Temperaturen fallen auf 15 bis 9 Grad.
Nur noch 13 bis 17 Grad zeigt der Blick aufs Thermometer am Donnerstag. Im Bergland stürzen die Temperaturen auf kühle 11 Grad ab. Der Regenschirm bleibt weiter wichtiger Begleiter: Immer wieder fallen Schauer, dazu kommen vereinzelte Gewitter. Im Bergland rechnen die Wetterexperten mit starken bis stürmischen Böen aus Nordwest. (dpa)
Hessische Abiturienten studieren am liebsten in Hessen
Wiesbaden. Die meisten jungen Menschen mit einer in Hessen erworbenen Hochschulzugangsberechtigung bleiben zum Studium im Bundesland. Vergangenes Wintersemester waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamts 68,1 Prozent.
Weitere Studienanfänger entschieden sich für Baden-Württemberg (7,4 Prozent), Bayern (6,1 Prozent) und Rheinland-Pfalz (5,5 Prozent). Auf die übrigen Bundesländer entfielen jeweils weniger als fünf Prozent.
Dass Studienanfänger häufig in dem Bundesland bleiben, in dem sie ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, zeigt sich bundesweit. In Hessen traf dies im Wintersemester 2025/2026 auf 70,5 Prozent der Erstsemester zu.
Weitere 6,5 Prozent kamen aus Nordrhein-Westfalen zum Studium nach Hessen, 5,4 Prozent aus Rheinland-Pfalz und 4,8 Prozent aus Baden-Württemberg. Auch aus den anderen Bundesländern zog es junge Menschen nach Hessen, die Zahlen bewegen sich jeweils im niedrigen Prozentbereich. (dpa)
Betrunkener wehrt sich gegen Kontrolle und verletzt fünf Polizisten
Melsungen. Bei einer Polizeikontrolle in Melsungen im Schwalm-Eder-Kreis soll ein 30 Jahre alter Mann die Einsatzkräfte angegriffen und fünf von ihnen verletzt haben. Zuvor war der zunächst hilflos wirkende Mann Passanten in einem Gebüsch in der Nähe des Bahnhofs aufgefallen, wie die Polizei mitteilte.
Der Mann habe am Montagabend vorbeilaufende Menschen beleidigt und angepöbelt. Der Rettungsdienst habe ihn untersucht, jedoch keinen Grund für eine Behandlung festgestellt. Als die Polizisten den 30-Jährigen kontrollieren und seine Personalien aufnehmen wollten, wurde er nach Angaben der Polizei handgreiflich. Er sei unvermittelt aufgestanden und habe zunächst einem Beamten ins Gesicht geschlagen.
Mit der Unterstützung einer weiteren Streife sei der Mann schließlich festgenommen worden. Dabei habe er kontinuierlich nach den Beamten getreten, sie gekratzt und mit dem Tode bedroht. Fünf Einsatzkräfte seien leicht verletzt ins Krankenhaus gekommen.
Der 30-Jährige sei bereits polizeibekannt gewesen und habe keinen festen Wohnsitz. Laut Polizei war er alkoholisiert, weshalb ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Zur Ausnüchterung habe der die Nacht auf der Polizeiwache verbracht. Gegen ihn werde wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung ermittelt, so die Polizei. (dpa)
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