Dutzende Vorkommen der Großen Drüsenameise in Hessen: Aktuelle Nachrichten aus Frankfurt & Hessen | FAZ
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Dutzende Vorkommen in Hessen der Großen Drüsenameise
Gießen. Abgesackte Gehwege und eine Gefahr für Bausubstanz und Infrastruktur: Auf einem neuen Portal hat es in rund einem halben Jahr in Hessen über 300 Verdachtsfälle und 45 bestätigte Funde für die Große Drüsenameise gegeben, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mitteilte. Das HLNUG geht von einer weiteren Ausbreitung aus.
Mit einer Vielzahl an Königinnen bilde „Tapinoma magnum“ unterirdische Superkolonien und bevölkere riesige Flächen. Werde die Große Drüsenameise nicht bekämpft, könne sie in Gebäude eindringen und Schäden an Fassaden sowie der Elektrik verursachen, teilte das HLNUG auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. In Deutschland ist sie invasiv. (dpa)
Von Donnerstag an könnte es regnerisch werden
Offenbach. Die Woche beginnt in Hessen spätsommerlich warm. Im Tagesverlauf klettern die Temperaturen nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes auf 25 bis 30 Grad.
Am Dienstag ist es wechselnd bis stark bewölkt, aber trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 26 und 29 Grad. Der Mittwoch startet sonnig, im Tagesverlauf wird es dann heiter bis wolkig. Es bleibt aber noch trocken bei 25 bis 28 Grad.
In der Nacht zum Donnerstag kündigt sich dann ein Wetterumschwung an. Von Westen her ziehen dichtere Wolken auf, dazu ist örtlich etwas Regen möglich. Am Donnerstag ist es den Meteorologen zufolge dann meist bedeckt und von Westen verbreitet regnerisch. Die Temperaturen liegen bei 21 bis 25 Grad. (dpa)
Küchenbrand in Nidderau: Bewohner in Klinik
Nidderau. Bei einem Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus in Nidderau (Main-Kinzig-Kreis) ist ein Bewohner verletzt worden. Nach Angaben der Polizei atmete der Mann Rauch ein und kam zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus.
Das Feuer war demnach am Sonntagabend ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen geriet beim Kochen Fett in Brand. Der Bewohner versuchte demnach noch, die Flammen selbst zu löschen. Die Feuerwehr brachte den Brand nach Angaben der Polizei rasch unter Kontrolle.
Die betroffene Wohnung wurde durch das Feuer und die starke Verrußung erheblich beschädigt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 80.000 bis 100.000 Euro. Die übrigen Wohnungen des Hauses blieben den Angaben zufolge bewohnbar. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Brandes dauern an. (dpa)
Schussgeräusche in Seligenstadt: Hinweis auf Hochzeit
Seligenstadt. Schussgeräusche vermutlich aus einer Hochzeitsgesellschaft heraus haben in Seligenstadt (Landkreis Offenbach) die Polizei auf den Plan gerufen. Die Beamten fanden am Sonntagabend Hülsen von Schreckschussmunition, jedoch keine zugehörige Waffe, wie die Polizei mitteilte.
Zeugen hatten gemeldet, dass aus einer größeren Personengruppe, die mit mehreren Autos unterwegs war, im Bereich der Berliner Straße geschossen worden sei, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Streifen rückten daraufhin aus.
Nach bisherigen Ermittlungen soll es sich bei der Gruppe um eine Hochzeitsgesellschaft gehandelt haben, die zuvor wohl in Hanau gefeiert hatte. Insgesamt soll die Gruppe aus rund 30 Personen und etwa 10 bis 15 Fahrzeugen bestanden haben.
Bei der Absuche des gemeldeten Orts fanden die Einsatzkräfte mehrere Hülsen von Schreckschussmunition. Eine dazugehörige Waffe wurde zunächst nicht gefunden. Hinweise auf Sachbeschädigungen ergaben sich den Angaben zufolge nicht. Schon auf der Anfahrt hatten Beamte ein Fahrzeug kontrolliert, das anhand eines Teilkennzeichens identifiziert worden war. Die Polizei sucht weitere Zeugen. (dpa)
Bürgermeister von Raunheim nicht abgewählt
Raunheim. Der Bürgermeister der Stadt Raunheim im Kreis Groß-Gerau, David Rendel (SPD), bleibt im Amt. Das hat die Abstimmung zu seiner Abwahl am Sonntag ergeben. Zwar stimmte eine Zweidrittelmehrheit der Einwohner für seine Abwahl, aber das Quorum, die nötige Anzahl der Stimmen aller Wahlberechtigten, wurde nicht erreicht.
Nur 40 Prozent der Raunheimer beteiligten sich an dem Urnengang, 67,69 Prozent votierten gegen den Rathauschef. Anlass für das Abwahlverfahren ist ein Streit zwischen ihm und dem Stadtparlament um Provisionen für einen Amtsleiter, die aber nicht Rendel, sondern sein Vorgänger, der inzwischen verstorbene Thomas Jühe (SPD), vereinbart hatte.
Buß und Be Josef in Stichwahl in Pohlheim
Pohlheim. Bürgermeister Andreas Ruck ist abgewählt. Nach dem ersten Durchgang der Direktwahl zum Bürgermeisteramt von Pohlheim nahe Gießen gibt es eine Stichwahl. Dort treffen CDU-Kandidat Jörg Buß und Israel Be Josef (SPD) aufeinander. Buß holte gut 41 Prozent, Be Josef kam auf 38,4 Prozent. Der Amtsinhaber schaffte nur 18,6 Prozent. Der unabhängige Kandidat Thomas Dombrowski erreichte knapp zwei Prozent. Die Stichwahl steht am 25. Oktober an.
Ruck war vor sechs Jahren für die SPD ins Rennen gegangen, trat aber nach einigen Querelen dieses Mal als unabhängiger Kandidat an. Vor zwei Jahren hatte er knapp einen Abwahlantrag überstanden, weil die SPD-Stadtverordneten sich enthalten hatten. 13.700 Wahlberechtigte waren dieses Mal zum Urnengang aufgerufen, 7972 nahmen ihr Recht wahr. Die Wahlbeteiligung betrug mithin 58,2 Prozent.
99 Prozent der abgegebenen Stimmen waren gültig. Buß ist Industriekaufmann und Betriebswirt und in der Baubranche als Handelsvertreter selbstständig. Be Josef, Verwaltungswirt, arbeitet seit 20 Jahren für die Gießener Kreisverwaltung. Beide wohnen in Pohlheim.
Rekord: Metzger stellen 114,7 Meter lange Ahle Wurscht her
Melsungen. Die nordhessische Fleischwerk Hessengut GmbH hat gemeinsam mit angehenden Metzgern und Verkäufern eine „Ahle Wurscht“ hergestellt, die jetzt offiziell als längstes jemals dagewesenes Exemplar der hessischen Spezialität gilt: 114,7 Meter hat der Rekordrichter Olaf Kuchenbecker gemessen, als die Wurst an diesem Sonntag vor dem historischen Rathaus in Melsungen präsentiert wurde. Dafür gab es eine Urkunde des Rekord-Instituts für Deutschland (RID), wie dieses selbst am Sonntag bekannt gab.
Für den Rekordversuch hatten 50 Metzger und Azubis zwei 120 Meter lange Würste hergestellt – in jeder wurde das Fleisch von fünf Schweinen verarbeitet. Viele Hände waren demnach nötig, um das Brät gleichmäßig in Seidendarm zu füllen und die Würste zum Reifen abzulegen. Die traditionelle nordhessische Ahle Wurscht wird aus dem Fleisch schwerer, älterer Schweine hergestellt und reift an der Luft.
Nachdem die längere der beiden Würste zum Rekordhalter erklärt wurde, haben die Initiatoren sie in 50-Zentimeter-Stücken zugunsten der Melsunger Berufsschule versteigert, in der die jungen Helfer zu Fleischern und Fachverkäufern ausgebildet werden.
Die Trockenheit hält an
Offenbach. Nach einem sommerlich heißen Herbsttag am Sonntag wird es die Sonne zum Start in die neue Woche schwerer haben. Der Himmel zeige sich teils stark bewölkt, kündigt der Deutsche Wetterdienst an. Mit Werten zwischen 25 und 29 Grad wird es erneut sommerlich warm und trocken. In der Nacht zu Dienstag bleibt es dann wechselnd bewölkt, den Meteorologen zufolge ist erneut kein Regen zu erwarten. In Tallagen könne sich Nebel bilden, hieß es.
Am Dienstag kann der Regenschirm dann einen weiteren Tag zu Hause bleiben. Auch wenn es trocken bleibt, kann sich die Sonne in ganz Hessen meist nicht durchsetzen. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte zwischen 26 und 29 Grad, in Hochlagen auf bis zu 24 Grad.
Unfall bei Übung der Feuerwehr: Drei Fahrzeuge beschädigt
Limburg. Im Landkreis Limburg-Weilburg sind bei einer Feuerwehrübung drei Einsatzfahrzeuge zusammengestoßen. Wie das Polizeipräsidium Westhessen mitteilte, bemerkte der Fahrer eines Feuerwehrautos das abrupte Bremsen eines vorausfahrenden Wagens zu spät. Dadurch sei es zur Kollision gekommen und das vorausfahrende Fahrzeug sei auf einen dritten Einsatzwagen aufgeschoben worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Es entstand an allen drei Fahrzeugen Sachschaden, dieser wird insgesamt auf etwa 37.000 Euro geschätzt.
Sechs Menschen aus brennendem Haus in Marburg gerettet
Marburg. Einsatzkräfte der Feuerwehr haben in Marburg sechs Menschen aus einem brennenden Wohnhaus gerettet. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen mitteilte, brach das Feuer am späten Samstagabend im Dachgeschoss des Hauses in der Innenstadt aus. Nach der Evakuierung des Gebäudes wurden demnach fünf Menschen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.
Die gegen 23.30 Uhr alarmierten Rettungskräfte setzten nach Angaben der Feuerwehr eine Drehleiter ein, um die Bewohner zu retten. Die Flammen hätten schnell auf den Dachstuhl übergegriffen, hieß es. Weil dieser drohte einzustürzen, konnten die Löscharbeiten nur noch von außen fortgeführt werden.
Das Feuer wurde nach rund einer Stunde unter Kontrolle gebracht. Wegen immer wieder aufflammenden Glutnestern endeten die Löscharbeiten den Angaben zufolge erst gegen 5 Uhr am Morgen. Was den Brand ausgelöst hat, sei bislang unklar, sagte der Polizeisprecher. Der Sachschaden wird auf 300.000 Euro geschätzt. (dpa)
Neunzehnjähriger stirbt bei Unfall auf A3, drei Personen schwer verletzt
Nentershausen. Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A3 bei Nentershausen ist ein 19 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der Polizei Koblenz mitteilte, erlitten in der Nacht auf Sonntag zudem der 35-jährige Beifahrer und ein 23-jähriger weiterer Insasse auf der Rückbank schwerste Verletzungen. Die gleichaltrige Ehefrau des 35-Jährigen, die das Auto zum Unfallzeitpunkt gesteuert hatte, wurde demnach schwer verletzt.
Laut Polizei kam das Fahrzeug gegen 3.55 Uhr auf der A3 in Fahrtrichtung Köln auf Höhe der Anschlussstelle Diez aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Das Auto sei ungebremst nach rechts über einen Grünstreifen und einen Bordstein gefahren und dann in einen angrenzenden Hang und die dortigen Bäume katapultiert worden, hieß es.
Die Bergung gestaltete sich nach Angaben der Einsatzkräfte schwierig. Um die Unfallbeteiligten überhaupt medizinisch versorgen zu können, seien zunächst Äste und Bäume gefällt worden. Der 19-Jährige sei seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle erlegen, so die Polizei. Die 35-jährige Fahrerin sei ins Krankenhaus gebracht worden. Für die Rettung der beiden schwerstverletzten Männer kamen zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz.
Am Unfallauto entstand den Angaben zufolge Totalschaden in mittlerer fünfstelliger Höhe. Nach rund drei Stunden, in denen die A3 Richtung Köln gesperrt war, wurde die Fahrbahn wieder freigegeben. (dpa)
Frankfurt: Autofahrer rasen vor Polizeikontrollen davon
Frankfurt. Mit einer Geisterfahrt über die Autobahn A66 ist ein noch unbekannter Autofahrer in Frankfurt einer Polizeikontrolle entgangen. Wie die Polizei am Sonntag berichtet, wollte sie den Fahrer eines Golf GTI 8 gegen 3 Uhr morgens kurz hinter einer Autobahnabfahrt anhalten. Doch als dieser die Polizeiautos sah, habe er den Wagen gewendet und gegen die Fahrtrichtung zurück auf die Autobahn gefahren. Eine Fahndung blieb erfolglos.
Etwa eine Stunde später trat ein Fahrer kräftig aufs Gaspedal, um nicht den Polizisten nicht seine Papiere zeigen zu müssen. Er kam nicht weit, verlor stattdessen die Kontrolle über sein Auto und setzte es gegen einen Mast. Der Mann wurde festgenommen, er sei betrunken gewesen, berichtet die Polizei.
Seit den jüngsten Brandanschlägen auf Kioske und Lokale in Frankfurt und Offenbach hat die Polizei ihre Fahrzeugkontrollen in der Nacht verstärkt.
Jugendlicher Radfahrer bei Unfall schwer verletzt
Fulda. Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ist ein E-Bike-Fahrer in Rasdorf (Kreis Fulda) schwer verletzt worden. Der 14-Jährige übersah laut Polizei das Auto einer 27-Jährigen, die Vorfahrt hatte. Er prallte gegen das Auto, erlitt Verletzungen in Gesicht und einen Bruch im Bereich der Schulter und wurde in ein Krankenhaus gebracht. (dpa)
Ministerpräsident Rhein trifft Königinnen und Märchenfiguren
Wiesbaden. Ehrenamtlicher Adel aus ganz Hessen hat sich in Wiesbaden ein Stelldichein gegeben: Zum Empfang der hessischen Hoheiten im Schloss Biebrich bedankten sich Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und seine Ehefrau Tanja Raab-Rhein bei den Majestäten für ihr Engagement. Insgesamt rund 140 Gäste waren der Staatskanzlei zufolge zum Empfang gekommen, unter ihnen Weinmajestäten, Märchenfiguren und Blütenköniginnen.
„Unsere Hoheiten stehen für gelebte Heimat und gelebtes Ehrenamt“, erklärte Rhein. „Als Botschafterinnen und Botschafter ihrer Regionen, Städte und Gemeinden zeigen die Hoheiten die Vielfalt unseres Landes und tragen mit großem persönlichem Einsatz zur Pflege von Brauchtum und Kultur bei.“
Die Majestäten ständen für das, „was unser Land ausmacht: Verbundenheit, Gemeinschaft und Tradition“, ergänzte Rhein. Der Empfang der Hoheiten beim Ministerpräsidenten findet seit 2003 jedes Jahr statt. (dpa)
Honigernte fällt trotz des Hitzesommers reichlich aus
Kirchhain. Die hessischen Imker dürften mit ihrer Honigernte zufrieden sein: Laut dem Bieneninstitut Kirchhain und dem Deutschen Imkerverband liegt sie mit durchschnittlich 39,7 Kilo pro Bienenvolk nur geringfügig unter den 41,4 Kilo des Rekordjahres 2025.
Im Frühjahr habe der reichliche Regen in Kombination mit Sonne für eine üppige Vegetation gesorgt, erklärten die Experten. Sogenannte Trachtpflanzen wie Obstbäume, Raps oder Löwenzahn konnten den Bienen deshalb reichlich Nektar liefern. Trachtpflanzen haben ein besonders hohes Angebot an Nektar, Pollen und Honigtau. Deshalb sei die Frühjahrsernte so gut ausgefallen.
Die Zahlen zur Sommerernte liegen zwar bisher nicht abschließend vor. Hitze und Trockenheit hätten sich jedoch spürbar negativ ausgewirkt. „Die guten Erntezahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Hitze und Trockenheit die Imkerei vor enorme Herausforderungen stellen“, hieß es vom Deutschen Imkerbund.
Wegen der Hitze blühten die Pflanzen demnach kürzer, bei Trockenheit stellten sie ihre Nektarproduktion ein. Den Bienen fehle dann wichtige Nahrung. Die verkürzten Blühzeiten machten es den Imkern zudem schwieriger, Sortenhonige zu ernten, erklärte der Deutsche Imkerbund: „Das schränkt die Vielfalt im Honigangebot ein und stellt auch ein finanzielles Problem dar, da Sortenhonige in der Regel höherpreisig sind.“
Aber auch auf die Bienen selbst wirke sich die Hitze aus, berichtete Anton Wittersheim, zweiter Vorsitzender des Landesverbands Hessischer Imker: „Die Bienen mussten sich mehr um die Kühlung ihres Bienenstocks kümmern.“ Hinzu kämen äußere Feinde wie die Asiatische Hornisse. Sie dringe in den Stock ein und versetze die Bienen in Unruhe und Alarmbereitschaft. Die Folgen: höherer Nahrungsverbrauch, weniger Honig. (dpa)
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