Sauberer Duft, belastete Luft: Beim Putzen entstehen Nanopartikel – sie können tief in die Lunge gelangen


Sauberer Duft, schmutzige Luft: Duftende Reiniger setzen Nanopartikel frei

Stand: 28.08.2026, 13:45 Uhr

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Eine Frau putzt das Waschbecken mit Reinigungsmittel

Eine Frau putzt das Waschbecken mit Reinigungsmittel (Archivbild). © Christin Klose/dpa-tmn

Ein wissenschaftliches Experiment zeigt, dass duftende Reiniger Nanopartikel freisetzen, die bis in die tiefsten Bereiche der Lunge vordringen können.

Chicago – Beliebte parfümierte Reinigungsmittel können innerhalb weniger Minuten einen Schwall unsichtbarer Luftverschmutzung erzeugen. Wie das Portal LaRepublica.pe unter Berufung auf aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen berichtet, erreichen die Konzentrationen an Nanopartikeln in Innenräumen dabei Werte, die denen an stark befahrenen Straßen ähneln.

Die chemischen Reaktionen finden statt, wenn Duftstoffe mit Ozon in der Raumluft reagieren. Wie die italienische Plattform Leggo online anmerkt, entstehen dabei rasch ultrafeine Partikel, die beim Wischen, Sprühen oder Reinigen von Oberflächen tief in die Atemwege eingeatmet werden können. Kontrollierte Tests in Modellhäusern zeigten, dass die Konzentrationen dieser neu gebildeten Partikel zeitweise über typischen Außenwerten lagen.

Chemie des Sauberen

Auslöser sind Terpene – Verbindungen, die Produkten ihren Zitronen Kiefern oder Lavendelduft verleihen. Diese Duftstoffe verdampfen und reagieren mit Ozon. Laut LaRepublica.pe können die Terpenwerte in Innenräumen während des Putzens massiv ansteigen. Die Versuche bewiesen, dass sowohl herkömmliche Flüssigreiniger als auch rein pflanzliche Sprays auf Basis ätherischer Öle zu einer raschen Partikelbildung führen können.

Die freigesetzten Partikel haben meist einen Durchmesser von 1 bis 30 Nanometern und werden von herkömmlichen Luftgütemonitoren häufig übersehen, berichtet Leggo online. Da diese ultrafeinen Partikel tief in die Lunge vordringen und möglicherweise in den Blutkreislauf gelangen können, raten Wissenschaftler zu Gegenmaßnahmen.

Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen

Forscher empfehlen, unparfümierte oder duftarme Produkte zu wählen, beim Putzen durch das Öffnen von Fenstern für ausreichende Belüftung zu sorgen und den gleichzeitigen Einsatz mehrerer duftender Reiniger zu vermeiden, wie LaRepublica.pe betont. Zudem sollten keine ozonerzeugenden Geräte parallel verwendet werden, um das Risiko einer erhöhten Schadstoffbelastung zu minimieren. (Redaktion)