Schon ab Montag: Baustellen in Trier machen Verkehr auf wichtigen Straßen einspurig


Schon ab Montag Baustellen in Trier machen Verkehr auf wichtigen Straßen einspurig

Trier · Am 2. Oktober beginnt die Vollsperrung der Bonner Straße. Am 5. Oktober kommen SWT-Baustellen in der City hinzu. Welche Folgen das hat, ist völlig offen.

01.10.2026 , 08:46 Uhr

Rund 20.000 Fahrzeuge sind täglich auf der Saarstraße in Trier-Süd unterwegs.

Rund 20.000 Fahrzeuge sind täglich auf der Saarstraße in Trier-Süd unterwegs.

Foto: Trierischer Volksfreund/Harald Jansen

Wer in den kommenden Wochen durch die Trierer Innenstadt fahren muss, sollte mehr Zeit und Geduld einplanen. Pünktlich zum Start der Herbstferien wird es auf wichtigen Hauptverkehrsachsen der City empfindlich eng. Zu der ohnehin massiven Geduldsprobe auf der anderen Moselseite – der monatelangen Vollsperrung der Bonner Straße ab dem 2. Oktober – gesellen sich ab Montag zwei neue Baustellen der Stadtwerke Trier (SWT).

Baustellen in Trier ab 5. Oktober 2026

Besonders spürbar werden die Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer in der Saarstraße sein. Auf der wichtigen innerstädtischen Verbindungsstraße sind täglich rund 20.000 Fahrzeuge unterwegs. Dort rollen nicht nur viele Autos, sondern mit den Linien 3, 5 und 13 auch wichtige Säulen des Trierer Busnetzes. Im Spät- und Nachtverkehr kommen zudem die Linien 83 und 85 hinzu, die Feyen und die Weismark an die Innenstadt anbinden.

Saarstraße: Spur Richtung Südbahnhof bis 16. Oktober gesperrt

Zwischen den Kreuzungen Gerberstraße und Nikolausstraße müssen die Stadtwerke nach eigenen Angaben nun dringend am Versorgungsnetz arbeiten. Die Folge für den Verkehrsfluss ist ein tiefer und spürbarer Einschnitt in den Alltag der Verkehrsteilnehmer. Bis voraussichtlich Freitag, 16. Oktober, wird eine der Fahrspuren in Fahrtrichtung Südbahnhof und Hohenzollernstraße komplett gesperrt. Eine Baustellenampel soll den Verkehr stattdessen einspurig und abwechselnd an den Arbeiten vorbeiführen.

Dass es hier im täglichen Berufs- und Busverkehr zu erheblichen Rückstaus kommen wird, gilt unter Beobachtern in der Praxis als sicher. Die ohnehin oft überlastete Achse verträgt schlicht keine künstlichen Nadelöhre ohne sofortige Auswirkungen. Auch die beginnende Ferienzeit dürfte diesen Staueffekt wohl nur minimal abfedern können.

Gerty-Spies-Straße: Einbahnregelung und Umleitung ab 5. Oktober

Nur wenige Hundert Meter entfernt flammt zeitgleich das nächste verkehrstechnische Problem auf. In der Gerty-Spies-Straße wird ebenfalls ab Montag auf Höhe der Hausnummer 1a intensiv im Untergrund gebuddelt. Die Straße wird deshalb in der ersten Bauphase zur Einbahnstraße in Fahrtrichtung Nikolaus-Koch-Platz umfunktioniert. Wer in der Gegenrichtung nach Trier-Süd oder zum Moselufer will, schaut erst einmal tief in die sprichwörtliche Röhre.

Der gesamte Verkehr wird stattdessen auf eine weitläufige Umleitung quer durch das Viertel geschickt. Die Route führt über die Brückenstraße, die Karl-Marx-Straße, die Lorenz-Kellner-Straße und schließlich über die Südallee. Erst wenn das Baufeld auf den Gehweg am Viehmarkt-Parkhaus wechselt, läuft der Verkehr dort wieder normal. Die Fußgänger müssen dann allerdings beim Vorbeikommen Slalom laufen.

Busumleitungen in Trier: betroffene Linien und Routen

Die Sperrung in der Gerty-Spies-Straße wirbelt zudem den städtischen Busfahrplan kräftig durcheinander. Die Linien 3, 5, 13, 73 und 83 müssen ab dem Nikolaus-Koch-Platz notgedrungen über die Böhmerstraße ausweichen. Auch die Linien 6 und 14 in Richtung Tarforst und Universität nehmen diesen beschwerlichen Umweg. Wer mit den Linien 9, 89 und 82 unterwegs ist, wird ebenfalls ab der Trier Galerie weiträumig umgeleitet. Die Linie 82 muss in der Südallee sogar extra ein Wendemanöver vollziehen, um überhaupt wieder auf ihre reguläre Route zu kommen.

Dass die Arbeiten am Versorgungsnetz exakt in die Herbstferien gelegt wurden, begründen die städtischen Planer traditionell mit dem dann geringeren Verkehrsaufkommen. Ob diese optimistische Rechnung diesmal tatsächlich aufgeht, darf jedoch ernsthaft bezweifelt werden. Mit der gesperrten Bonner Straße im Nacken und dem neuen Nadelöhr in der Saarstraße ist das Risiko für turbulente Tage in der City so hoch wie lange nicht mehr.