Schon investiert, aber ohne richtigen Plan? In sechs Schritten zur eigenen Anlagestrategie


Stand: 03.10.2026, 08:10 Uhr

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Schon investiert, aber ohne richtigen Plan? ©  IMAGO / Hans-Günther Oed

Ein ETF hier, eine Aktie dort und vielleicht noch Geld auf dem Tagesgeldkonto: Viele Depots entstehen Stück für Stück. Fehlt dahinter eine klare Strategie, wird es schnell unübersichtlich. Sechs Schritte helfen dabei, Struktur in die eigene Geldanlage zu bringen.

Der erste ETF wird nach einer Empfehlung gekauft, später kommt ein zweiter hinzu. Eine interessante Aktie landet ebenfalls im Depot und ein größerer Betrag bleibt sicherheitshalber auf dem Tagesgeldkonto.

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden. Einzelne ETFs oder Aktien zu besitzen, bedeutet noch nicht automatisch, eine klare Anlagestrategie zu haben. Entscheidend ist, dass Ziele, Zeitraum, Risiko und die Aufteilung des Vermögens zusammenpassen.

Im kostenlosen Webinar „6-Schritte-Anlagestrategie“ von Fortunalista führt Finanzexpertin Margarethe Honisch durch die zentralen Entscheidungen auf dem Weg zur eigenen Strategie. Das Webinar richtet sich an Frauen, die ihre Geldanlage strukturiert aufbauen oder ein bereits bestehendes Depot neu einordnen möchten.

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Jede einzelne Entscheidung kann zunächst nachvollziehbar erscheinen. Trotzdem fehlt häufig die Antwort auf eine einfache Frage: Wie passt das alles zusammen?

„Ein Depot ist nicht automatisch eine Anlagestrategie. Eine Strategie legt fest, welches Ziel verfolgt wird, welches Risiko dafür eingegangen werden soll und welche Anlagen dazu passen“, sagt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista.

Sechs Schritte können helfen, aus einzelnen Investments einen Plan zu entwickeln.

1. Finanzielle Ausgangslage kennen

Am Anfang steht ein Überblick über die eigenen Finanzen. Wie hoch sind Einnahmen und regelmäßige Ausgaben? Welche Rücklagen gibt es? Bestehen Schulden oder größere finanzielle Verpflichtungen?

Erst wenn die Ausgangslage bekannt ist, lässt sich realistisch einschätzen, wie viel Geld langfristig investiert werden kann.

2. Ein konkretes Ziel definieren

„Vermögen aufbauen“ klingt zunächst nach einem Ziel, ist aber noch sehr allgemein.

Hilfreicher ist eine konkretere Vorstellung. Soll das investierte Geld die Altersvorsorge ergänzen, langfristig finanzielle Freiheit ermöglichen oder einem anderen Ziel dienen?

Ein klares Ziel erleichtert spätere Entscheidungen erheblich.

3. Den Anlagehorizont festlegen

Anschließend sollte geklärt werden, wann das Geld voraussichtlich benötigt wird.

Der Zeitraum beeinflusst, welche Schwankungen vertretbar sein können. Aktienmärkte können auch über längere Phasen fallen. Deshalb eignen sich stark schwankende Anlagen nicht für jedes Ziel und jeden Zeitraum gleichermaßen.

4. Das passende Risiko bestimmen

Wie viel Verlust wäre zwischenzeitlich auszuhalten, ohne nervös zu verkaufen? Diese Frage wird in steigenden Märkten häufig unterschätzt.

„Die beste Strategie hilft wenig, wenn sie beim ersten größeren Kursrückgang aufgegeben wird“, erklärt Honisch. Deshalb sollte das Risiko nicht danach gewählt werden, welche Rendite besonders attraktiv klingt, sondern danach, welche Schwankungen finanziell und emotional getragen werden können.

5. Das Vermögen sinnvoll aufteilen

Erst jetzt geht es darum, wie das Geld verteilt werden soll.

Welcher Teil bleibt sicher verfügbar? Welcher Anteil kann langfristig investiert werden? Wie breit soll das Investment gestreut sein?

Aus diesen Entscheidungen ergibt sich die grundlegende Struktur des Portfolios. Einzelne ETFs oder andere Anlageprodukte werden anschließend passend zu dieser Struktur ausgewählt.

6. Die Strategie regelmäßig überprüfen

Eine Anlagestrategie muss nicht jede Woche verändert werden. Trotzdem sollte sie in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Ein neuer Job, eine Familiengründung, ein Immobilienkauf oder andere größere Veränderungen können dazu führen, dass Ziele, Sparrate oder Risikobereitschaft nicht mehr zur ursprünglichen Planung passen.

Auch die Gewichtung einzelner Anlagen kann sich durch unterschiedliche Wertentwicklungen verschieben.

„Eine Strategie gibt Orientierung und verhindert, dass jede Börsennachricht eine neue Entscheidung auslöst“, betont Honisch. „Sie darf sich aber verändern, wenn sich das eigene Leben verändert.“

Wer bereits investiert, muss deshalb nicht zwingend von vorne beginnen. Oft reicht es zunächst, die bestehenden Anlagen zu prüfen und jedem Bestandteil eine klare Aufgabe innerhalb der eigenen Strategie zu geben.