Schotten-Rock und Streetfood: Alteburgpark wird Festivalzentrum
Stand: 16.07.2026, 18:00 Uhr
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Der Alteburgpark in Schotten wird während der Landesgartenschau 2027 zum zentralen Veranstaltungsort. Im Juli steigt dort ein dreitägiges Streetfood-Festival mit Rockkonzerten und Schlagerparty.
Schotten – Rund neun Monate verbleiben, bis die Landesgartenschau in elf Städten und Gemeinden der Region Oberhessen am 22. April kommenden Jahres eröffnet wird. In der Schottener Steuerungsgruppe ist jetzt der aktuelle Stand der Vorbereitungen bilanziert und über weitere Planungen und Projekte gesprochen worden.

Horst Mikliss, der Leiter der Tourismusgruppe in der Stadtverwaltung, gab einen Überblick über die bereits fest terminierten Veranstaltungen für 2027. So geht zum Auftakt das traditionelle Vulkanfest auf dem Hoherodskopf über zwei Tage und findet am 1. und 2. Mai statt.
Wasserausstellung
Am 30. April wird die Grundwasserausstellung in der Festhalle eröffnet, die bis zum Abschluss der Landesgartenschau am 3. Oktober täglich zugänglich ist. Die Betreuung der Besucher wird von zwei Mitarbeitern des Vulkaneums übernommen. Für die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Senckenberg-Museum für Naturkunde Görlitz stattfindet, wird Eintritt erhoben.
Am 22. Mai beginnen im Alteburgpark die Veranstaltungen in der Kernstadt mit einem Schotten-Rock-Konzert der Gruppe „New Roses“. Daneben sind im Mai in den Stadtteilen drei Veranstaltungen geplant: eine Weinwanderung in Burkhards, das Backhausfest in Eschenrod und die Veranstaltung „Offenes Dorf“ am 27. Mai in Eichelsachsen.
Schlagerparty und Familiensonntag
Am 19. und 20. Juni findet das Vulkaneumsfest statt, und einen Tag später wird Mitsommer auf dem Alteburgskopf gefeiert. Veranstalter ist der Vogelsberger Kultur- und Geschichtsverein Schotten.
Prall gefüllt ist das vierte Juli-Wochenende im Alteburgpark. Neben einem dreitägigen Streetfood-Festival spielt die Gruppe „BBC Rock“ aus Fulda. Eine große Schlagerparty und ein bunter Familiensonntag runden das Wochenende ab.
Im August steht der Schottenring-Classic-Grand-Prix des MSC Rund um Schotten im Mittelpunkt. Dazu kommt am 28. August ein „Blaulichttag“ am Stausee. Vielfältig sind die Planungen für den September.
Der Veranstaltungsreigen beginnt am 4. September mit dem „Art Community Day“ des Vereins Freunde und Förderer der Musik in Schotten. 2027 wird die vielstündige Veranstaltung mit Musik, Tanzdarbietungen, Mitmachangeboten und mehreren Rockgruppen erstmals im Alteburgpark stattfinden.
Das letzte Septemberwochenende beginnt mit dem „Biergarten“ des Kultur- und Brauvereins „BRAUmit“ am Freitag. Am Samstag erfahren die Schottenspiele eine Neuauflage, und am Sonntag steht ein weiterer Familientag auf dem Programm. Wie Mickliss weiter mitteilte, sind noch ein Inklusionsfestival der Schottener Sozialen Dienste sowie ein Stausee-Open-Air-Event Mitte August in Planung.
Gut im Zeitplan sind die angestoßenen Projekte mit Bautätigkeiten, wie bei der Sitzung der Steuerungsgruppe zu vernehmen war. Ein besonderes Projekt ist der Erlebnisweg „Flusslauf Nidda“, den Schotten federführend zusammen mit der Stadt Nidda plant und umsetzt.

Wie Bürgermeister Benjamin Göbl und Bauabteilungsleiterin Elke Högy berichteten, sind für die insgesamt 26 geplanten Erlebnisstationen alle Aufträge vergeben. Dabei seien auch drei Firmen aus Schotten zum Zug gekommen. Die Fundamente sollen in diesem Jahr hergestellt, die dazugehörigen Holzskulpturen im kommenden zeitigen Frühjahr montiert werden.
„Wir wollen die neuen Anlagen nicht direkt der winterlichen Witterung aussetzen“, sagte der Bürgermeister. „Wir bleiben voraussichtlich deutlich unter den geplanten Kosten“, ergänzte Högy. Veranschlagt für den neuen Erlebnisweg sind Gesamtkosten von rund 250.000 Euro. 80 Prozent des Betrages werden durch Leader-Mittel gefördert.
Radwegausbau kommt gut voran
Die Sanierung des Nidda-Radweges sowie des Radweges R4 soll Mitte Oktober abgeschlossen werden, wie Dirk Schneider, Leiter der städtischen Wirtschafts- und Versorgungsbetriebe, mitteilte.
Fertiggestellt ist bereits das Verbindungsstück des Nidda-Radwegs von der Schottener Stadtgrenze bis zum Vogelpark. Eine neue Radwegeverbindung wird derzeit vom Vulkanradweg in Gedern nach Schotten über Eichelsachsen und Wingershausen zum Stausee ausgeschildert.
Für den neuen Kiosk mit öffentlicher Toilettenanlage ist das Fundament erstellt. Das in Holzbauweise geplante Gebäude wird in den kommenden Wochen aufgeschlagen. Der bestehende Spielplatz wird inklusiv erweitert und mit mehreren modernen Spielgeräten ausgestattet. Das Projekt ist in die Leader-Förderung aufgenommen, wie der Bürgermeister berichtete. Erwartet wird eine Förderung in Höhe von 65 Prozent der auf gut 360.000 Euro taxierten Bruttokosten.
Hinsichtlich der Besucher-Mobilität wurde kritisch angemerkt, dass der ursprünglich geplante Shuttleservice für Schotten nicht zum Tragen komme. Während die öffentlichen Busverbindungen nach Nidda insgesamt gut seien, fehle es an Anschlüssen nach Gedern.
Wie Bürgermeister Göbl berichtete, sei angedacht, eine Verbindung von Gedern über den Hoherodskopf nach Schotten und zurück zu schaffen.