Schulstart im Landkreis München: Alle Klassen haben eine Lehrkraft


Stand: 15.09.2026, 07:30 Uhr

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Schulamtsdirektor Ulrich Barth

Schulamtsdirektor Ulrich Barth © Lk München

Heute startet das neue Schuljahr im Landkreis München – mit etwas weniger Schülerinnen und Schülern, etwas kleineren Klassen und trotzdem vollem Stundenplan. Trotz angespannter Personallage sind alle Klassen mit einer ausgebildeten Leitung besetzt; eine „Mobile Reserve“ aus 113 Lehrkräften sowie zusätzliche Quereinsteiger sollen Engpässe abfedern.

Landkreis – Heute beginnt das neue Schuljahr. Der Schulbetrieb ist gesichert, teilt das Staatliche Schulamt für den Landkreis München mit – trotz weiterhin angespannter Personalsituation an den Grund- und Mittelschulen. Die Schülerzahlen und die durchschnittlichen Klassenstärken sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

Keine Lücken bei Klassenleitungen

An den 47 Grundschulen und 13 Mittelschulen im Landkreis starten heuer 18.683 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 18.977) in 861 Klassen (Vorjahr: 863). Die Grundschulen besuchen 14.229 Kinder, die Mittelschulen 4454 Schülerinnen und Schüler. Die durchschnittliche Klassenstärke liegt an den Grundschulen bei 22,2 (Vorjahr: 22,4) und an den Mittelschulen bei 20,2 (Vorjahr: 20,8).

Die Personalsituation stellt sich etwas besser dar als noch im Vorjahr: Alle Klassen konnten mit einer ausgebildeten Klassenleitung besetzt werden, der Pflichtunterricht soll vollständig stattfinden. Für Vertretungen steht eine Mobile Reserve mit 113 Lehrkräften bereit (Vorjahr: 90). Zusätzlich wurden 66 Lehrkräfte ohne klassisches Lehramtsstudium, aber mit abgeschlossenem Hochschulstudium, eingestellt. Diese sogenannten Substitutionskräfte leisten insgesamt 980 Wochenstunden. Ihre Zahl werde in den nächsten Jahren an den Grundschulen deutlich zurückgehen, prognostiziert Schulamtsdirektor Barth.

Pädagogische Unterstützungskräfte, die selbst keinen Unterricht halten, arbeiten inzwischen an 21 Schulen. Im Laufe des Schuljahres könnten weitere eingestellt werden, Bewerbungen sind laut Barth weiterhin willkommen. Vier Schulen im Landkreis haben das besondere Schulprofil Inklusion: die Grundschulen Taufkirchen am Wald, Unterschleißheim an der Ganghoferstraße sowie die Mittelschulen Unterschleißheim und Taufkirchen.

Inklusion und Sprachförderung im Blick

Für die insgesamt 190 Kinder mit geringen Deutschkenntnissen (Vorjahr: 240) gibt es 16 Deutschklassen (Vorjahr: 20). Diese sind in den Jahrgangsstufen 5 und 6 schulartunabhängig an den Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien eingerichtet. Bei weiterem Förderbedarf stehen 558 Stunden aus dem Budget Deutsch-Plus zur Verfügung. Außerdem werden zusätzliche Vorkurse angeboten, etwa für Kinder, die vor dem Eintritt in die erste Klasse ihre Deutschkenntnisse noch vertiefen sollen – mit insgesamt 373 Wochenstunden. Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund variiert laut Barth an den Schulen zwischen zehn und 85 Prozent.

Auf die schlechten PISA-Ergebnisse reagiert der Landkreis nach Darstellung von Schulamtsleiter Ulrich Barth vor allem mit bereits etablierten Förderangeboten, gezielter Diagnostik und individueller Unterstützung. Einen vergleichbaren Negativtrend bei den Basiskompetenzen könne man im Landkreis allerdings nicht feststellen, sagt Barth.

Neue Schulleitungen

An den folgenden Schulen beginnen laut Schulamt neue Schulleitungen ihren Dienst: Grundschule Taufkirchen am Wald: Kathrin Vogt; Grundschule Deisenhofen: Barbara Hetzenecker; Silva-Grundschule Heimstetten: Elke Hübner.