Doch nicht Klopp? Weltmeister überrascht mit Ex-Bayern-Trainer als Idee für DFB-Nachfolger
Schweinsteiger bringt überraschenden Trainerkandidaten beim DFB ins Spiel
Stand: 18.07.2026, 05:50 Uhr
Beim DFB gilt Jürgen Klopp als Favorit, doch Bastian Schweinsteiger bringt bei der Bundestrainer-Suche überraschend einen Ex-Bayern-Trainer ins Spiel.
München – Die Suche des DFB nach einem Nachfolger für Julian Nagelsmann konzentriert sich infolge der enttäuschenden Fußball-WM derzeit auf Jürgen Klopp. Während sich der Deal scheinbar auf der Zielgeraden befindet, bringt Weltmeister Bastian Schweinsteiger nun doch überraschend einen ganz anderen Namen ins Spiel: seinen früheren Bayern-Trainer Louis van Gaal. Als ARD-Experte sprach Schweinsteiger eine klare Empfehlung für den Niederländer aus.

„Also wenn Louis van Gaal gesundheitlich die Energie hat, ja, hundertprozentig. Der würde auch gut passen. Das ist einer, der kann etwas Neues aufbauen und hat eine Struktur“, sagte Schweinsteiger und argumentierte: „Er hat bei den Holländern schon bewiesen, dass er die immer weit gebracht hat.“ Sollte Klopp absagen, wäre van Gaal für ihn die naheliegendste Alternative auf dem Bundestrainer-Posten.
DFB-Weltmeister Schweinsteiger schwärmt von Ex-Bayern-Coach van Gaal
Schweinsteiger kennt van Gaal aus eigener Erfahrung bestens: Zwischen 2009 und 2011 arbeiteten beide bereits beim FC Bayern und gewannen gemeinsam Meisterschaft, DFB-Pokal und DFL-Supercup. Der Niederländer ist mit der Bundesliga und dem deutschen Fußball somit bestens vertraut. Schweinsteigers Lobeshymne ist nicht unbegründet, wechselte der deutsche Spielmacher doch im Sommer 2015 zu Manchester United – auch und vor allem wegen des dortigen Trainers van Gaal.
Insights aus dem DFB-Team!

Seien Sie näher am DFB-Team dran als je zuvor! Unser WM-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News; liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach. Sie erfahren, was im Laufe des Tages wichtig wird, können bei unserem Tippspiel tolle Preise gewinnen und bekommen alle Social-Media-Highlights aufbereitet.
Sind Sie dabei?
Jetzt zum WM-Newsletter anmelden
All unsere Inhalte, Videos, Grafiken, Statistiken und vieles mehr gibt es auch auf absolutfussball.com.
Die Trainerkarriere des niederländischen Großmeisters liest sich beeindruckend: Neben Stationen in München und Manchester sowie bei Ajax Amsterdam, dem FC Barcelona und AZ Alkmaar stand er zweimal als Nationaltrainer der Niederlande an der Seitenlinie. Bei der WM 2014 führte er die Elftal bis ins Halbfinale, ehe erst im Elfmeterschießen gegen Argentinien Schluss war. Auch 2022 scheiterten die Niederländer im Elfmeterschießen an Argentinien, damals bereits im Viertelfinale.
Ein Engagement des inzwischen 74-Jährigen als Bundestrainer wäre historisch: Bislang wurde die deutsche Nationalmannschaft ausschließlich von deutschen Trainern betreut. Diese Personalie würde jedoch ausgerechnet in eine hitzige Debatte platzen, die derzeit auf der britischen Insel um genau dieses Thema geführt wird.
England-Legende Michael Owen hatte nach dem WM-Aus der Three Lions gefordert, ausländische Trainer im Nationalmannschaftsfußball grundsätzlich zu verbieten, und damit mehr oder weniger direkt auf Englands deutschen Coach Thomas Tuchel abgezielt. Die Begründung: Noch nie hat ein ausländischer Trainer eine Nation zum WM-Titel geführt. Nach dieser Logik wäre auch ein Niederländer als deutscher Bundestrainer ein Novum, das Owens Argumentation zusätzlich befeuern würde.
Van Gaal als DFB‑Trainer? Ein Novum mit Sprengkraft
Die englische Ikone Gary Lineker ließ es sich außerdem nicht nehmen, angesichts des enttäuschenden Ausscheidens süffisant gegen Tuchels deutsche Fußballprägung zu sticheln. In die Debatte mischt sich also auch eine gute Portion Rivalität zwischen den Fußballnationen England und Deutschland. Ähnliches könnte im Ernstfall auch van Gaal treffen – denn auch zwischen Deutschland und den Niederlanden ist das Verhältnis fußballerisch traditionell aufgeladen.
Wie stark der Gegenwind für ausländische Trainer aktuell weht, zeigt sich an Tuchels Fall: Trotz einer bemerkenswerten Bilanz und einer historischen Bestmarke unter Europas Nationaltrainern, die er sich mit England erarbeitet hat, steht er nach dem Halbfinal-Aus mit den Three Lions massiv in der Kritik. Ob den DFB eine mögliche van-Gaal-Verpflichtung dennoch nicht abschreckt, bleibt abzuwarten. (fn)