Schweiz: Eine Tote und fünf Verletzte nach Schüssen im Schweizer Kanton Aargau


Bei einem Rave im Schweizer Kanton Aargau sind Schüsse gefallen. Eine 22-jährige Frau ist tot, fünf weitere Menschen wurden verletzt. Der oder die Täter sind flüchtig.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, AFP,

jsp

,

iso

Aktualisiert am 30. August 2026, 15:13 Uhr

Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/d5c24f46-91ae-4e67-8b0f-4bdd7e283d24/full_638d2528c1bcc72252b17b672561e070331ce9cbecfa2b4556452957e19a14d8ad15da65c90d6faea67a02ca763eefd0.mp3

117 Kommentare
Schweiz: Polizisten sichern das Gelände rund um die Pferderennbahn Schachen ab. Bei einer Veranstaltung im schweizerischen Schachen sind in der Nacht Schüsse gefallen.
Polizisten sichern das Gelände rund um die Pferderennbahn Schachen ab. Bei einer Veranstaltung im schweizerischen Schachen sind in der Nacht Schüsse gefallen. © Michael Buholzer/​dpa

In der Schweiz sind bei einer Technoparty eine Frau durch Schüsse getötet und mehrere weitere Menschen verletzt worden. Die 22-Jährige sei noch vor Ort in Aarau gestorben, teilte die Kantonspolizei Aargau auf X mit. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren seien leicht bis schwer verletzt worden. Alle Opfer stammen den Angaben zufolge aus der Schweiz.

Mögliche Motive sowie die genauen Umstände der Tat sind noch unklar. Der oder die Täter sind flüchtig. Wie der Schweizer Rundfunk schrieb, gehe die Polizei davon aus, dass sie sich nicht mehr in Aarau aufhalten. Außer im abgesperrten Gebiet könne sich die Bevölkerung frei bewegen.

Weitere Gefahr durch mutmaßlichen Täter ausgeschlossen

Die Fahndung laufe auf Hochtouren, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Aargau bei einer Pressekonferenz. Demnach sei die Spuren- und Beweissicherung im Gange, damit schnellstmöglich Erkenntnisse gewonnen werden könnten.

Man habe keine Kenntnisse, wo sich die Täter befinden könnten. »Aufgrund der ganzen Situation schließen wir aber aus, dass die Täterschaft wieder irgendwo aktiv werden könnte und zu einer neuen Gefahr werden könnte«, hieß es vom Sprecher weiter. Noch gäbe es keine Erkenntnisse zu Tätern oder zu einem Motiv. Es müsse davon ausgegangen werden, dass eine »größere Zahl« Schüsse gefallen sei, sagte er.

Eine Polizeisprecherin nannte als Tatort die Pferderennbahn im Stadtgebiet Schachen. Samstagabend fand dort der sogenannte Aarauer Rave statt, eine Technoparty mit rund 3.500 Besucherinnen und Besuchern. Nach Angaben der Schweizer Nachrichtenagentur SDA wurde die Polizei gegen 2.30 Uhr alarmiert. Auf einem Video, das die Schweizer Zeitung Blick veröffentlichte und das aus der Nähe des Tatorts stammen soll, sind rund zehn Schüsse zu hören.

Aarau im Schweizer Kanton Aargau liegt etwa 40 Kilometer westlich von Zürich. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

»Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein«

DJ Tekibo, einer der Künstler der Veranstaltung, zeigte sich auf Instagram tief betroffen. »Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein«, schrieb Tekibo. Er habe einen wichtigen Menschen verloren und finde nicht die richtigen Worte.

Die Veranstalter bedankten sich auf ihrer Homepage bei der Polizei und den Rettungskräften. »Ein Rave sollte immer ein Ort der Freude und der Liebe sein. Niemals ein Ort, an dem Menschen getötet, verletzt und in Angst versetzt werden«, schrieben sie.

In der Schweiz sind Schusswaffenangriffe sehr selten, Waffen jedoch weitverbreitet. Mangels eines landesweiten Registers ist es schwierig, ihre genaue Anzahl zu ermitteln. Laut der letzten international vergleichbaren Schätzung des Schweizer Forschungsprogramms Small Arms Survey kamen im Jahr 2017 fast drei Waffen auf zehn Einwohner. Damit lag die Schweiz weltweit auf Platz 16 bei der Anzahl der Waffen pro Kopf.