Sicherheitsalarm auf US-Basis: Militärs ziehen Waffen gegen eingeladene Journalisten
Stand: 20.08.2026, 13:36 Uhr
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Journalisten werden auf US-Militärbasis trotz Einladung mit vorgehaltenen Waffen gestoppt.
Santa Barbara – Fünf Journalisten und zwei US-Militärangehörige sind auf der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien mit vorgehaltenen Waffen festgesetzt worden. Die Gruppe war zu einem offiziellen Termin eingeladen und wurde von Mitarbeitern der Öffentlichkeitsarbeit auf das Gelände begleitet. Trotzdem hielten Sicherheitskräfte sie offenbar für Eindringlinge.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Montag (17. August) auf dem Militärstützpunkt nahe Santa Barbara, wurde aber erst jetzt öffentlich bekannt. Die Betroffenen sollten über den Baubeginn eines neuen Ausbildungszentrums berichten. Sie wurden mehr als 30 Minuten festgehalten und verpassten dadurch den Termin, wie die Associated Press berichtet.

Der Konvoi bestand aus einem Regierungsfahrzeug mit uniformierten Mitarbeitern der Öffentlichkeitsarbeit und mehreren privaten Autos. Einige davon trugen deutlich sichtbare Logos von Fernsehsendern. Die Journalisten folgten dem offiziellen Begleitfahrzeug durch den Eingangsbereich.
Sicherheitskräfte ziehen Waffen
Dann schlugen Sicherheitskräfte Alarm. Nach Angaben des lokalen Nachrichtenportals Noozhawk gingen sie offenbar von sogenannten „Gate Runners“ aus – Personen, die ohne Erlaubnis durch die Zufahrt fahren. Metallbarrieren wurden hochgezogen, Sirenen ertönten.
Bewaffnete Sicherheitskräfte forderten die Insassen anschließend auf, einzeln aus ihren Fahrzeugen zu steigen und die Hände zu heben. Zwei Militärangehörige – ein Mannschaftsdienstgrad und ein junger Offizier – wurden mit Handschellen gefesselt und in Fahrzeuge der Basis gebracht. Die fünf zivilen Journalisten mussten sich auf den Bordstein setzen, berichtet Noozhawk.
Betroffen waren unter anderem Reporter von Noozhawk, KSBY und News Channel 3. Auch Journalisten der Santa Maria Times/Lompoc Record gehörten zur Gruppe. Nach mehr als einer halben Stunde durften alle weiterfahren.
Militär spricht von Kommunikationspanne
Die Space Force erklärte den Zwischenfall mit einer Kommunikationspanne. Auf der Basis habe es zuletzt mehr Versuche gegeben, unerlaubt auf das Gelände zu gelangen, erklärte eine Sprecherin der Einheit Space Launch Delta 30 laut Noozhawk.
„Jede mögliche unbefugte Anwesenheit muss als echte Bedrohung behandelt werden, bis das Gegenteil bewiesen ist“, hieß es in der Stellungnahme. Man verstehe, dass die Situation für die Betroffenen beunruhigend gewesen sei. Die Sicherheit des Stützpunkts und seines Personals habe jedoch Vorrang.
Noozhawk-Chefredakteur Tom Bolton kritisierte das Vorgehen deutlich. „Was passiert ist, war bedauerlich und unnötig – und möglicherweise gefährlich, weil Waffen gezogen wurden“, erklärte er laut Associated Press. Ein Angehöriger der Sicherheitskräfte habe sich nach der Freilassung der Gruppe entschuldigt, berichtet Noozhawk.
Der verpasste Termin betraf den Bau einer neuen Ausbildungsstätte für das Sentinel-Programm der US-Luftwaffe. Die Sentinel-Interkontinentalrakete soll künftig die seit Jahrzehnten eingesetzte Minuteman III ersetzen. Auf dem rund 14.900 Quadratmeter großen Gelände sollen Bedien- und Wartungsteams gemeinsam ausgebildet werden. Quellen: Associated Press, Noozhawk, nif/red.