Stabhochspringerin Moser beendet Saison mit OP


Sie verschwieg ihre Schmerzen und legte Fabelsaison hin

Leichtathletik-Star Moser spricht erstmals über geheime Hand-OP

Sie sprang von Podest zu Podest – und verschwieg dabei ihre Schmerzen. Angelica Moser hat sich an der Hand operieren lassen. Jetzt erzählt sie, wie sie sich durch die Saison kämpfte.

Publiziert: 19:15 Uhr

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Aktualisiert: 19:37 Uhr

Darum gehts

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Yara VettigerReporterin Sport

Angelica Moser (28) hat ihre Saison mit einer Hand-OP beendet. Was bisher kaum jemand wusste: Die Schweizer Stabhochspringerin kämpfte schon länger mit Schmerzen an der rechten Hand. Und sprang trotzdem eine Saison, die sich gewaschen hat.

«Es war schon länger da», sagt Moser gegenüber Blick. «Ich habe es vor allem immer beim Tragen des Stabs gespürt.» Die Schmerzen waren eine Entzündungsreaktion aufgrund einer anatomischen Variabilität der Hand- und Armknochen.

Warum sie nie etwas davon erzählte? «Ich konnte ja springen, aber es hat mich einfach immer gestört.» Verpasst hat sie wegen der Hand zum Glück keinen Wettkampf. Also machte Moser weiter. Und wie! 

Konstante Saison

Denn wenn man ihre Saison genauer anschaut, wird erst richtig klar, was die Zürcherin geleistet hat. Wegen eines verletzten Fusses und Oberschenkels fiel schon die Hallensaison ins Wasser. Bei der Hallen-WM sprang sie trotz dieser Probleme zu Bronze.

Und dann kam die Freiluftsaison – und Moser lieferte konstant wie ein Uhrwerk. In der Diamond League stand sie bei sieben Starts siebenmal auf dem Podest. Kein Ausrutscher, kein Wettkampf ohne Topresultat. Dazu verteidigte sie an der EM in Birmingham ihren Titel.

Und das alles, während sie mit Schmerzen zu kämpfen hatte – manchmal gerade an mehreren Orten gleichzeitig. «Es ging schon, aber es war nicht spassig», sagt Moser. Vor dem Diamond-League-Finale in Brüssel entschieden sie und ihr Team deshalb: Die OP wird direkt nach Saisonende gemacht. Bewusst so geplant, damit Moser so wenig wie möglich verpasst.

Acht Wochen Genesung

Gesagt, getan. Nach ihrem dritten Platz bei der Ultimate Championship in Budapest ging es unters Messer. Die Operation ist gut verlaufen, Moser ist bereits wieder zu Hause und trägt eine Schiene. In rund acht Wochen soll alles verheilt sein und sie wieder alles machen können.

Erst einmal stehen aber Ferien an. Zwei Wochen hat Moser jetzt frei. Vielleicht geht es noch für ein paar Tage weg. Allerdings ohne ihren Freund Kevin Bozon (30). Der Eishockeyspieler, zuletzt bei Ajoie, ist weiterhin vereinslos und trainiert deshalb weiter – Ferien liegen für ihn momentan eher nicht drin.

Für Moser dagegen heisst es: Schiene an, Beine hoch – und endlich einmal nicht durchbeissen.