Sinner kehrt nach Hause zurück: Training auf Sandplätzen in Innichen, wo alles begann
Stand: 27.07.2026, 13:08 Uhr
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Der Wimbledon-Sieger hat nach seiner Absage für das Masters 1000 von Montreal und mit Blick auf seine Rückkehr bei den Us Open wieder zum Schläger gegriffen im 3 Zinnen Dolomites, dem Club, in dem er seine Karriere begann.
In den vergangenen Tagen sorgte die vollkommen nachvollziehbare Absage von Jannik Sinner für das Masters 1000 von Montreal, das am kommenden Wochenende beginnt, für Aufmerksamkeit. Der Italiener, der sich an die Belastungen im Frühjahr erinnert, plant, alle seine Chancen bei den Us Open zu nutzen, dem letzten Grand-Slam-Turnier der Saison, das er 2024 bereits gewonnen hat. Statt sofort wieder auf dem Platz zu stehen, hat er sich einige zusätzliche freie Tage gegönnt, echte Urlaubstage, um auch mentale Kraft zu sparen.
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Dieser Artikel von Pellegrino Dell'Anno entstand in Kooperation mit Gazzetta dello Sport.
Sinner setzt Priorität auf Gesundheit und Erholung
Nachdem am Freitag seine Absage für das Turnier in Kanada bekannt gegeben wurde, um seiner Gesundheit Vorrang zu geben, hat Sinner am Sonntag beschlossen, in einem für ihn symbolischen Ort wieder zum Schläger zu greifen, und zwar auch auf Sandplätzen. Er trainierte in Innichen, seinem Geburtsort, wo er seine ersten Schritte im Tennis gemacht hat. Dort begann seine sportliche Laufbahn und dorthin ist er nun für ein Training zurückgekehrt.

Sinner hat mehrfach die Bedeutung seiner Familie und den Wert bestimmter für ihn wichtiger Orte hervorgehoben. Der 3 Zinnen Dolomites, ein Club mit Sandplätzen inmitten der Berge des Trentino, gehört genau zu diesen besonderen Orten. An dem Ort, an dem alles begonnen hat, hat Jannik beschlossen, wieder etwas zu trainieren, um sich auf die Hartplatzsaison in den USA vorzubereiten.
Training in den Dolomiten und Planung der US-Saison
Sein Comeback im Turnierbetrieb wird voraussichtlich in etwa zwei Wochen in Cincinnati erfolgen, dem zweiten der beiden Masters-1000-Turniere im Sommer, wo er 2024 gewonnen und 2025 das Finale erreicht hat, das er wegen eines Rückzugs gegen Alcaraz verlor. Nach einer Kreuzfahrt und dem Urlaub mit seiner Freundin Laila Hasanovic kann sich der Wimbledon-Sieger nun etwas Ruhe und kühlere Luft an den Orten gönnen, an denen er aufgewachsen ist. Dort ist er vor neugierigen Blicken geschützt und kann sich auf ruhige Tage verlassen.
Er bewegt sich im stillen Zuspruch seiner Heimat und der Orte, die ihn geprägt haben. Diese Umgebung hilft ihm, neue Energie zu sammeln. Sinner nutzt diese Phase bewusst, um sich physisch und mental auf die nächsten Herausforderungen vorzubereiten.
Sinner, der in Sexten aufgewachsen ist, betrieb zunächst Fußball, Ski und Tennis parallel. Tennis begann er intensiver zu spielen, als er etwa sieben Jahre alt war, und seine ersten Schritte machte er genau auf den Plätzen, auf die er gestern zurückgekehrt ist, exakt zwei Wochen nach seinem Triumph in Wimbledon. Diese Rückkehr ist für ihn sehr bedeutungsvoll und bestätigt die enge Verbindung des Weltranglistenersten zu seinen Wurzeln, der bereits fünf Grand-Slam-Titel gewonnen hat und nun in der 82. Woche an der Spitze der ATP-Weltrangliste steht.
Rückkehr zu den Wurzeln und Reaktionen des Heimatclubs
Im Club 3 Zinnen wurde er mit Freude und Begeisterung empfangen. Der Club veröffentlichte dazu diese Botschaft: „Wir sind stolz, den Weltranglistenersten wieder auf unseren Plätzen zu haben. Von seinen Wurzeln hier in den Dolomiten bis an die Spitze der Tenniswelt ist es immer etwas Besonderes, Jannik Sinner an den Ort zurückkehren zu sehen, an dem seine Reise begonnen hat. Es ist schön, dich wieder in Innichen zu haben, Jannik.“ Auf den Fotos ist zudem zu erkennen, dass sich auf den Tribünen nur eine begrenzte Zahl von Zuschauern befindet.
Die Atmosphäre wirkt wie bei einem normalen Sonntagstraining eines lokalen Spielers, nicht wie beim Training des aktuell besten Tennisspielers der Welt. Diese Ruhe gehört zu den wichtigsten Faktoren für Sinners Erfolg. Er ist nach Hause zurückgekehrt, mit unveränderter Motivation. Der Weg führt ihn von Wimbledon zurück nach Innichen.