„Ein Wahnsinn, was hier stattfindet“: Söder attackiert die Linke in Berlin heftig – und warnt die Grünen
Söder warnt Grüne und SPD vor Koalition mit der Linken in Berlin: „Ein Wahnsinn, was hier stattfindet“
Stand: 25.09.2026, 13:52 Uhr
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In Berlin könnten die siegreichen Linken eine rot-grün-rote Koalition schmieden. Aus zwei Gründen rät CSU-Chef Söder den Grünen und der SPD davon ab.
Berlin – Dass er die Grünen nicht leiden kann, hat Markus Söder immer wieder demonstriert. Aktuell hat Bayerns Ministerpräsident ein noch größeres Feindbild: die Linke, und allen voran die in Berlin. Die Ablehnung geht sogar so weit, dass er selbst die Grünen vor einer Koalition mit der Partei eindringlich warnt.

Der Grund ist der Vorwurf des Antisemitismus, der den Linken in den vergangenen Tagen entgegenschlägt. „Die Linkspartei ist tief antisemitisch. Die Linkspartei hier in Berlin insbesondere feiert Partys mit Clan-Chefs. Mag das in Einzelfällen möglicherweise sein, aber aus Sicht der Bürger ist das ein Wahnsinn, was hier stattfindet“, sagte Söder am Rande einer Sitzung des Bundesrates.
Weil niemand in Berlin mit der AfD koalieren möchte und es bei der Union einen Unvereinbarkeitsbeschluss auch mit der Linken gibt, kommen nur zwei Bündnisse infrage: Rot-Grün-Rot oder Schwarz-Grün-Rot. Über die erstgenannte und wahrscheinlichere Koalition ist Söder alarmiert. „Und mein Appell an Grüne und SPD hier in Berlin: zu überprüfen, mit wem man sich bindet. Ob die beiden wirklich mit einer linksextremen Gruppe eine Regierung bilden wollen und sich sogar hinter ihnen versammeln“, erklärt er. Zuvor hatte auch Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Cem Özdemir seine Partei vor einer Koalition mit den Linken gewarnt.
Söder warnt Grüne und SPD vor Koalition mit Linken in Berlin
Der CSU-Chef befürchtet, dass andere Bundesländer Berlin künftig noch mehr Geld im Rahmen des Länderfinanzausgleichs zahlen müssen, wenn dort „katastrophale Politik“ gegen Sicherheit, Polizei und Verfassungsschutz gemacht werde. Die von der Linken in Berlin geplanten Enteignungen von großen Wohnungsbaukonzernen bezeichnete Söder als „Sozialismus pur“.
Diese hätten zur Folge, dass sich Investoren aus Berlin zurückziehen, befürchtet Söder. Und da Berlin keine Chance habe, die Enteigneten finanziell zu entschädigen, drohe auch deutschen Finanz- und Kreditinstituten erhebliche regulatorische Turbulenz. Enteignungen seien „ein völlig falsches Signal“.
Die von Friedrich Merz geführte Bundesregierung möchte ein Bundesgesetz auf den Weg bringen, das die Enteignung bzw. Verstaatlichung von Wohnungsbaugesellschaften explizit verbietet. Söder hatte bereits im Mai in einer Regierungserklärung vor dem Bayerischen Landtag eine Initiative dazu im Bundesrat angekündigt. (Quellen: Nachrichtenagentur dpa, Regierungserklärung von Markus Söder vom 21. Mai 2026) (mt)