Standbetreiberin verkauft seit über zehn Jahren Hüte am Mainufer
Stand: 30.08.2026, 12:01 Uhr
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Beim Museumsuferfest in Frankfurt sind viele Händler seit Jahren dabei. Eine Verkäuferin berichtet jedoch von nur durchschnittlichem Absatz.
Wir verkaufen hier Handarbeit, und keinen Fummel aus Fernost“, sagt Manfred Engisch, während er ein gestricktes Stofftier begutachtet. Zusammen mit seiner Frau verkauft er beim Museumsuferfest Kunsthandwerk aus Simbabwe. Während er spricht, schlendern einige Menschen am Frankfurter Mainufer entlang. Der Auftakt des dreitägigen Festes am Freitag ist trotz des wechselhaften Wetters für viele einen Besuch wert. Manfred und Susanne Engisch sind dieses Jahr zum ersten Mal mit einem Stand dabei und extra aus dem Schwarzwald angereist.
Schon länger dabei ist Manfred Beuttler vom Antiquariat „Die Bookinisten“, an dessen Stand sich Bücher, Grafiken und Lithografien stapeln. „Ich sehe das hier ein bisschen als Kulturauftrag“, sagt Beuttler. Viele junge Menschen wüssten gar nicht mehr, was eine Lithografie sei. „Wenn Leute aus der jüngeren Generation zu mir kommen, sind sie oft ganz erstaunt, welche handwerklichen Fähigkeiten die Menschen damals hatten.“ Zudem habe er Spaß daran, mit neuen Leuten in Kontakt zu kommen.
Stimmung nicht überall überschwänglich
Für viele Standbetreiber:innen bedeutet die Veranstaltung einen Grund zur Freude. „Das Museumsuferfest ist jedes Mal fantastisch“, meint eine Frau, die Chaconne genannt werden möchte. Bereits seit über zehn Jahren verkaufe sie hier ihre Hüte.
Doch bei manch anderem ist die Stimmung nicht ganz so überschwänglich. „Ich bin schon seit vielen Jahren hier Standbetreiberin“, sagt Elif Tas, die Bowls verkauft. „Vom Absatz her ist es hier ganz okay – nicht besonders schlecht, aber auch nicht besonders gut.“ Für manche Besucher:innen scheint das Fest nichts Außergewöhnliches mehr zu sein. „Ich will einfach nur ein wenig über das Fest schlendern“, sagt ein älterer Herr. Eine andere Besucherin schließt sich ihm in diesem Punkt an. Sie selbst sei schon seit mehreren Jahren nicht mehr hier gewesen und wolle einfach mal wieder vorbeischauen. Bislang habe sie jedoch noch nichts Besonderes für sich entdecken können.
Lobestöne für die Besucher:innen findet dafür Friedrich Ende, der Upcycling-Produkte verkauft. „Es gibt hier ein großes, interessiertes Publikum.“ Auch die Vielfalt des Festes lobt der Standbetreiber. Wie die meisten anderen ist er seit vielen Jahren dabei.