Stiftung Warentest: Günstiger Ceranfeld-Reiniger erhält Bestnote „sehr gut (1,4)“
Stiftung Warentest Günstiger Ceranfeld-Reiniger erhält Bestnote „sehr gut (1,4)“
Service · Zahlreiche Glaskeramik-Reiniger wurden von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen und es gibt einen klaren Preis-Leistungs-Sieger.
14.09.2026 , 14:05 Uhr
Glaskeramik-Kochfelder sind empfindlich, wenn es um die Reinigung geht. (Symbolbild)
Foto: dpa-tmn/Silvia Marks
- Stiftung Warentest hat 17 Reiniger für Glaskeramik-Kochfelder getestet (Heft 07/2018).
- Laut Testbericht enthält die Hälfte der Ceranfeld-Reiniger umstrittenes Mikroplastik.
- Hinweis: Der angegebene Preis des Testsiegers entsprich der unverbindlichen Preisempfehlung (Stand: 9. Januar 2026).
Beim Kochen lassen sich Fettspritzer, angebrannte Rückstände oder übergekochtes Wasser auf Glaskeramik-Kochfeldern kaum vermeiden. Die Reinigung ist oft mühsam. Spezielle Kochfeld-Reiniger sollen Abhilfe schaffen und eine schnelle, gründliche Säuberung ermöglichen. Die Stiftung Warentest hat deshalb verschiedene Produkte getestet und bewertet – darunter Reiniger in flüssiger Form, als Paste oder als Putzstein.
Testsieger bei Cerankochfeld-Reinigern
Der Test von Stiftung Warentest zu Glaskeramikreinigern fällt überwiegend positiv aus. Von 17 geprüften Produkten erhielten drei die Note „sehr gut“, acht weitere schnitten mit „gut“ ab. Kritisch bewerteten die Tester allerdings den Einsatz von Mikroplastik, das in rund der Hälfte der Reiniger nachgewiesen wurde.
Als einziger Reiniger erzielte der etwas sperrig benannte „Bosch/Siemens/Neff Clean Kochfeldreiniger (250 ml)“ in allen vier Testkategorien – Reinigung, Materialschonung, Handhabung und Umwelteigenschaften – die Bestnote „sehr gut (1,4)“. Das Produkt wird als Zubehör für die Marken Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau angeboten und stammt aus dem gleichen Konzernverbund der BSH Hausgeräte GmbH.
Auch günstige Glaskeramik-Reiniger machen „sehr gut“ sauber
Da der Test inzwischen mehr als sieben Jahre zurückliegt, ist für Verbraucher entscheidend, ob sich die Rezeptur seitdem verändert hat. Nur so können Käufer sicher sein, tatsächlich noch den damaligen Testsieger in den Händen zu halten. Auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung teilte eine Unternehmenssprecherin mit, dass die Zusammensetzung des Reinigers seit dem Test unverändert geblieben sei. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 8,95 Euro.
Verbraucher, die vor allem eine besonders starke Reinigungsleistung zu einem deutlich günstigeren Preis suchen, finden laut Stiftung Warentest mehrere geeignete Alternativen. Welche Produkte dies im Einzelnen sind, lässt sich kostenlos im vollständigen Testbericht von Stiftung Warentest zu Glaskeramikreinigern nachlesen.
Kochfeld-Reiniger im Test: So ging Stiftung Warentest vor
Stiftung Warentest hat 16 Glaskeramikreiniger geprüft, darunter überwiegend flüssige Produkte sowie eine Paste und einen Putzstein. Zusätzlich wurden eine Scheuermilch sowie exemplarisch Glaskeramik-Schwämme und -Schaber mitgetestet. Der Einkauf erfolgte zwischen November 2017 und Januar 2018.
- Reinigen (60 Prozent): Getestet wurde, wie effektiv die Mittel typische Verschmutzungen wie eingebrannte Soßen, Milchreste, Reisstärke und schillernde Beläge von Glaskeramik entfernen.
- Materialschonung (10 Prozent): Prüfer untersuchten, ob die Reiniger das Kochfeld mechanisch oder chemisch angreifen, etwa durch Kratzer oder dauerhafte Flecken.
- Handhabung (15 Prozent): Bewertet wurden Dosierung, Reinigungs- und Polieraufwand sowie Verständlichkeit und Vollständigkeit der Gebrauchsanleitung.
- Umwelteigenschaften (15 Prozent): Analysiert wurden mögliche Gewässerbelastungen durch Inhaltsstoffe, der Verpackungsaufwand pro Anwendung sowie Herstellerangaben zu Mikroplastik.
Abwertungen: Bestimmte Mängel, etwa schwache Reinigungsleistung oder enthaltenes Mikroplastik, führten zu automatischen Abwertungen des Gesamturteils.
Effektiv und umweltschonend: So reinigen Sie Ihr Kochfeld richtig
Wenn beim Kochen etwas daneben geht, empfiehlt Stiftung Warentest, den ersten Schmutz mit einem Lappen oder Metallschaber zu entfernen. Anschließend lässt sich Eingebranntes vorsichtig mit einer sauberen Klinge abkratzen. Sobald das Kochfeld abgekühlt ist, kann der Reiniger verwendet und mit einem Küchenpapier verteilt werden. Nachdem sich der Schmutz gelöst hat, lassen sich die Reste mit einem feuchten Tuch entfernen.
Zum Schluss sollte gründlich nachgewischt werden, um sicherzustellen, dass keine Rückstände des Reinigers auf der Oberfläche bleiben. Die Verbraucherorganisation rät der Umwelt zuliebe, ein Papiertuch zu verwenden, das im Müll entsorgt werden kann, um das Abwasser nicht zu belasten.
Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde seit seiner Erstveröffentlichung am 13. August 2023 aktualisiert, überarbeitet und mit Künstlicher Intelligenz optimiert. Der Inhalt wurde von der Redaktion überprüft.