Streit bei Republikanern: Senatorin blockiert Trumps Richterwahl


USA

Streit bei Republikanern: Senatorin blockiert Trumps Richterwahl

Die US-Senatorin Blackburn verweigerte die erforderliche Zustimmung. Der Grund für ihr Vorgehen war zunächst unklar

Mehrere Personen in formeller Kleidung bewegen sich in einem Gebäude mit Marmorfliesen auf dem Boden. Eine Frau im Mittelpunkt des Bildes trägt einen beige-braunen Anzug. Im Hintergrund sind Sicherheitskräfte und andere Personen sichtbar. Das Bild wurde in einem offiziellen Gebäude aufgenommen.
Die US-Senatorin Marsha Blackburn in Washington.

Washington/Nashville (Tennessee) – Die republikanische US-Senatorin Marsha Blackburn hat mit einem seltenen Schritt einen von Präsident Donald Trump nominierten Richterkandidaten aus ihrem eigenen Staat Tennessee vorerst blockiert. Der Anwalt aus dem Rechtsberaterstab des Weißen Hauses, Samuel Adkisson, sollte am Mittwoch vor dem Justizausschuss des Senats angehört werden. Dazu kam es jedoch nicht, da Blackburn laut einem Ausschussmitarbeiter ihre Zustimmung in Form eines sogenannten "Blue Slip" verweigerte.

Senatoren müssen diese nach der Farbe des Formulars benannten Dokumente einreichen, damit Richterkandidaten aus ihren Bundesstaaten überhaupt im Ausschuss behandelt werden. Der Grund für Blackburns Vorgehen war zunächst unklar. Eine Anfrage bei ihrem Büro blieb unbeantwortet.

"Atemberaubende Entwicklung"

Das Weiße Haus nannte Adkisson in einer Stellungnahme "einen der brillantesten jungen konservativen Anwälte des Landes", der ein "hervorragender Richter" sein werde. Trump selbst hatte Adkisson bei der Nominierung im vergangenen Monat für seine Arbeit an "zahlreichen wichtigen Fällen" gelobt. Während Tennessees anderer republikanischer Senator, Bill Hagerty, die Wahl begrüßt hatte, äußerte sich Blackburn nicht öffentlich zu der Nominierung. Ein Verbündeter Trumps, Mike Davis, nannte Blackburns Entscheidung auf der Plattform X eine "atemberaubende Entwicklung" und einen "schweren Fehler". (APA, 1.10.2026)

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