Sturz-Drama um Tour-de-France-Star: Zweimaliger Champions muss aufgeben
Stand: 19.07.2026, 17:55 Uhr
Brutaler Schock bei der Tour de France: Top-Favorit Jonas Vingegaard ist schwer gestürzt und musste das wichtigste Radrennen der Welt aufgeben.
Le Markstein Fellering – Brutales Drama bei der Tour de France: Der zweimalige Gesamtsieger Jonas Vingegaard ist auf der vierten Etappe schwer gestürzt. Für den dänischen Kletterkönig ist das wichtigste Radrennen damit vorzeitig beendet. Erste Berichte von der Strecke zeichnen ein besorgniserregendes Bild. Das folgenschwere Unglück ereignete sich in einer schnellen und unübersichtlichen Passage des Rennens.

In einer Kurve verlor Vingegaard bei hohem Tempo die Kontrolle über sein Arbeitsgerät und kam schwer zu Fall. Fernsehbilder zeigten den sichtlich gezeichneten Kapitän des Teams Visma-Lease a Bike, der minutenlang am Straßenrand medizinisch versorgt werden musste. Mehrere Teamkollegen und Betreuer eilten sofort zur Unfallstelle, doch schnell wurde klar, dass eine Weiterfahrt absolut unmöglich war.
Das Aus bei der Tour de France für den großen Favoriten Vingegaard
Mit dem vorzeitigen Ausscheiden von Vingegaard verliert die Tour de France einen ihrer absoluten Top-Stars und den großen Herausforderer im Kampf um das Gelbe Trikot. Der Däne, der das Rennen in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt hatte, wurde unter großen Schmerzen in einem Krankenwagen abtransportiert und für weitere Untersuchungen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Genauere Diagnosen zu seinen Verletzungen stehen derzeit noch aus, die Sorge in der Radsportwelt ist jedoch riesig. Der Ausfall Vingegaards wirft den gesamten Rennverlauf der diesjährigen Tour komplett über den Haufen. Visma-Lease a Bike verliert damit seine wichtigste taktische Option und muss die Strategie für die kommenden Pyrenäen- und Alpen-Etappen grundlegend überdenken.
Für die Konkurrenz, allen voran Tadej Pogačar, verändert sich die Ausgangslage im Kampf um den Gesamtsieg noch einmal, da der härteste Kontrahent der letzten Jahre nun unfreiwillig aus dem Weg geräumt ist. Unmittelbar nach dem schweren Sturz sind im Fahrerfeld und bei den Experten die Diskussionen über die Sicherheit der Fahrer neu entbrannt. Die besagte Kurve in der Abfahrt galt bereits im Vorfeld als extrem gefährlich und technisch anspruchsvoll.
Fahrer und Teamchefs fordern angesichts solcher Vorfälle immer lauter, dass der Radsport-Weltverband UCI und die Tour-Organisatoren der Streckensicherheit bei Höchstgeschwindigkeit deutlich mehr Priorität einräumen müssen. Für Vingegaard ist die verletzungsbedingte Aufgabe der Tour ein weiterer schwerer Rückschlag in einer ohnehin von Rückschlägen geprägten Karrierephase.
Statt des angepeilten Hattricks in Paris wartet auf den Dänen nun ein langer Weg zurück in den Rennsattel. Die Radsport-Community hofft inständig, dass die medizinischen Untersuchungen in der Klinik keine gravierenden Knochenbrüche oder Langzeitschäden offenbaren, damit der Ausnahmekönner bald wieder ins Renngeschehen eingreifen kann. (mah)