Tagesfahrt nach Saarburg: Rosenfreunde besuchen „Klein-Venedig“
Tagesfahrt nach Saarburg Rosenfreunde besuchen „Klein-Venedig“
Zweibrücken · Der Zweibrücker Verein erkundet am Samstag, 22. August, Saarburg. Dazu gehören unter anderem eine Schifffahrt, ein Stadtrundgang zum bekannten Wasserfall und eine Führung in der „Kulturgießerei“. Auch Gäste sind herzlich willkommen.
13.08.2026 , 18:15 Uhr
Die eigentliche Geschichte der Stadt begann mit dem Bau der Burg. Erstmals erwähnt wurde die Saarburg in einem Vertrag vom 17. September 964. Die Rosenfreunde Zweibrücken werden bei ihrem Tagesausflug viel Interessantes über die Stadt an der Saar erfahren.
Foto: Roland Morgen
(red) Die Rosenfreunde Zweibrücken starten zu ihrer nächsten Tagesfahrt nach Saarburg am Samstag, 22. August, um 9 Uhr an der Festhalle Zweibrücken. „Die andauernde Hitzeperiode verlangt nach Abkühlung und zieht die Menschen ans Wasser. Und dazu hat das charmante Saarburg einiges zu bieten“, erklärt die Vereinsvorsitzende Martina Becker. An der Saar gelegen wird die malerische Stadt mit ihrem Wasserfall und den Grachten in der Altstadt gerne auch als „Klein Venedig“ bezeichnet.
Der Stadtrundgang entlang am Leukbach führt die Teilnehmer der Tagesfahrt zum Buttermarkt, dem pulsierenden Mittelpunkt mit dem 20 Meter in die Tiefe stürzenden Wasserfall, und zu „Klein Venedig“ mit den romantischen alten Fachwerkhäusern und kleinen Brücken über den Bach. Der gemütliche alte Stadtkern mit kleinen Geschäften und einladenden Cafés lädt zum Verweilen ein.
Ein Blick in den Wassergraben zeigt die historische „Hackenberger Mühle“ mit ihren Mühlrädern, die heute ein Museum ist. Bis zum Jahre 1974 wurde hier Getreide gemahlen. Gegenüber befindet sich das „Amuseum“, ebenfalls ein historisches Gebäude, die frühere kurfürstliche Mühle. In diesem Gebäude oberhalb des Wasserfalls wurde schon um 1900 Strom produziert, damals mit einem Wasserrad und einem Generator, ab 1936 mit einer Francis-Turbine. Die Stadt Saarburg hat das Wasserkraftwerk im Jahr 2023 aufwendig generalsaniert. Dieses kann im Keller des Museums besichtigt werden. Neben der Wasserkraftanlage werden im „Amuseum“ die traditionellen Saarburger Handwerkerberufe Glockengießer, Drucker, Gerber, Schiffer und Apotheker gezeigt.
„Das Glockengießen hat in Saarburg alte Tradition. Die heutige Kulturgießerei ist jetzt ein Museum auf dem ehemaligen Areal der Glockengießerei Mabilon, die wir besuchen werden“, sagt Martina Becker. Mehr als 230 Jahre lang wurden hier von der Gießerfamilie Mabilon, deren Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, Glocken gegossen. Die Gießstätte ist unverändert als Museum und Kulturdenkmal erhalten. „Bei unserer Führung werden wir viel Wissenswertes über die alte Handwerkskunst erfahren. Vom Zeichenzimmer, in dem die Meister den Glockenton berechneten, über den Lehmraum bis zum Kronenzimmer und der Gießhalle spiegelt sich ein Produktionszeitraum vieler Jahrhunderte wider. 2002 wurde die letzte Glocke gegossen“, führt Martina Becker weiter aus.
Oberhalb von Saarburg thront die gleichnamige Burganlage, die im Jahr 964 von Graf Siegfried von Luxemburg erbaut wurde. Sie ist eine der ältesten Höhenburgen im Westen Deutschlands. Im 11. Jahrhundert kam die Anlage an das Erzbistum Trier. Sie ist heute eine frei zugängliche Ruine. Am Hang sind Ziegen eingesetzt, die den Bewuchs pflegen. Der steile, aber machbare Aufstieg belohnt den Besucher mit einer großartigen Aussicht über Saarburg. Die Burg kann auf eigene Faust im Anschluss an den Besuch der „Kulturgießerei“ erkundet werden.
Interessant sind auch die Fenster des Künstlers Werner Persy in der evangelischen Kirche in Saarburg. Die Fenster im Chorraum haben die christlichen Hauptfeste Weihnachten, Ostern und Pfingsten zum Motiv, während die Rosetten über den Seitenfenstern im Langhaus Darstellungen von möglichem heute gelebtem christlichen Glauben zeigen.
Das Thema Wasser wird von den Rosenfreunden am Nachmittag durch die „König Johann Rundfahrt“ per Schiff auf der Saar erneut aufgegriffen. Die 75-minütige Schiffstour – benannt nach dem blinden König Johann von Böhmen – führt die Zweibrücker vorbei an malerischen Weinbergen und historischen Orten bis zur Schleuse Serrig und zurück.
Für die Mittagszeit ist individuelle Verpflegung vorgesehen, zum Beispiel in der Innenstadt. Auch auf dem Schiff gibt es die Möglichkeit, sich mit Kaffee, Kuchen oder einem Snack zu stärken. Den Tag beschließen die Rosenfreunde traditionell mit einem gemeinsamen Abendessen. „Im ‚Restaurant am Wasserfall’ lassen wir den Tag in gemütlicher Runde ausklingen“, sagt die Vorsitzende.
Die Rückkunft an der Festhalle in Zweibrücken ist gegen 21.30 Uhr geplant. Der Kostenbeitrag für den Ganztagesausflug beträgt für Mitglieder 50 Euro, Nichtmitglieder, die ausdrücklich eingeladen und willkommen sind, zahlen 60 Euro. Darin sind die Kosten von sieben Euro pro Person für Eintritt und Führung in der „Kulturgießerei“ sowie 16 Euro pro Person für die Schifffahrt enthalten. Kinder zahlen die Hälfte.
Verbindliche Anmeldung bitte bei Eva Rauch, Tel. (0 63 32) 1 74 10.