Iran stellt neue, tödlichere Waffe vor: Für die USA könnte sie im Nahen Osten verheerende Folgen haben
Tarnkappenfähig, schneller, tödlicher: Iran stellt neue Selbstmorddrohne vor
Stand: 28.07.2026, 13:24 Uhr
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Irans Revolutionsgarden sind im Besitz einer neuen, tödlichen Waffe. Diese könnte US-Streitkräfte im Nahen Osten vor neue Herausforderungen stellen.
Irans Drohne Hadid 110 hat ein Upgrade erhalten. Nun fliegt sie niedriger, schneller und ist schwerer zu entdecken. Mit Strahlantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 480 km/h wurde die neue Tarnkappendrohne gebaut, um die US-Luftverteidigung zu umgehen. Das Islamische Revolutionsgardenkorps (IRGC) erklärte, die Drohne sei in den vergangenen zwei Wochen erstmals eingesetzt und auf US-Stützpunkte und Kriegsschiffe in der Region abgefeuert worden.
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Dieser Artikel von Akhtar Makoii entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk
Bei der Drohne handelt es sich um eine weiterentwickelte Variante der bisherigen Standardversion Hadid 110: eine Waffe, die iranische Offizielle als eine ihrer leistungsfähigsten ansehen. Die Selbstmorddrohne wurde im vergangenen Jahr erstmals Ali Chamenei vorgeführt, bevor der damalige Ayatollah in den israelisch-us-amerikanischen Luftangriffen Ende Februar getötet wurde.

Was die neue Hadid 110 auszeichnet, sind vorrangig Geschwindigkeit und Tarnung. Während die meisten iranischen Angriffsdrohnen von Propellern angetrieben und langsam sind, verfügt dieses Modell über ein Turbojet-Triebwerk, das sie laut iranischen Quellen auf knapp 509 km/h beschleunigt und zur schnellsten bekannten iranischen Drohne macht. Sie wird mit einem Feststoff-Booster gestartet, der sie auf Geschwindigkeit und Höhe bringt, bevor das Strahltriebwerk zündet, was einen raschen Einsatz direkt aus dem Feld ermöglicht. Die Geschwindigkeit verschafft ihr einen enormen Vorteil auf dem Schlachtfeld.
Neue Fähigkeiten erhöhen den Druck auf amerikanische Luftabwehr
Luftverteidigungssysteme funktionieren, indem sie eine anfliegende Bedrohung entdecken, verfolgen und rechtzeitig einen Abfangflugkörper darauf abfeuern. Je schneller das Ziel, desto weniger Zeit bleibt dem Verteidiger, diese Kette zu durchlaufen. Die neue Hadid 110 ist darauf ausgelegt, dieses Zeitfenster zu verkleinern und ihr Ziel zu erreichen, bevor die Geschütze und Raketen, die es schützen, reagieren können. Ihre Form ist darauf ausgelegt, sie vor Radar zu verbergen, und Irans Experten beschreiben sie als nahtlose, schraubenlose Zelle.
Der s-förmige Lufteinlass auf der Oberseite des Rumpfes verbirgt die Fanblätter des Triebwerks, während radarabsorbierendes Material die Außenseite überzieht. Die Hadid 110 trägt einen Sprengkopf mit einem Gewicht von 30 Kilogramm und verfügt über eine Schlagreichweite von rund 354 Kilometern. Außerdem kann sie etwa eine Stunde lang in der Luft bleiben. Das reicht aus, um wichtige Ziele relativ nahe der iranischen Küste zu zerstören, macht sie aber nicht zu einer strategischen Langstreckenwaffe.
Symbol für technologische Eigenständigkeit und innere Machtverschiebungen
Irans Verantwortliche geben an, die Drohne sei vollständig im eigenen Land konstruiert worden. Ob das stimmt, ist unklar – im Konflikt wurde der Iran sowohl von China als auch von Russland unterstützt. Doch der Anspruch ist entscheidend für die Bedeutung der Drohne im Iran jenseits des Schlachtfelds. Jahrelange Sanktionen haben Teheran von moderner westlicher Avionik, Triebwerken und Materialien abgeschnitten, die eine zeitgemäße Luftwaffe benötigt, und seine bemannte Flotte ist ein Museum alter amerikanischer und russischer Jets, die das Land kaum noch warten kann.
Jede neue Waffe ist zudem entscheidend dafür, das Kräfteverhältnis innerhalb der iranischen Streitkräfte neu zu ordnen. Heute werden ballistische Raketen und Drohnen im Iran nicht von der regulären Armee kontrolliert, sondern vom IRGC und dessen Luftwaffe. Jeder Fortschritt in diesem Arsenal vertieft die Dominanz der Revolutionsgarden über die konventionellen Streitkräfte und verschafft ihren Kommandeuren mehr Einfluss auf Entscheidungen über Krieg und Frieden. Der Krieg hat diese Verschiebung beschleunigt.
Machtvakuum im Teheran der Kriegszeit
Mit dem getöteten Obersten Führer und Mojtaba Chamenei, seinem zurückgezogen lebenden Nachfolger, der noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten ist, ist die tatsächliche Autorität zu den Männern gewandert, die die Raketen und Drohnen befehligen. Die neue Waffe, mitten im Krieg präsentiert, ist mehr als nur eine Machtdemonstration – sie ist eine Erklärung der Absichten des IRGC. Das Auftauchen der Drohne fiel mit einer ungewöhnlichen Wendung im Krieg zusammen.
Nach zwei Wochen eskalierender Angriffe scheinen beide Seiten ihre Schläge eingestellt zu haben, ohne dass ein Waffenstillstand verkündet wurde – eine stille, nicht eingestandene Pause statt eines ausgehandelten Waffenstillstands. Es ist eine fragile Atempause. Iran hat die Straße von Hormus geschlossen, geschworen, den Krieg auszuweiten, und darauf bestanden, Washington nicht die Bedingungen diktieren zu lassen.
Fragile Pause, geschlossene Straße von Hormus und US-Sorgen
„Wir werden Amerika nicht gestatten, den Zeitpunkt von Krieg und Frieden zu bestimmen“, sagte Esmail Baghaei, ein Sprecher des Außenministeriums, und fügte hinzu, Iran werde sich „so lange wie nötig verteidigen“. Er wies die US-Kampagne als verzweifelt zurück; ein Krieg, der Iran zur Kapitulation zwingen sollte, habe Washington stattdessen fünf Monate später „in einem Morast feststecken“ lassen, sagte er.
Er bestätigte, dass Iran und Oman darüber verhandeln, wie die Schifffahrt durch die Meerenge ohne US-Beteiligung geregelt werden könne, solange der Seeweg wegen „von den USA verursachter Unsicherheit“ geschlossen bleibe. Donald Trump erklärt, die Pause diene dazu, Zeit für die Wiederaufnahme von Gesprächen zu gewinnen. Ihm wurde mitgeteilt, dass den USA die Abfangraketen ausgehen – genau jene, die benötigt werden, um die neue Hadid 110 zu stoppen. Vorerst dauert die Pause an.