Millionen Fans von Taylor Swift freut es: Viele finden dieses Insekt eklig, aber jetzt heißt es wie eine Grammy-Preisträgerin
Taylor Swift ist eine Wanze? Warum dieses Insekt wie der Weltstar heißt
Stand: 10.09.2026, 18:00 Uhr
Kommentare
Ein winziges Tier aus Australien trägt den Namen eines Grammy-prämierten Weltstars. Dahinter steckt mehr als ein Fan-Moment: eine kuriose Spurensuche.
Taylor Swift begeistert Fans, die sogenannten Swifties, weltweit. Ihre Musik füllt Stadien und sie hat sogar messbaren Einfluss auf die Politik. Nun führt ihr Name in eine ganz andere Welt: die Insektenforschung. Was Swift mit den Krabblern verbindet und worauf eine kuriose Namensgebung aufmerksam machen soll, ist eine ungewöhnliche Verknüpfung von Naturforschung und Popkultur – und ganz viel Stolz für das große Pop-Idol.

Forscher der University of California, Riverside, haben eine neue Weichwanzen-Gattung und gleich vier Arten nach Taylor Swift benannt. Die Gattung heißt Swiftiephylus. Die Arten tragen die Namen Swiftiephylus taylorae, Swiftiephylus amator, Swiftiephylus intrepidus und Swiftiephylus poetorum. Sie beziehen sich auf Swift sowie auf die Alben „Lover“, „Fearless“ und „The Tortured Poets Department“. Die Studie erschien im Fachjournal „Insect Systematics and Evolution“.
Aussehen und Namensgebung der Swiftiephylus-Weichwanzen
Die Tiere gehören zur Familie der Weichwanzen, wissenschaftlich Miridae, und ernähren sich von Pflanzen. Mit mehr als 11.000 beschriebenen Arten ist diese Familie der Universität die größte Familie der echten Wanzen. Die vier Arten sind eng mit australischen Allocasuarina-Pflanzen verbunden. Als Schädlinge für Menschen oder Tiere sind sie nicht bekannt. Auch die mit ihnen verbundenen Bäume und Sträucher schädigen sie laut den Forschern nicht. Der Gattungsname Swiftiephylus verbindet Swiftie mit Phylus, einem häufig verwendeten Bestandteil für diese Insektengruppe.
Als lebenslangem Swiftie fühlte es sich für mich authentisch an, Taylor auf diese Weise zu ehren und zugleich auf die Vielfalt der Insekten aufmerksam zu machen, die noch entdeckt werden muss.
Auch Taylor Swifts Aussehen floss in die Namenswahl ein. Schroeder verwies laut der University of California, Riverside auf blondes Haar und rote Lippen als bekannte Merkmale der Sängerin. Die Tiere sind blassgelb und tragen rote Akzente. „Im wissenschaftlichen Paper bezeichne ich sie als blond“, sagte Sarah Schroeder laut der Universität. Die Artnamen sind lateinische Formen von Taylor, Lover, Fearless und Poets.

Auffällig sind die hellen Körper mit rot-orangen Strukturen. Sie ähneln den Blüten der Allocasuarina, auch She-Oaks genannt. Sarah Schroeder, Doktorandin und Mitautorin der Studie, vermutet laut der University of California, Riverside, dass diese Färbung der Tarnung zwischen den Blüten dienen kann. Bei verwandten Wanzen auf denselben Pflanzen wurde eine ähnliche Färbung beobachtet.
Die Exemplare selbst waren schon lange bekannt, aber noch nicht beschrieben. Amerikanische und australische Forscher sammelten sie zwischen 1995 und 2004 bei einem Biodiversitätsprojekt. Mehr als 50.000 Tiere kamen damals zusammen. Schroeder und ihre Betreuerin Christiane Weirauch untersuchten später 593 Exemplare aus zwei Museumssammlungen. Dabei ordneten sie die Tiere verschiedenen Entwicklungslinien zu. Hier mehr zur Hochzeit von Taylor Swift in New York.
Warum der Name Taylor Swift dem Insektenschutz helfen soll
Für Schroeder zeigt die Geschichte, warum Taxonomie wichtig bleibt. „Wenn wir Arten nicht beschreiben, wissen wir nicht, dass sie existieren, und können sie nicht schützen“, sagte Sarah Schroeder laut der University of California, Riverside. Der ungewöhnliche Name soll Aufmerksamkeit auf Tiere und Insektenschutz lenken. Aus alten Museumsschubladen führt so eine Spur in die Popkultur. Hier können Sie lesen, wie Taylor Swift auf dem Konzert in Nashville begeistert hat.