Terror in Berlin: Ahornbaum und Regenbogenbank erinnern an Anschlag beim CSD


Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days lädt ein neuer Gedenkort im Tiergarten zum Innehalten ein. Er drückt auch Solidarität mit queeren Menschen aus.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP,

bda

Aktualisiert am 6. August 2026, 14:19 Uhr

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Die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Mitte, Stefanie Remlinger (Grüne, vorne links) entfernt im Tiergarten am Ort des CSD-Anschlags das rot-weiße Band von einer neu aufgestellten regenbogenfarbenen Bank. Zuvor wurde ein französischer Ahorn auf der anderen Seite des Weges gepflanzt. © Soeren Stache/​dpa

Knapp zwei Wochen nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin gibt es einen neuen Gedenkort. Anstelle des Baumes, der infolge des Anschlags im Tiergarten gefällt werden musste, wurde ein neuer Baum gepflanzt. Zudem ließ das Bezirksamt Mitte dort eine Bank in Regenbogenfarben aufstellen.

Der neue Ahornbaum am Tatort wird durch ein schützendes Metallgitter umfasst, an dem Menschen Karten, Fotos, Blumen und persönliche Botschaften anbringen können, ohne ihn zu beschädigen. Die Bank soll laut Bezirksamt zum Innehalten und zur stillen Anteilnahme einladen sowie Solidarität mit der queeren Community und das gemeinsame Eintreten für eine offene und demokratische Gesellschaft zum Ausdruck bringen.

Menschen bekunden im Tiergarten weiter Solidarität mit Opfern

Bei dem Terroranschlag am 25. Juli war ein islamistischer Attentäter mit einem Van in eine Menschengruppe gefahren und mit dem Fahrzeug anschließend gegen den Baum geprallt. Danach griff der 21-Jährige – vermutlich mit einer Machete – weitere Menschen an, bevor er floh. Eine Frau wurde getötet und 31 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Attentäter in Berlin-Spandau bei dem Versuch, ihn festzunehmen.

Am Tatort nahe dem Brandenburger Tor hinterließen Menschen nach dem Anschlag an mehreren Stellen Blumen, Kränze, Trauerbekundungen und sonstige Botschaften. Bis heute kommen viele Menschen in den Tiergarten, um den Anschlag zu verarbeiten und der Opfer zu gedenken.