Tölzer Löwen schießen Peiting ab: 10:2 – drei Tore in 34 Sekunden


Stand: 13.10.2026, 23:23 Uhr

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Der Torhüter ist geschlagen: Kilian Kathan vollstreckt seinen Penalty für die Tölzer Löwen clever zum 7:1.

Der Torhüter ist geschlagen: Kilian Kathan vollstreckt seinen Penalty für die Tölzer Löwen clever zum 7:1. © Oliver Rabuser

Die Tölzer Löwen feiern mit dem 10:2 gegen den EC Peiting ihren höchsten Saisonsieg. Gefürchtete Peitinger Topscorer wie Carson Briere blieben über weite Strecken unsichtbar.

Bad Tölz – 10:2, der höchste Saisonsieg bisher. Die Tölzer Löwen solide, aber der Grund für ihren Kantersieg am Dienstagabend war der Gegner: Der EC Peiting, von den Ergebnissen her nicht schlecht in die Saison gestartet, kam völlig harmlos und ungeordnet auf das Tölzer Eis. Von den gefürchteten Topscorern Carson Briere und John MacKinnon, oder auch Ex-Löwen-Routinier Lubor Dibelka war über weite Strecken nichts zu sehen. Die Löwen spielten, was nötig war, vergaben zunächst wieder etliche Chancen, bis Julian Lautenschlager und Toms Prokopovics erstmals trafen. Der Auftakt zu einem Schaulaufen mit regelmäßigen Treffern, einer klaren Statistik von 60:21 Torschüssen und einem deutlichen Resultat. „Ich bin sehr zufrieden, alle Spieler haben eine sehr gute Leistung gezeigt“, sagt Löwen-Trainer Axel Kammerer.

Die Tölzer Löwen jubeln nach dem 2:0 - nicht zum letzten Mal gegen Peiting. Allein Toms Prokopovics (li.) trifft dreimal.

Die Tölzer Löwen jubeln nach dem 2:0 - nicht zum letzten Mal gegen Peiting. Allein Toms Prokopovics (li.) trifft dreimal. © Oliver Rabuser

Rekordverdächtig: Drei Tore innerhalb von 34 Sekunden, und der Kas war gebissen. Peiting zu harmlos. Einzig als Briere gleich nach Wiederbeginn im zweiten Drittel per Konter auf 1:2 verkürzte, war so etwas wie ein Lebenszeichen der Gäste zu sehen. Doch Alexander Fichtner stellte den alten Vorsprung postwendend wieder her. „Da hatten wir die Kontrolle wieder“, sagt Kammerer. Und spätestens mit dem Dreierpack zum 6:1 Mitte des Mitteldrittels war das Spiel entschieden. Kammerer: „Das war der Knackpunkt. Danach haben wir es souverän nach Hause gespielt.“ Erneut der wieder sehr umtriebige Prokopovics, „er hat sehr viel Energie reingebracht“, stellte im Powerplay auf 4:1, 10 Sekunden (!) danach traf Ismailcan Sahanoglu zum 5:1 und weitere 22 Sekunden später schloss Sandro Schönberger zum 6:1 ab. Kilian Kathan erhöhte wenig später per Penalty auf 7:1 – sehr clever ließ er Tommi Steffen aussteigen.

Der Peitinger Torhüter löste bereits nach dem ersten Schuss wegen eines Formfehlers Bartholomäus Oswald im Peitinger Kasten ab, der später wieder zurückkehrte –, und hatte gleich mal eine freie Scheibe vor sich, die Topi Piipponen nur noch an den Pfosten geschlenzt bekam. Gegen Sahanoglu, der völlig frei vor ihm durchkam, blieb er noch Sieger. „Wir hatten schon am Anfang sehr viele Torchancen, hatten viel Bewegung drin, sowohl auf den Beinen als auch an der Scheibe“, sagt Kammerer. Später hatte Oswald nicht mehr viel auszurichten. Auch eine Peitinger Auszeit direkt nach dem 1:6 brachte keine Besserung bei den Gästen.

Den Löwen war‘s egal. Justin Braun erhöhte auf 8:1, bevor das Spiel fast nur noch mit Special-Teams auf dem Eis zu Ende ging: Fichtner musste vorzeitig zum Duschen wegen Kniechecks, Prokopovics schnürte in Unterzahl seinen Dreierpack zum 9:1, Naumann verkürzte bei weiterlaufenden fünf Minuten Unterzahl für Tölz auf 2:9. Musste allerdings wenig später auf der anderen Seite der Strafbank Platz nehmen – genau wie Dominik Zerhoch mit 2+2 Strafminuten. Zerhochs hohem Stock fiel Topi Piipponens Lippe zum Opfer. Der Finne konnte nach kurzer Behandlung weiterspielen. Und auch der Löwen-Topscorer Yannick Wenzel blieb nicht ohne Zähler: Er drosch die Scheibe in der Schlussphase zum 10:2-Endstand ins Netz. Auch Johannes Haßmann und Quirin Schlager, die ihr Punktspieldebüt in dieser Saison für die Löwen gaben, bescheinigt Kammerer eine gute Leistung.