Mysteriöser Fall aus Indien: Totgeglaubte Frau steht 27 Monate nach Einäscherung vor der Tür


Totgeglaubte kehrt zurück: Inderin taucht 27 Monate nach ihrer Einäscherung wieder auf

Stand: 08.09.2026, 13:40 Uhr

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Eine Statue auf einem Friedhof

Eine Statue auf einem Friedhof. (Symbolbild) © IMAGO/Arnulf Hettrich

Ein rätselhafter Fall aus Lucknow beschäftigt die indische Polizei: Eine totgeglaubte 28-Jährige steht plötzlich wieder vor der Tür ihrer Familie. Nun stellt sich die Frage: Wer war die Leiche?

Lucknow – „Wessen Leiche war es, wenn nicht meine?“, fragt die totgeglaubte Frau nach ihrer Rückkehr. Der mysteriöse Fall aus der nordindischen Großstadt Lucknow sorgt derzeit international für Aufsehen. Die 28-jährige Shivani galt seit Mai 2024 als spurlos verschwunden. Kurz darauf fand die Polizei eine stark verweste Leiche in einem örtlichen Abwasserkanal. Die Familie erkannte die Tote aufgrund persönlicher Gegenstände, darunter ein Armband und ein Ring, zweifelsfrei als Shivani.

Der Leichnam wurde anschließend eingeäschert. Gegen Shivanis Ehemann und seine Familie wurden schwere Vorwürfe erhoben: Sie sollen die junge Frau im Streit um eine Mitgift misshandelt und getötet haben. Doch 27 Monate später kam die Wende: Shivani kehrte völlig unerwartet in ihr Elternhaus im Stadtteil Navikot Nandana zurück. Ihr Auftauchen versetzte Angehörige und Ermittlungsbehörden in Schock und zwang die Polizei, den gesamten Fall neu aufzurollen.

Wie die Hindustan Times berichtet, ergaben DNA-Tests kurz nach der Einäscherung, dass die DNA der Verstorbenen nicht mit der von Shivanis Familie übereinstimmte. Aufgrund der anfänglichen Fehlidentifizierung durch die Angehörigen war die Einäscherung jedoch bereits vollzogen.

Verwirrung um Aufenthaltsort

Bei den polizeilichen Befragungen gab Shivani an, in den vergangenen zwei Jahren bei einem Mann namens Javed gelebt zu haben, der eine öffentliche Toilettenanlage verwaltet. Er habe ihr schließlich geraten, zu ihren Eltern zurückzukehren, was sie jedoch lange verweigerte. Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit, ob Shivanis Aufenthalt bei Javed freiwillig war oder ob andere Umstände vorlagen. Wie Israel Hayom berichtet, sucht die Polizei intensiv nach dem Mann, um Shivanis Angaben zu überprüfen und ihre genauen Schritte während der Abwesenheit nachzuvollziehen.

Der Fall beleuchtet zudem die anfänglichen Beschuldigungen gegen Shivanis Ehemann und seine Verwandten. Die Anklage wegen Misshandlung und Mord im Zusammenhang mit der Mitgift beruhte überwiegend auf der Annahme, dass die im Abwasserkanal gefundene Leiche Shivani zuzuordnen sei. Erst negative DNA-Testergebnisse führten dazu, dass die Ermittlungen eingestellt wurden, wie die Zeitung Lokmat berichtet.

Die Strafverfolgungsbehörden stehen nun vor einer Doppelaufgabe: Sie müssen klären, wessen Leiche vor über zwei Jahren im Abwasserkanal gefunden wurde, und gleichzeitig Shivanis ursprüngliches Verschwinden umfassend aufarbeiten. Die junge Frau soll in Kürze einem Richter vorgeführt werden, um ihre offizielle Aussage zu Protokoll zu geben. (Redaktion)