Insolvenz von Traditionsbäckerei aus Bayern : Familienbetrieb in fünfter Generation – so steht es um die Filialen
Traditionsbäckerei aus Bayern insolvent – Familienbetrieb in fünfter Generation kämpft ums Überleben
Stand: 16.09.2026, 19:52 Uhr
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Eine Bäckerei aus Bayern muss Insolvenz anmelden. Die Filialen bleiben vorerst geöffnet. Der Geschäftsführer hofft auf eine Wende durch das Verfahren.
Lupburg – Wieder eine Insolvenz. Und wieder trifft es ein alteingesessenes Familienunternehmen. Die Bäckerei Maier GmbH aus Lupburg in der Oberpfalz hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das geht aus einer Mitteilung vom 15. September 2026 hervor. Die Filialen der Traditionsbäckerei bleiben trotz Insolvenz vorerst geöffnet.

Das Amtsgericht Nürnberg hat der Mitteilung zufolge bereits am 3. September die vorläufige Insolvenz-Verwaltung über das Vermögen der Bäckerei GmbH angeordnet. Patrick Meyerle von der Pluta Rechtsanwalts GmbH wurde als vorläufiger Insolvenz-Verwalter eingesetzt. Der Jurist soll nun in den kommenden Wochen einen Investorenprozess durchführen, um die Bäckereien erhalten zu können.
Traditionsbäckerei aus Bayern insolvent – so soll es mit den Filialen weitergehen
Die Bäckerei Maier aus Lupburg ist ein Familienunternehmen, das bereits in der fünften Generation geführt wird. Aktuell unterhält man sechs Fachgeschäfte in den Landkreisen Neumarkt und Regensburg. Die GmbH betreibt eine Backstube und den Hauptverkauf in Lupburg selbst sowie ein Café in Parsberg und Filialen und Backshops in Lupburg, Seubersdorf, Beratzhausen und Hemau.
Der Geschäftsbetrieb wird vorerst in allen Geschäften weitergeführt. Alle sechs Fachgeschäfte sind laut Mitteilung trotz Insolvenz regulär geöffnet. Die knapp 50 Mitarbeiter der Bäckerei sind bereits über die Insolvenz informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind für die kommenden drei Monate durch das Insolvenzgeld abgesichert.
Als Grund für die Insolvenz werden besonders die „erheblich gestiegenen Kosten“ für Energie und Rohstoffe sowie Betriebsstoffe genannt. Parallel musste die Bäckerei aber auch mit rückläufigen Umsätzen kämpfen. Man spüre die Kaufzurückhaltung der Kunden, heißt es. Geschäftsführer Florian Maier meint: „Wir haben in den vergangenen Monaten alles darangesetzt, die gestiegenen Kosten aufzufangen. Das ist uns trotz großer Anstrengungen nicht ausreichend gelungen.“ Man habe deshalb nun „frühzeitig“ gehandelt, um eine „Perspektive für unseren Familienbetrieb und unsere Mitarbeiter zu finden“.
Der Insolvenzverwalter prüft nun die wirtschaftliche Situation und verschiedene Sanierungsoptionen. Das Ziel sei es das Unternehmen „langfristig fortführen“ zu können, so Insolvenzverwalter Patrick Meyerle. Sein Team hat demnach einen Investorenprozess eingeleitet. Erste Gespräche mit Interessenten hätten sogar schon stattgefunden.
In der aktuellen wirtschaftlichen Krise müssen etliche Traditionsbetriebe Insolvenz anmelden. Auch jahrhundertealte Unternehmen trifft die Pleitewelle. Besonders energieintensive Firmen, wie Bäckereien haben zu kämpfen. Doch die Kaufzurückhaltung trifft alle Branchen. Auch eine große Baumarktkette nannte dies als Grund für die Insolvenz.