Vergessene Krankheit tötet Vierjährige: Eltern glaubten, Impfung löse Autismus aus – mit fatalen Folgen


Tragödie in Palermo: Kind stirbt an Diphtherie – Eltern lehnten Impfung ab

Stand: 22.08.2026, 06:14 Uhr

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Diphtherie ist der Grund für den Tod eines vierjährigen Mädchens in Palermo – es war ungeimpft. Die Krankheit galt in Italien als ausgerottet.

Palermo – Anna Rosa Bartolotta, 4 Jahre alt, ist in der vergangenen Nacht im Krankenhaus Civico in Palermo an Diphtherie gestorben, einer schweren bakteriellen Infektion, gegen die es seit Langem einen obligatorischen Impfstoff gibt und die Herz, Nieren und Nervensystem schädigen kann. Die Krankheit gilt in Italien seit mehr als zehn Jahren als verschwunden.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Corriere della Sera

Die Vierjährige, Tochter von impfkritischen Eltern, war auf Wunsch der Eltern nicht geimpft worden. Nach ihren Angaben gegenüber den Ärzten war das Paar überzeugt, der Autismus eines Cousins sei auf den Dreifachimpfstoff zurückzuführen. Das Kind wurde am Samstag in schwerem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, intubiert und angesichts der sich ständig verschlechternden Lage auf die Intensivstation des Kinderkrankenhauses verlegt. Von dort aus versuchten die Ärzte auf jede erdenkliche Weise, sie zu retten.

Notaufnahme eines italienischen Krankenhauses (Symbolbild)

Diphtherie ist der Grund für den Tod eines vierjährigen Mädchens in Palermo – es war ungeimpft. Die Krankheit galt in Italien als ausgerottet. © IMAGO / Independent Photo Agency Int.

Sie unternahmen auch einen verzweifelten Versuch, indem sie das Mädchen in die Herzchirurgie verlegten, um sie an die Maschine für die extrakorporale Zirkulation (Ecmo) anzuschließen. Leider verstarb das Kind in der Nacht von Mittwoch (19. August) auf Donnerstag (20. August).

Die Gefahren einer Diphtherie und Bedeutung einer Impfung

Der Leichnam wurde von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt, die eine Autopsie angeordnet hat. Wie von Maria Giovanna Faiella erläutert, ist die Diphtherie eine schwere bakterielle Erkrankung, die selbst bei vorhandener Therapie in fünf bis zehn von hundert Fällen tödlich verläuft. Sie wird hauptsächlich über die Luft übertragen, befällt das Herzgewebe, die Nieren, die Leber und das Nervensystem und kann auch dauerhafte Schäden verursachen.

Die wirksamste Strategie gegen Diphtherie bleibt die vorbeugende Impfung. In Italien gibt es den Sechsfach-Impfstoff, der neben Diphtherie auch vor Tetanus, azellulärer Pertussis, Poliomyelitis, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ B schützt. Diese Impfung gehört zu den zehn in unserem Land obligatorischen Impfungen für die Altersgruppe von null bis 16 Jahren, wie in einem umfassenden Impfleitfaden der Gesundheitsredaktion erläutert wird.