Treffen in Washington - Xi lädt Trump zu Gegenbesuch in China ein


Chinas Staats- und Parteichef Xi hat US-Präsident Trump zum Abschluss seines Staatsbesuchs in Washington zu einem nächsten Treffen in die Volksrepublik eingeladen. Trump sagte zu und erklärte, man werde miteinander im Gespräch bleiben.

25.09.2026

US-Präsident Donald Trump (2.v.r.) und First Lady Melania Trump (r.) stehen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping (2.v.l.) und seiner Frau Peng Liyuan (l.) vor dem Weißen Haus.

Chinas Staatschef Xi in den USA (Jacquelyn Martin / AP / dpa)

Xi zufolge haben er und Trump in den vergangenen drei Tagen unter anderem über globale Konflikte wie die Lage im Nahen Osten und den Ukraine-Krieg gesprochen. Xi erklärte bei einer Teestunde im Weißen Haus, die Beziehungen zu den USA seien geprägt von strategischer Stabilität auf der Basis von Respekt, Fairness und Gegenseitigkeit.

Viel Pomp und Gloria für Xi, aber wenig Konkretes

Trump bezeichnete den Besuch von Xi als "sehr produktiv und positiv für beide Länder". Laut dem US-Botschafter in China, Perdue, soll Trump auch heikle Themen angesprochen haben. So habe er Xi zum Beispiel gesagt, dass die chinesische Unterstützung für den Iran inakzeptabel sei. In Bezug auf den Handelsstreit mit China verkündeten die USA, dass man sich auf eine Verlängerung der Zollpause um zwei Monate verständigt habe.

Xis Besuch in den USA geht heute zu Ende. Konkrete Details der Gespräche wurden kaum bekannt. ARD-Korrespondent Samuel Jackisch

kam vor dem Hintergrund von ”Pomp und Gloria” beim Empfang in Washington zu der Einschätzung : "Das Zeremonienprotokoll ist der Kern dieses Staatsbesuches."

Ex-US-Botschafter Burns: "Xi lässt sich nicht von Schmeicheleien beeinflussen"

Der frühere US-Botschafter in Peking, Nicholas Burns, nannte den opulenten Empfang fehlgeleitet. Er sagte dem US-Sender PBS, er habe selbst viel Zeit mit Xi verbracht und ihn als hartnäckig und pragmatisch erlebt. "Seine Gesamtstrategie besteht darin, die Vereinigten Staaten zu untergraben." Burns betonte: "Ich glaube nicht, dass sich Xi Jinping von Schmeicheleien beeinflussen lässt." Trump hatte ihn unter anderem persönlich am Flughafen empfangen und ein Staatsbankett im Weißen Haus gegeben.

Für den chinesischen Präsidenten ist es die erste USA-Reise seit 2023, als er zum Apec-Wirtschaftsgipfel nach Kalifornien gereist war. Das nächste Treffen mit Trump könnte wieder auf einem Apec-Gipfel stattfinden - am 18. und 19. November in Shenzhen. Der US-Präsident bestätigte seine Teilnahme.

Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.