Treue Nutzer: 61 Prozent der Deutschen verwenden noch Festnetztelefon
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Treue Nutzer: 61 Prozent der Deutschen verwenden noch Festnetztelefon
Im vergangenen Jahr waren es noch 10 Prozent mehr. Unter den 70- bis 79-Jährigen liegt die Quote der Nutzerinnen und Nutzer eines klassischen Telefons bei 89 Prozent
Heidelberg – Eine Umfrage des Vergleichsportals Verivox ergab, dass 61 Prozent der Deutschen zu Hause noch ein klassisches Telefon verwenden. Damit sinkt die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer um 10 Prozentpunkte im Vergleich zu 2025. Die Nutzung ist auch in Deutschland schon seit längerem rückläufig, weil vielen Menschen das Handy ausreicht. Wegen Flatrate-Tarifen zahlen sie für Gespräche mit dem Mobiltelefon auch nicht mehr als mit dem Festnetz-Telefon.
Das Marktforschungsunternehmen Innofact hatte im Auftrag von Verivox im Juli 1000 Menschen befragt, die zwischen 18 und 79 Jahre alt waren. Je älter, desto stärker ist die Festnetz-Nutzung verbreitet: Waren es bei den 18- bis 29-Jährigen nur 42 Prozent, so waren es bei den 70- bis 79-Jährigen 89 Prozent.
Nur noch jeder Zehnte nutzt das Festnetz-Telefon täglich. 39 Prozent gaben an, gar keinen stationären Telefonanschluss mehr zu nutzen. Die Hälfte davon - also gut 19 Prozent der Befragten - hat nach eigener Aussage sogar Zugriff auf eine Festnetz-Leitung, da dieser Übertragungsweg in ihrem Internetvertrag enthalten ist - sie nutzen ihn aber nicht.
Seltene Nutzung
Und selbst bei Festnetz-Nutzern kann es passieren, dass das Gerät zwischenzeitlich verstaubt: 18 Prozent sagten, sie würden das klassische Telefon nicht einmal "mehrmals im Monat", sondern nur "zumindest gelegentlich" nutzen.
Der Telekommunikationsexperte Jörg Schamberg von Verivox begründet das sinkende Interesse mit Handytarifen, in denen es keine Extrakosten pro Gesprächsminute gibt (Flatrate) und das monatliche Datenvolumen besonders groß ist - dann kann man auch über Chatdienste auf dem Smartphone Gespräche per Audio oder Video führen, ohne befürchten zu müssen, dass das Datenvolumen bald aufgebraucht sein könnte.
Außerdem sei das Handynetz besser geworden, sagt Schamberg. "Es gibt weniger Regionen, in denen nicht stabil mit dem Handy telefoniert werden kann." Er sieht die Folgen der schlechten Wirtschaftslage als einen weiteren Grund für den Trend weg vom Festnetz: "Wer aufs Geld achten muss, verzichtet häufiger auf einen Festnetzanschluss und erledigt so viel wie möglich via Smartphone." (APA, 23.8.2026)
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