Iran-Krieg: Trump provoziert: „Sollen sie doch Los Angeles ausschalten“


Wichtige Updates

US-Militär zog wohl Bomber wegen Gefahr iranischen Drohnenangriffs ab

Jemens Regierung kündigt Großoffensive gegen Huthi-Miliz an

USA schicken offenbar weiteren Flugzeugträger 

Wieder ein Tanker in der Straße von Hormus unter Beschuss

Leonhard Rosenauer

Donald Trump: Iran kann Los Angeles oder San Diego auslöschen

US-Präsident Donald Trump hat mit Äußerungen zum Iran-Krieg erneut eine Welle der Kritik ausgelöst. Trump bezeichnete den Krieg als einen "kleinen Preis", den man zahlen müsse, um die Sicherheit der Welt und der USA zu gewährleisten. "Sollen sie doch Los Angeles ausschalten. Sollen sie doch San Diego ausschalten. Das ist ein sehr geringer Preis, und es wird sehr bald vorbei sein“, sagte Trump über den Iran weiter.

Die beiden Städte liegen im demokratisch regierten Kalifornien. Der liberale Bundesstaat wurde bereits in der Vergangenheit Ziel verbaler Attacken des Präsidenten. Die neuesten Äußerungen fielen bei einem Wahlkampfauftritt am Montag in Nebraska.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom nannte Trump daraufhin "verrückt und gefährlich". Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, sagte, die Äußerungen gegen die Stadt "könnten unsere Sicherheit gefährden“.

Leonhard Rosenauer

US-Präsident will Bürger mit steuerfreiem Diesel vor Zwischenwahlen entlasten

Angesichts der massiv gestiegenen Treibstoffpreise in den USA hat Präsident Donald Trump gut einen Monat vor den Kongress-Zwischenwahlen per Dekret den Zugang zu steuerfreiem Diesel für Autofahrer erweitert. Trump unterzeichnete am Montag eine entsprechende Anordnung, die es allen Bürgern erlaubt, diese Diesel-Art zu kaufen, die sonst landwirtschaftlichen Maschinen und nicht für den Straßenverkehr bestimmten Fahrzeugen vorbehalten ist.

Die Anordnung werde „die Beschränkung auf den Geländeeinsatz offiziell aufheben und es jedem ermöglichen, steuerfreien, rot gefärbten Diesel für beliebige Zwecke zu erwerben“, sagte Trump am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Nebraska. Der Präsident räumte dabei ein, dass ihm der Kraftstoff nicht vertraut sei. „Ich weiß beim besten Willen nicht, was das ist, aber was auch immer es ist – es soll sehr gut sein“, scherzte er.

Leonhard Rosenauer

Ölpreise steigen nach Berichten über Beschuss in Straße von Hormus leicht

Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen Handel nach den Verlusten am Vorabend wieder etwas an Boden gutgemacht.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember stieg zuletzt um gut ein halbes Prozent auf 100,89 US-Dollar. Am späten Montagnachmittag waren die Ölnotierungen unter Druck geraten, bis dann am späten Abend eine Gegenbewegung einsetzte.

In der Straße von Hormus ist unterdessen einem Bericht zufolge erneut ein Tanker unter Beschuss geraten. Das berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X unter Berufung auf den Kapitän. Am Montag sei zudem ein Schiff, das auf der Einfahrt in die Straße von Hormus unterwegs war, von den iranischen Revolutionsgarden angewiesen worden, umzukehren, andernfalls würde das Schiff zum Ziel eines Angriffs.

Leonhard Rosenauer

Explosionen in Riad – Huthis weiten Angriffe in Saudi-Arabien aus

Inmitten des eskalierenden Konflikts mit den Huthis im Jemen ist Saudi-Arabiens Hauptstadt am Montagabend von lauten Explosionen erschüttert worden. Sie folgten demnach auf frühere Detonationen am selben Tag. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz erklärte, sie habe den internationalen Flughafen von Riad, eine Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco sowie mehrere weitere Ziele in dem Königreich angegriffen.

Zeitgleich meldete die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen die Zerstörung von Huthi-Stellungen in Hodeida an der Küste des Roten Meeres. Der Sprecher der Koalition, Turki al-Malki, erklärte am Montagabend im Onlinedienst X, die Seestreitkräfte hätten „Waffendepots sowie Einrichtungen zur Lagerung von mit Sprengfallen versehenen Booten und Seeminen zerstört“. Zudem habe die Koalition einen „geplanten Angriff“ auf Schifffahrtswege im südlichen Roten Meer vereitelt.

Oskar Schulz

US-Militär zog wohl Bomber wegen Gefahr iranischen Drohnenangriffs ab

Die Vereinigten Staaten haben ihre Langstreckenbomber US-Medien zufolge aus Sorge vor einem möglichen iranischen Drohnenangriff von einem Militärstützpunkt in Großbritannien abgezogen. Es habe dringende Bedenken vor einem potenziellen komplexen Angriff – angeordnet von den iranischen Revolutionsgarden – gegeben, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf über die Angelegenheit informierte US-amerikanische und europäische Beamte.

Der geplante Angriff war demnach Teil eines vielschichtigen iranischen Komplotts, der darauf abzielte, die Flugzeuge anzugreifen und Personal auf dem Stützpunkt RAF Fairford zu töten, darunter auch US-Piloten.

Auch das Nachrichtenportal "Axios" berichtete gestützt auf US-Beamte, dass der Anlass für den Abzug von rund einem Dutzend B-1-Bombern am Wochenende Geheimdienstinformationen gewesen seien, die auf einen möglichen iranischen Drohnenangriff hindeuteten. 

Oskar Schulz

Erneut Angriffe auf Schiffe in Straße von Hormus

In der Straße von Hormus ist einem Bericht zufolge erneut ein Tanker unter Beschuss geraten. Das berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X unter Berufung auf den Kapitän. Das Schiff wurde demnach am Abend (MESZ) von einem unbekannten Projektil getroffen. In der Folge sei ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen. Informationen über Verletzte gab es laut der UKMTO-Meldung zunächst nicht.

UKMTO meldete am Montag zudem mehrere Vorfälle aus den Vortagen nach. Demnach wurde am Samstag ein Tanker mit Rohöl oberhalb der Wasserlinie von einem unbekannten Geschoss getroffen. Am Sonntag sei ebenfalls ein Öltanker von unbekannten Geschossen getroffen worden. Nur rund zwei Stunden davor sei ein Flüssiggastanker getroffen worden. 

Tobias Köberlein

Rubio: Abzug von US-Bombern keine Reaktion auf Terrordrohung

Der Abzug der US-Langstreckenbomber von einem Militärstützpunkt in Großbritannien steht laut US-Außenminister Marco Rubio nicht in direktem Zusammenhang mit mutmaßlichen Terrordrohungen. "Ich würde das nicht unmittelbar mit der Entscheidung über die Verlegung in Verbindung bringen", sagte Rubio vor Journalisten. Grundsätzlich sei die Verlegung "nichts Ungewöhnliches".

Das Pentagon hatte zuvor bestätigt, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind. Zu den Hintergründen äußerte sich weder die US- noch die britische Regierung. Nahe dem Stützpunkt waren Ende September fünf Männer unter Terrorverdacht festgenommen worden. In den folgenden Tagen wurde ein sechster Verdächtiger festgenommen. Alle befinden sich unter Auflagen auf freiem Fuß.

Tobias Köberlein

US-Regierung billigt Waffenverkäufe an Emirate und Kuwait

Die US-Regierung hat ein Rüstungsgeschäft mit den Vereinigten Arabischen Emiraten im Wert von einer Milliarde Dollar (rund 889 Millionen Euro) genehmigt. Das Außenministerium in Washington erklärte, es gehe um 10.000 Steuerungseinheiten vom Typ APKWS zur Umwandlung von Raketen in Präzisionswaffen. Dies werde die Fähigkeit des Golfstaats zur Selbstverteidigung verbessern und die Zusammenarbeit mit US-Streitkräften in der Region, erklärte das Ministerium.  

Die US-Regierung genehmigte überdies ein Rüstungsgeschäft im Wert von 400 Millionen Dollar mit Kuwait. Es umfasst Reparatur- und Rückführungsdienste für Patriot-Raketen. Kuwait könne damit „seine Landesverteidigung stärken“, erklärte das Außenministerium in Washington.

In dem vor sieben Monaten von den USA und Israel begonnenen Iran-Krieg hatte Teheran immer wieder Ziele in den Golfstaaten angegriffen. Dabei setzte der Iran Raketen und Drohnen ein.

Tobias Köberlein

Huthi-Angriffe: Türkei und Pakistan entsenden Truppen nach Saudi-Arabien

Vor dem Hintergrund der Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen auf Saudi-Arabien haben die Türkei und Pakistan die Entsendung von Truppen zur Unterstützung des Königreichs bekannt gegeben. Sie hätten sich darauf geeinigt, „unverzüglich mit der Umsetzung des gegenseitigen Verteidigungsabkommens“ zu beginnen, erklärten die drei Länder in einer gemeinsamen Stellungnahme nach einem Treffen in Riad am Montag. Die „vereinbarten Streitkräfte und militärischen Mittel“ sollten „schnell im Königreich stationiert“ werden.

Vertreter der drei Länder trafen sich am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung in der saudiarabischen Hauptstadt. Dabei verurteilten sie die jüngsten Angriffe auf Saudi-Arabien, insbesondere auf die heiligen Städte Mekka und Medina, ohne die vom Iran unterstützten Huthis beim Namen zu nennen. Aus der gemeinsamen Stellungnahme ging nicht hervor, welche Aufgaben die Truppen nach ihrer Ankunft in Saudi-Arabien übernehmen sollten.

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien nach Angriff erneut geschlossen

Nach neuen Angriffen hat Saudi-Arabien die wichtige Ost-West-Pipeline wieder geschlossen. Der Betrieb sei nach einer Attacke auf eine Pumpstation am Sonntag eingestellt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag von einer Quelle im saudiarabischen Energiesektor. Bei dem Angriff auf die östlich der Hauptstadt Riad gelegene Pumpstation in Churais sei ein „großer Schaden“ entstanden.

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hatte am Sonntag nach eigenen Angaben Raketen- und Drohnenangriffe auf Anlagen des saudiarabischen Ölkonzerns Aramco in Riad und Churais geflogen.

Die Ost-West-Pipeline war seit Beginn des Iran-Kriegs bereits mehrfach ins Visier genommen worden. Nach einem Angriff vor gut drei Wochen wurde der Betrieb der rund 1200 Kilometer langen Leitung nach Angaben der Analysefirma Kpler für elf Tage unterbrochen.

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Iranischer Ölminister Paknedschad zurückgetreten

Der iranische Ölminister Mohsen Paknedschad ist nach Angaben des Präsidialamts in Teheran zurückgetreten. Zum Interimsnachfolger wurde per Dekret der Chef des staatseigenen Ölkonzerns National Iranian Oil Company, Hamid Boward, ernannt, wie der staatliche Sender Irib am Sonntag unter Berufung auf eine Erklärung des Büros von Präsident Massud Peseschkian berichtete.

Im Iran bilden sich wegen des Kriegs in der Golfregion immer wieder lange Schlangen vor Tankstellen. Der Krieg hatte Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen. 

Philipp Luther

Philipp Luther

Huthi-Miliz meldet Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert. Ein Huthi-Sprecher teilte auf Telegram mit, die Gruppe habe zwei Standorte des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Riad sowie im Gebiet von Churais mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Eine unabhängige Bestätigung des Konzerns für Treffer liegt bislang nicht vor.

Der Sprecher begründete den Beschuss mit vorherigen Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Die Angriffe auf die Hauptstadt Sanaa in der Nacht zu Sonntag reklamierte das von Saudi-Arabien unterstützte Militär der jemenitischen Regierung für sich. 

Philipp Luther

Philipp Luther

Jemens Regierung kündigt Großoffensive gegen Huthi-Miliz an

Die international anerkannte Regierung des Jemens beginnt eine umfassende Militäroperation gegen die Huthi-Miliz. Nach Angaben von Raschad al-Alimi, Mitglied des Präsidialen Führungsrats, erstrecken sich die geplanten Einsätze auf alle aktiven Frontlinien im Land. Ziel der Offensive sei die Rückeroberung sämtlicher Regionen, die sich derzeit unter der Kontrolle der Miliz befinden. Seine Ankündigung verbreitete der regierungsnahe Fernsehsender Yemen TV. 

Al-Alimi sagte weiter, er habe die Armee, die Sicherheitsbehörden und alle militärischen Verbände angewiesen, mit der Ausführung ihrer Missionen zu beginnen, «bis das Land aus dem Griff der Huthi-Miliz befreit ist». Er warf den vom Iran unterstützten Huthi vor, auf Deeskalationsbemühungen mit weiterer Mobilisierung und Eskalation zu reagieren und gleichzeitig ihre Angriffe und Drohungen gegen Zivilisten, nationale Einrichtungen, Nachbarländer und globale Schifffahrtsrouten auszuweiten.

Aino Akay

Aino Akay

USA schicken offenbar weiteren Flugzeugträger 

Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten. Das berichten das „Wall Street Journal“ und das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf US-Beamte. Demnach wird erwartet, dass neu entsandte Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Matrosen dort bis Ende November eintreffen. Laut dem „Wall Street Journal“ stocken die USA ihre Truppenpräsenz in der Region um 9.000 bis 10.000 Soldaten auf. 

Die Berichte schüren Spekulationen, dass die USA nach den wichtigen Parlamentswahlen Anfang November neue Angriffe auf den Iran starten könnten. Auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem „Time“-Magazin, sagte US-Präsident Donald Trump zuletzt schlicht: „Möglich“. 

Das „WSJ“ und «Axios» berichteten übereinstimmend, der Flugzeugträger „USS Theodore Roosevelt“ habe seinen Heimathafen in San Diego am Sonntag verlassen. Am Montag seien weitere Schiffe – darunter ein amphibisches Angriffsschiff – ausgelaufen, hieß es. 

Aino Akay

Aino Akay

Wieder ein Tanker in der Straße von Hormus unter Beschuss

In der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist nach britischen Angaben erneut ein Tanker angegriffen worden. Das in der Meerenge fahrende Schiff sei am Donnerstag von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Die Besatzung war demnach in Sicherheit, zu dem Schaden wurde noch nichts bekannt. 

Die Behörde machte weder Angaben zur Route des Tankers noch zu seiner Flagge. Auch wurde nicht mitgeteilt, ob das Schiff Rohöl oder Flüssigerdgas (LNG) transportierte.

Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hatte die Führung in Teheran am Vortag nach eigenen Angaben eine Antwort aus Washington auf ihren jüngsten Vorschlag erhalten. Konkrete Angaben zum Inhalt machte Teheran nicht.

Der Iran und die USA hatten die indirekten Gespräche für ein Ende des Kriegs in der vergangenen Woche am Rande der UN-Generaldebatte in New York wiederaufgenommen. Teheran stellt eigenen Angaben zufolge sieben Bedingungen für eine Ende der Angriffe und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. US-Präsident Donald Trump hatte den iranischen Vorschlag bereits am Wochenende zurückgewiesen.

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