TV Hersfeld verliert 31:37 – ein Mann trifft 16-mal für Bieberau


Stand: 04.10.2026, 07:00 Uhr

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Auftakt nach Maß: Aufsteiger TV Hersfeld hat in seinem ersten Regionalliga-Spiel den TV Hüttenberg II mit 28:27 bezwungen. Im Bezirksoberliga-Derby besiegte die Reserve des TVH die HSG Werra/Landeck deutlich mit 35:22.

Sie waren zufrieden mit dem TVH-Auftritt in Groß-Bieberau: Trainer Michael Stock (links) und Kai Hüter. © Friedhelm Eyert

Der TV Hersfeld unterliegt bei der HSG Groß-Bieberau, hält das Ergebnis aber lange offen. Rückraumspieler Lasse Reinhardt steuert elf Tore bei.

Groß-Bieberau – Tapfer gewehrt und letztlich das Ergebnis in Grenzen gehalten: Mit einer 31:37 (17:19)-Niederlage kehrten die Handballer des TV Hersfeld am Samstag vom Auswärtsspiel bei der HSG Groß-Bieberau zurück.

Nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Spielweise war aus Sicht des TVH mehr als achtbar. Michael Stock, der zusammen mit Kai Hüter das Trainergespann bildet, war mit seinem Team sehr zufrieden. „Wir haben Bieberau vor Aufgaben gestellt“, sagt der Coach. „Es war ein gutes Spiel von uns. Wir haben gut gekämpft, alles reingehauen.“

Die Gäste aus Nordhessen überrumpelten Groß-Bieberau mit einer starken Deckung. „Wir haben hoch gestanden und gut verteidigt“, lobt Stock die Defensive. „Da gibt es überhaupt nichts zu meckern.“

Überdies stellte sich die Fußverletzung von Rückraumspieler Lasse Reinhardt als nicht so schwerwiegend heraus. „Es war nicht so arg, wie zunächst befürchtet“, erzählt Stock. „Er hat seine Einsatzbereitschaft signalisiert und auch während des Spiels kaum Probleme.“

Sein Einsatz war eminent wichtig. Mit elf Toren war Reinhardt einer der besten Werfer seines Teams. Dicht gefolgt von Jannik Bachus, der achtmal traf. In die Bredouille brachten die Hersfelder die Gastgeber vor allem am Anfang. Nach fünf Minuten führte der TVH 4:2 und 4:3, nach sieben Minuten 6:5, ehe Spieler wie Leon Davind oder Robin Hübscher zunächst eingriffen – Groß-Bieberau riss die Führung an sich. Dann schlug die Stunde von Kevin Kunzendorf. Bieberaus bester Rückraumspieler stellte die Führung von 11:9 auf 15:10 und 16:12. Aber selbst dieser Vorsprung sollte noch nicht die Vorentscheidung bedeuten. „Wir haben unsere Schwächephasen deutlich verkürzen können“, sagt Stock.

Kay Becker, Bachus, Sven Wiegel und Julius Hasselbach konnten tatsächlich noch einmal auf 17:19 verkürzen. Wie viel Einsatzbereitschaft gerade die Talente des TVH zeigten, wurde in dieser Phase deutlich, in der Noah Hüter zwei Zeitstrafen hintereinander kassierte. Und Bachus trotzdem zum 21:23 traf.

Ehe Kunzendorf wieder zuschlug. Der beste Rückraumspieler warf insgesamt 16 Tore, davon waren zwei Siebenmeter. „Er ist eben ein Ausnahmespieler in dieser Liga, trifft aus den unmöglichsten Winkeln“, sagt Stock. Die Hersfelder haben am kommenden Wochenende wieder spielfrei, bevor sie am zweiten Lollswochenende, 17. Oktober, auf Dotzheim/Schierstein treffen.