Ukraine-Krieg aktuell: Kiew greift Putins Schattenflotte an – hohe Verluste für Russland
Stand: 11.07.2026, 11:49 Uhr
Kommentare
Aktuelle News zum Ukraine-Krieg: Angriffe auf russische Schiffe im Asowschen Meer. Russland beschießt erneut Kiew. Der Ticker.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Verluste für Russland – Ukraine-Krieg aktuell: Kiew gibt neue Zahlen bekannt.
- Sanktionen gegen Russland – Ukraine-Krieg aktuell: US-Senatoren einigen sich mit Trump-Regierung.
Die Ukraine hat in der Nacht auf Freitag (11. Juli) massiv russische Schiffe im Asowschen Meer angegriffen. Der Generalstab in Kiew bestätigte Treffer auf 21 Tankern. Die betroffenen Tanker gehören demnach zur sogenannten Schattenflotte Russlands und dienen dem Transport von Öl und Erdölprodukten unter Umgehung internationaler Sanktionen – Einnahmen, die Moskau zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs nutzt. Außer den Tankern wurden auch vier Schlepper, zwei Frachtschiffe und ein Baggerschiff getroffen. Robert „Magyar“ Browdi, Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, meldete via Telegram später sogar Treffer auf insgesamt 28 russischen Schiffen.

Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Verluste für Russland
Am Morgen hat Kiew neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1490 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,4 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden 74 Artilleriesysteme und fast 1300 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg.
- Soldaten: 1.417.770 (+1490 zum Vortag)
- Panzer: 12.116 (+8)
- Artilleriesysteme: 45.754 (+74)
- Mehrfach-Raketenwerfer: 1924 (+1)
- Luftabwehrsysteme: 1485 (+4)
- Drohnen: 401.925 (+1294)
Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew unter Raketenbeschuss
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht auf Samstag erneut unter Raketenbeschuss geraten. Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit. Sie riefen die Menschen auf, sich in Schutzräume zu begeben. Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete von mehreren Angriffswellen. Mindestens zehn Menschen wurden bei den Angriffen verletzt. Unter den Opfern sei auch ein Kind, teilte der Katastrophenschutz mit.
Bei den nächtlichen Attacken auf Kiew sei es in mehreren Bezirken zu Bränden gekommen. Nach vorläufigen Angaben Tkatschenkos gab es Schäden in einem Stadtbezirk im Ostteil der Stadt. Im Westteil Kiews brach demnach ein Brand in einem Bürogebäude aus. Zudem sei ein unbewohntes Gebäude beschädigt worden.
Sanktionen gegen Russland
Unterdessen zeichnen sich in den USA verschärfte Russland-Sanktionen ab: Die Gesetzgebung solle bald umgesetzt werden, erklärten die republikanischen Senatoren Lindsey Graham und Roger Wicker und ihre Kollegen von der Demokratischen Partei, Richard Blumenthal und Jeanne Shaheen. Es gehe um „Instrumente, die einen hohen Preis von denjenigen verlangen, die russisches Öl und Gas kaufen und damit Putins Kriegsmaschinerie antreiben“, erklärten die vier Kongressmitglieder. Details der Einigung nannten sie nicht.
Im US-Senat wurde zuletzt ein Gesetzentwurf diskutiert, der hohe Strafzölle gegen Länder ermöglichen soll, die weiter Öl und Erdgas aus Russland importieren. Trump erklärte bereits im Herbst, er sei damit grundsätzlich einverstanden. Die USA hatten unter Trump zwischenzeitlich solche Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen Indien verhängt. Sie wurden aber im Februar wieder aufgehoben, nachdem sich das Land verpflichtet hatte, auf russische Energieimporte zu verzichten. (Quellen: dpa, AGP, Reuters) (cs)