Ukraine-Krieg: Russland meldet schweren Angriff auf Kiew


Ukraine-Krieg: Russland meldet schweren Angriff auf Kiew

Live-Blog Bericht: Putin schlägt Trump und Xi Ukraine-Gipfel vor +++ Trump will Moskau am Verhandlungstisch halten +++ Rubio verteidigt Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland +++ Der Newsblog.

Beschädigtes Wohnhaus im Kiew: Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Moskau einen schweren Angriff auf Ziele in Kiew verübt. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Russland meldet schweren Angriff auf Kiew

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Moskau einen schweren Angriff auf Ziele in Kiew und in der Umgebung der ukrainischen Hauptstadt verübt. Die Attacken hätten sich gegen militärisch-industrielle Anlagen, Lagerstätten für Marschflugkörper und Drohnen sowie Rechenzentren gerichtet, teilt das Verteidigungsministerium mit.

Blatt: Putin schlägt Trump und Xi Ukraine-Gipfel vor

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einem Zeitungsbericht zufolge offenbar ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen, um ein Ende des vierjährigen Ukraine-Krieges zugunsten Moskaus auszuhandeln. Das Treffen solle im kommenden Monat stattfinden, berichtete das „Wall Street Journal“ am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf einen ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeiter. Der Vorschlag gehe auf ein Telefonat zwischen Putin und Trump vom 9. Oktober zurück. Bei dem Gespräch sei zudem eine Vereinbarung getroffen worden, dass die USA russischen Diesel kaufen und dessen Verkauf auf dem Weltmarkt erleichtern sollen.

Trump: Ich will Moskau am Verhandlungstisch halten

US-Präsident Donald Trump begründet die Aussetzung von Sanktionen gegen Russland damit, dass er Russland am Verhandlungstisch halten wolle. „Meine Entscheidung ist eine sehr einfache“, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Ich bin dabei, einen Frieden im Krieg zwischen Russland und der Ukraine auszuhandeln, und möchte nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch vertreiben würde.“ Am Freitag hatte Trump die Aussetzung der Sanktionen noch mit einem nationalem Sicherheitsinteresse der USA begründet. Analysten zufolge hätten die Sanktionen die Spritpreise in den USA vor den US-Zwischenwahlen Anfang November weiter in die Höhe treiben und damit potenzielle Wähler von Trumps republikanischer Partei verschrecken können.

Rubio verteidigt Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland
Die umstrittene Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, ein bereits verabschiedetes Gesetzespaket mit neuen Sanktionen gegen Russland auf unbestimmte Zeit auszusetzen, hat sein Außenminister Marco Rubio verteidigt. Vor Journalisten sagte er am Samstagabend (Ortszeit) vor seinem Abflug nach Usbekistan auf Nachfrage, Trump wolle nun erst einmal analysieren lassen, welche Auswirkungen die darin vorgesehenen Zölle und Sanktionen auf die Weltwirtschaft und auch auf die US-Wirtschaft hätten. Er sprach dabei von einem Bedenkzeitraum von 60 Tagen, in denen diese Analyse jetzt erfolgen solle.

Rubio verwies auf die aktuellen Konflikte und Kriege weltweit, die negative Folgen für Welthandel und Energieversorgung hätten, „nicht nur der Iran und die Straße von Hormus, sondern auch die sich häufenden Angriffe der Huthis auf Saudi-Arabien und natürlich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, wo Energieanlagen angegriffen werden“. All das wirke sich auch auf Energiepreise aus. Trump selbst hatte am Freitag die Aussetzung des Gesetzes damit begründet, dass dies „zum jetzigen Zeitpunkt im nationalen Interesse“ der USA liege.

Zudem seien von den im Gesetz verankerten Sanktionen auch andere Länder betroffen wie Indien, das trotz Diversifizierung nach wie vor einen Großteil seines Energiebedarfs aus Russland beziehe und zugleich ein wichtiger Verbündeter der USA sei. „All dies muss in Betracht gezogen und gegeneinander abgewogen werden“, sagte Rubio. „Wir brauchen einfach diese Zeit dafür.“

Ziel des Gesetzes war es, den Kreml im Ukraine-Krieg mit neuen weitreichenden Strafmaßnahmen stärker unter Druck zu setzen. Mitte September hatte Trump das vom US-Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Strafmaßnahmen gegen Russland unterzeichnet. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und sollte den Kreml wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine stärker unter Druck setzen.

Das Gesetz sah vor, dass die im Text verankerten Zölle und Sanktionen 30 Tage nach der Unterzeichnung automatisch greifen - es sei denn, der Präsident würde innerhalb dieser Zeit anders entscheiden. Trump setzte die Zölle also kurz vor Ende der vom Kongress vorgegebenen Frist aus.

Selenskyj besorgt über US-Kurs Richtung Moskau
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich tief besorgt über eine mögliche Annäherung der USA an Russland geäußert. „Sollten sich die USA an die Seite Russlands stellen, können wir nicht überdauern“, sagte Selenskyj in einem Interview des Senders NBC zu den jüngsten Schritten von US-Präsident Donald Trump, wie etwa der Aussetzung von neuen Sanktionen oder dem Diesel-Deal mit dem Kreml. Ein Entzug der bisherigen US-Unterstützung für Kiew wäre „ein historischer Fehler, eine große Tragödie“.

Selenskyj klagte über die jüngsten Behinderungen der ukrainischen Kriegsführung gegen Russland durch die USA. In erster Linie sei die bisherige Nutzung des Starlink-Satellitennetzes eingeschränkt worden. „Das gibt den russischen Aggressoren weitere Unterstützung“, sagte Selenskyj. Die dadurch erfolgte Drosselung der Reichweite ukrainischer Gegenangriffe sehe er als beabsichtigt, als „Nachricht der US-Regierung“.

Die US-Regierung teile inzwischen aber wieder Aufklärungsergebnisse mit der Ukraine, sagte Selenskyj. „Das war eine Zeit lang geblockt.“ Allerdings seien in diesem Fall nur die Frühwarndaten für den Start ballistischer Raketen ausgefallen. Diese Überwachungsmöglichkeiten besitze nur das US-Militär. Der Informationsstopp aus Washington habe aber lediglich drei Tage in der vergangenen Woche betragen. „Inzwischen klappt das wieder.“

Zu Kritik Trumps an seiner Person wollte sich Selenskyj nicht äußern. „Wir sind strategische Partner“, sagte er. „Aber wir können nicht applaudieren, wenn sich jemand gegen die Ukraine wendet.“ Zu Trumps Äußerung, dass er besser mit Kremlchef Wladimir Putin als mit Selenskyj verhandeln könne, meinte der ukrainische Staatschef nur, dass Putin „ein Killer“ sei. In seinen Augen sei es besser, „einen offenen und ehrlichen Partner zu haben, als einen Killer mit einem Lächeln im Gesicht“. Er hoffe sehr, dass Trump seine Haltung gegenüber Putin bald ändere.

Selenskyj: USA teilen wieder Geheimdienstinformationen mit Ukraine

Die USA versorgen die Ukraine nach einer kurzen Unterbrechung wieder mit wichtigen Geheimdienstinformationen zur Abwehr russischer Raketenangriffe. Dies sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit dem US-Sender NBC. Der Austausch von Geheimdienstinformationen sei unterbrochen, aber später wieder „freigegeben“ worden. „Wir sind dafür sehr dankbar“, sagte Selenskyj. „Jetzt funktioniert es.“

Die Ukraine ist auf die US-Informationen angewiesen, um die schnell fliegenden ballistischen Raketen zu orten, die Russland in Wellen auf ihre Städte abfeuert. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang der Woche erklärt, Washington teile weiterhin Geheimdienstinformationen. Dies geschah, obwohl ukrainische Vertreter sagten, einige russische Angriffe seien ohne Vorwarnung erfolgt.

Die Vorgänge nährten in der Ukraine Befürchtungen, die USA könnten die Unterstützung auf dem Schlachtfeld reduzieren, um Kiew zu Zugeständnissen zu zwingen. Präsident Donald Trump hatte vor einigen Tagen Sanktionen gegen russischen Diesel aufgehoben und Selenskyj öffentlich kritisiert. Die Ukraine wirft zudem dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX vor, die Nutzung des Satellitennetzwerks Starlink eingeschränkt und damit die eigene Drohnenabwehr sowie die Luftverteidigung geschwächt zu haben.

Ukraine: Russische Störmaßnahmen lenkten Drohnen nach Litauen

Die Ukraine hat den möglichen Einflug ihrer Drohnen in den litauischen Luftraum bedauert und russische Störmaßnahmen dafür verantwortlich gemacht. Man bedauere den Vorfall, der sich am Sonntagmorgen im litauischen Luftraum ereignet habe, schreibt der Sprecher des Außenministeriums, Heorhij Tychyj, auf der Plattform X. Dieser sei möglicherweise durch russische elektronische Kriegsführung verursacht worden, die Drohnen während eines Einsatzes gegen legitime militärische Ziele in Russland abgelenkt habe. Man entschuldige sich für alle Störungen, Risiken und die Besorgnis, die dies verursacht haben könnte, so Tychyj weiter. Die Ukraine werde alle relevanten Informationen mit ihren litauischen Partnern teilen, um die genauen Umstände des Vorfalls aufzuklären.

Brandanschlag auf Starlink-Lagerfirma: Litauen verdächtigt Russland

Litauens Ministerpräsident Mindaugas Sinkevicius hat einen versuchten Brandanschlag auf ein Unternehmen, das Starlink-Ausrüstung lagert, mit Russland in Verbindung gebracht. Es handle sich offensichtlich um einen Sabotageakt und einen Teil des hybriden Krieges Russlands, sagte er im litauischen Rundfunk. In der Nacht zu Sonntag sei versucht worden, das Unternehmen in Brand zu setzen. Der Anschlag sei gescheitert, weil die Behörden die Firma zuvor vor möglichen Angriffen gewarnt und die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt hätten. Das Unternehmen stellt nach Angaben des Regierungschefs die Verbindung von neun Starlink-Antennen sicher, die von der Ukraine genutzt werden. Gegen 2.00 Uhr sei versucht worden, Satellitenantennen und eine Steuereinheit in Brand zu setzen. Ermittler hätten Brandflüssigkeiten und Behälter mit einem Fassungsvermögen von drei bis zehn Litern gefunden.

Sinkevicius berief für Montag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats ein. „Es ist wahrscheinlich, dass bereits bekannt ist, wer den Auftrag erteilt hat – es ist die russische Seite“, sagte er. Er hoffe, dass die Beteiligten bald festgenommen würden. Verteidigungsminister Robertas Kaunas bestätigte den Vorfall und erklärte, dieser sei verhindert worden und werde untersucht. Auch in Polen und Bulgarien waren zuletzt Brände an Starlink-Anlagen gemeldet worden. Die polnische Regierung vermutet hinter einem Feuer an einer Starlink-Bodenstation russische Geheimdienste. Das Satellitennetz gilt als strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland.

76 Angriffe auf Energiesektor binnen einer Woche

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland massive Angriffe auf den Energiesektor seines Landes vorgeworfen, obwohl US-Präsident Donald Trump eine entsprechende Waffenruhe verkündet hatte. „Seit der Ankündigung des amerikanischen Präsidenten vor einer Woche hat Russland den Energie-, Öl- und Gassektor der Ukraine 76-mal gezielt angegriffen“, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. 

Die jüngsten Angriffe hätten Umspannwerke in den Regionen Winnyzja, Schytomyr, Chmelnyzkyj und Odessa getroffen. Die von Trump verkündete Vereinbarung über eine Feuerpause für die Energie-Infrastruktur war zuvor weder von der Regierung in Kiew noch von der in Moskau bestätigt worden. Trump hatte die Einigung vor einer Woche bekanntgegeben.

Drohnen-Alarm an Nato-Ostflanke – Flugobjekt kam offenbar über Polen

Ein unbekanntes Flugobjekt hat den Luftraum Litauens verletzt und die Streitkräfte des Nato-Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Wahrscheinlich habe es sich um eine aus dem benachbarten Polen eingedrungene Drohne gehandelt, sagte Verteidigungsminister Robertas Kaunas am Sonntag. Bewohner im Zentrum und Norden des Landes wurden aufgerufen, für etwa eine Stunde Schutzräume aufzusuchen. Der Flughafen Kaunas wurde geschlossen, Nato-Kampfflugzeuge stiegen auf. Nachdem das Objekt vom Radar verschwunden war, wurden nahe dem Dorf Juodzionys mögliche Trümmerteile gefunden. Einige hätten ein ziviles Fahrzeug getroffen, sagte Kaunas. Er schlug seinem polnischen Amtskollegen eine gemeinsame Untersuchung vor.

Polen prüft nach eigenen Angaben eine mögliche Verletzung des eigenen Luftraums durch ein nicht identifiziertes Objekt. Zugleich führte die polnische Luftwaffe wegen russischer Raketenangriffe auf die Ukraine Präventivmaßnahmen durch. Die Flughäfen Lublin und Rzeszow stellten vorübergehend den Betrieb ein. Auch Lettland warnte zeitweise vor einer „möglichen Bedrohung“ in einigen an Litauen grenzenden Regionen. In den vergangenen Monaten waren wiederholt ukrainische Drohnen in den Nato-Luftraum im Baltikum eingedrungen. Kiew hatte erklärt, russische Störsender hätten die Fluggeräte vom Kurs abgebracht. Eine Stellungnahme der Nato lag zunächst nicht vor.

Alarm wegen unbekannten Flugobjekts in Litauen und Lettland

Litauen hat die Bewohner im Zentrum und Norden des Landes wegen eines unbekannten Flugobjekts vorübergehend in die Schutzräume gerufen. Während der Luftwarnung seien Nato-Abfangjäger aufgestiegen und der Flughafen Kaunas geschlossen worden, wie die Armee und das nationale Krisenzentrum mitteilen. 

Das nördliche Nachbarland Lettland gab für einige Grenzregionen wegen einer „möglichen Bedrohung“ vorübergehend ebenfalls eine Warnung heraus. In den vergangenen Monaten sind wiederholt ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Nato-Staaten eingedrungen. Der Regierung in Kiew zufolge werden sie durch russische Störsender vom Kurs abgebracht. Dies schürt Sorgen vor einer Ausweitung des russischen Krieges in der Ukraine auf das Nato-Gebiet.

Bericht: Ukraine greift Ölhafen in St. Petersburg an

Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge mit Drohnen Ziele in St. Petersburg angegriffen, darunter ein Ölterminal im Hafen und ein Rechenzentrum. Das russische Militär habe in der Region 126 ukrainische Drohnen abgewehrt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gouverneur Alexander Drosdenko. Es gebe keine Opfer. Am Ölterminal sei ein Feuer ausgebrochen, sagte der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglow. Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Im Internet verbreitete Videos, die einen großen Brand zeigen sollen, waren nicht unabhängig bestätigt.

Ukrainische Medien berichteten zudem von einem möglichen Treffer auf einer achtspurigen Brücke in St. Petersburg. Die russische Seite bestätigte dies zunächst nicht. Das beschädigte Rechenzentrum gehört laut Tass dem Internetunternehmen VK, das ein in Russland beliebtes soziales Netzwerk betreibt. Der Flughafen St. Petersburg setzte den Betrieb wegen des Angriffs zeitweise aus; Passagiere und Mitarbeiter wurden an sichere Orte gebracht. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Unterstützung gegen den russischen Angriffskrieg und greift dabei wiederholt auch Ziele weit hinter der Front in Russland an.

Russland: Fast 200 ukrainische Drohnen über Moskau abgefangen

Die russische Luftabwehr fängt nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters fast 200 ukrainische Drohnen ab. Seit Mitternacht seien 195 Drohnen auf dem Weg in die Hauptstadt zerstört worden, teilt Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Die Moskauer Flughäfen Domodedowo und Wnukowo setzen den Flugbetrieb aus. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Trumps Aussetzung von Sanktionen: Parteiübergreifende Kritik

Demokratische und republikanische Kongressmitglieder haben die Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump verurteilt. „Mehr als unverantwortlich“, schrieb der republikanische Senator Thom Tillis auf der Plattform X. „Es ist unerhört, dass diese Regierung vor einem russischen Diktator kapituliert, der illegal in die Ukraine eingefallen ist und jeden Tag unschuldige Zivilisten niedermetzelt.“ Wenn Trump Energiepreise tatsächlich senken wolle, könne er das tun, indem er den Konflikt mit dem Iran löse – und nicht, indem er Russlands Präsidenten Wladimir Putin einen Gefallen tue. 

Der republikanische Abgeordnete aus dem Repräsentantenhaus, Don Bacon, kritisierte auf X, dass Trump den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verlängere, statt ihn zu beenden. Sein Parteikollege, der Senator John Cornyn, teilte dort einen Artikel über Trumps Maßnahme und schrieb dazu: „Lindsey wäre entsetzt“. Der US-Präsident hatte vor knapp einem Monat ein Sanktionspaket gegen Russland unterzeichnet, das den Namen des im Juli gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham trägt. 

Sender: Ukraine bittet Nachbarn um Getreide-Transit, Ungarn stimmt zu

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet einem Medienbericht zufolge die Nachbarländer Polen, Rumänien, die Slowakei und Ungarn wegen einer Blockade im Schwarzen Meer um den Transit von Getreidelieferungen. Das berichtet der Sender RTL unter Berufung auf den ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar. Magyar habe demnach keine Einwände, solange das Getreide lediglich durch Ungarn hindurch transportiert werde. Selenskyj zufolge würde der Transport von Mais in versiegelten Güterwaggons nach Westeuropa der Ukraine helfen. Hintergrund dieser Maßnahme könnte sein, dass die Länder verhindern wollen, dass sehr günstiges Getreide aus ukrainischer Produktion auf den Märkten der Transit-Länder landet und dadurch die einheimischen Bauern unter Preisdruck setzt.

Selenskyj: Dreiertreffen mit USA und Russland im Dezember möglich

Ein trilaterales Treffen zwischen der Ukraine, den USA und Russland könnte nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim G20-Gipfel im Dezember in den USA stattfinden. Auch ein Treffen in einem Land im Nahen Osten oder in Europa sei denkbar, sagt Selenskyj. Bislang gebe es jedoch weder von den USA noch von Russland eine Bestätigung dafür. Selenskyj erklärt zudem, dass sich Friedensunterhandler der Ukraine und der USA möglicherweise in der kommenden Woche treffen. Die ukrainischen Vertreter hätten dazu am Freitag mit dem US-Team gesprochen. Europa benötige zudem einen eigenen Verhandlungskanal für Gespräche mit Russland.


Selenskyj: Starlink-Drosselung behindert ukrainische Drohnenabwehr

Die Ukraine kann nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Abfangsysteme gegen russische Drohnenangriffe wegen Einschränkungen beim Satelliten-Internetdienst Starlink nicht einsetzen. Die Regierung in Kiew erörtere das Problem mit US-Vertretern, teilt Selenskyj mit. Den ukrainischen Behörden sei erklärt worden, dass die Einschränkungen auf technische Probleme zurückzuführen seien. Bei Tests auf dem Gebiet der Europäischen Union habe das System dagegen mit höheren Geschwindigkeiten funktioniert.

Selenskyj: Schwere russische Angriffe auf Energieanlagen

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Nacht mehr als 15 ukrainische Energieanlagen im Westen und im Zentrum des Landes angegriffen. Die russische Armee habe ihre Kampagne gegen das Energiesystem ausgeweitet und versuche, die ukrainischen Reserven und Reparaturkapazitäten so weit wie möglich zu strapazieren, teilt Selenskyj auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. 

Der russische Präsident Wladimir Putin weist unterdessen die Regierung an, ein Programm zur Reparatur von Handels- und Logistikinfrastruktur auf den Weg zu bringen, die bei ukrainischen Angriffen beschädigt wurde. Dies meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf den Kreml.

Russland meldet Angriffe auf ukrainische Infrastruktur

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht großflächig ukrainische Infrastrukturziele angegriffen. Darunter befinde sich das größte Stahlwerk des Landes in Krywyj Rih, das dem Konzern ArcelorMittal gehört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Anlage hat ihren Betrieb nach einer Reihe russischer Raketenangriffe seit September eingestellt. 

Zudem seien ein Umspannwerk in Schytomyr, ein weiteres Stahlwerk in Saporischschja sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen worden. Letzteres habe Militärgüter für den Hafen von Odessa geladen. Unterdessen wurde bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Region Belgorod eine Frau getötet, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Rettungskräfte meldet.

Entwicklungsministerin: Brauchen bei Ukraine-Hilfen Ausnahme von Schuldenbremse

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan fordert erneut eine Ausnahme von der Schuldenbremse zur Finanzierung deutscher Ukraine-Hilfen. Ein großer Teil der zivilen Unterstützung für die Ukraine stamme aus dem Entwicklungsetat, sagte die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Bangkok. Angesichts von Haushaltskürzungen sei das bisherige Niveau der Hilfe jedoch gefährdet.

Der Vorschlag wird von Außenminister Wadephul unterstützt. Andere Unions-Politiker lehnen ihn jedoch ab, da sie keine weiteren Ausnahmen von der Schuldenbremse wollen, wie sie vor allem für Verteidigungsausgaben bestehen. 


Ukraine: Ein Toter bei russischem Luftangriff auf Cherson

Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Stadt Cherson ist Behördenangaben zufolge ein Mensch getötet worden. Dabei handele es sich um den Fahrer eines Rettungswagens, teilt der Gouverneur der Region, Oleksandr Prokudin, auf Telegram mit. Weitere 19 Personen seien verletzt worden, darunter auch ein Kind.

Trump setzt per Dekret Teile der Russland-Sanktionen aus

US-Präsident Donald Trump hat Sanktionen und Zölle gegen Russland wenige Tage vor deren Inkrafttreten per Dekret ausgesetzt. Dies liege im nationalen Interesse der USA, erklärte Trump in der am Freitag (Ortszeit) vom Weißen Haus veröffentlichten Verfügung. Die Maßnahmen sind Teil eines Gesetzes, das Trump Mitte September unterzeichnet hatte. 

Es sieht unter anderem Strafzölle auf russische Waren sowie Strafen für den Kauf von russischem Öl und Gas vor. Die Aussetzung solle so lange in Kraft bleiben, bis Trump oder hochrangige Regierungsvertreter entscheiden, dass weitere Schritte angemessen seien. Das US-Gesetz erlaubt es dem Präsidenten, die Sanktionen auszusetzen, indem er den Kongress über seine Entscheidung informiert.

Putin sagt Papst Kooperation bei Hilfe für Oleschky zu

Papst Leo hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat um Hilfe für die notleidende Bevölkerung der umkämpften Stadt Oleschky in der Südukraine gebeten. Putin habe zugesagt, bei der Lieferung von Hilfsgütern in die von Russland kontrollierte Stadt zu kooperieren, teilte der Kreml am Freitag mit.

Einer vom Papst erbetenen Waffenruhe, um eine Lieferung von Hilfsgütern und Lebensmitteln zu ermöglichen, stimmte der Kreml seiner Mitteilung zufolge jedoch nicht zu. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig vor, die Versorgung der Stadt zu blockieren, die die ukrainischen Streitkräfte zurückerobern wollen.

Trump: US-Regierung und Musk nicht für Starlink-Ausfälle in Ukraine verantwortlich

US-Präsident Donald Trump hat eine Verantwortung seiner Regierung oder des Tech-Unternehmers Elon Musk für den eingeschränkten Zugriff der Ukraine auf das Satelliten-Netzwerk Starlink bestritten. Weder er noch Musk seien dafür verantwortlich, dass die Ukraine den vollen Zugriff eingebüßt habe, sagte Trump am Freitag vor Journalisten am Weißen Haus. Eventuelle Einschränkungen beim Zugriff auf das Starshield-System seien nicht von den USA verhängt worden.

Trump erklärte zudem, er habe ein gutes Verhältnis zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Allerdings hatte Trump kürzlich den Druck auf Selenskyj erhöht und in einem TV-Interview gesagt, er sei kein großer Fan von ihm. Er finde den Umgang mit Selenskyj schwieriger als mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Russland: Beraten über weitere Projekte mit den USA

Nach dem kürzlich abgeschlossenen Diesel-Abkommen berät Russland nach eigenen Angaben mit den USA über weitere gemeinsame Projekte. Trotz der US-Sanktionen prüften beide Seiten weitere Formen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, erklärte der russische Investitionsbeauftragte Kirill Dmitrijew am Freitag auf einer Energiekonferenz in Moskau. 

Unter anderem würden gemeinsame Projekte im Bereich russischer und US-amerikanischer Rechenzentren erörtert. Dabei gehe es auch um den Einsatz „kleiner Kernkraftwerke“, um den steigenden Strombedarf dieser Anlagen zu decken. Weitere Details nannte Dmitrijew nicht.

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