Selenskyj verhängt Sanktionen gegen ehemalige Vertraute | Ukraine-News


Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj verhängt Sanktionen gegen ehemalige Pressesprecherin


14.09.2026 - 07:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Der finnische Botschafter warnt vor Russlands Griff nach der Arktis. Selenskyjs Ex-Pressesprecherin wird sanktioniert. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 14. September

Selenskyj verhängt Sanktionen gegen ehemalige Vertraute

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Sanktionen gegen seine ehemalige Pressesprecherin Julia Mendel verhängt. Das geht aus einer Mitteilung des Präsidialamts von Sonntagabend hervor. Demnach wird Mendel vorgeworfen, russische Propaganda zu verbreiten und "Russlands aggressive Politik gegen die Ukraine" zu unterstützen. Daneben verhängte der Präsident auch Strafmaßnahmen gegen 20 Schiffe der russischen Schattenflotte sowie gegen russische Staatsbürger und Unternehmen, die für die russische Rüstungsindustrie arbeiten.

Als möglichen Hintergrund für die Sanktionen gegen Selenskyjs Ex-Pressesprecherin führt die ukrainische Zeitung "Ukrainska Pravda" an, dass Mendel in einem Interview mit dem US-Moderator Tucker Carlson den ukrainischen Präsidenten der Geldwäsche und des Drogenkonsums beschuldigt habe. Zudem hatte sie behauptet, Selenskyjs ehemaliger Bürochef Andrij Jermak sei ein "Magier". Mendel war vom 3. Juni 2019 bis 9. Juli 2021 die Pressesprecherin von Selenskyj. Um welche Art von Strafmaßnahmen es sich handelt, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Selenskyj wolle sich mit seinen Partnern darüber abstimmen.

Finnischer Botschafter warnt vor Einfluss Chinas und Russlands

Vor dem EU-Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi warnt der finnische Botschafter in Deutschland vor wachsendem Interesse Chinas und Russlands an der Region. "Es besteht wirtschaftliches Interesse, es besteht Interesse an den seltenen Mineralien und auch an den sich öffnenden Seewegen", sagte der Diplomat Kai Sauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). "Das merkt man in Grönland und auch in unserem Umfeld."

Angesichts des jüngsten Besuchs von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Grönland und des von ihr angekündigten Investitionspakets für die Insel in Höhe von 200 Millionen Euro sagte Sauer: "Wir hoffen, dass sich das europäische Interesse nicht nur auf Grönland begrenzt, sondern die gesamte Arktis umfasst."

Der Botschafter äußerte sich selbstbewusst über die Rolle Finnlands. "Wir sind ein starker Player in der Arktis und müssen uns nicht verstecken", sagte Sauer. Finnland plane 80 Prozent aller Eisbrecher weltweit, 60 Prozent dieser Schiffe würden in Finnland hergestellt – "auch wenn andere sich große Mühe geben".

Bericht: Kanada erwägt Unterstützung von EU-Kredit für die Ukraine

Die "Financial Times" berichtet unter Berufung auf Insider, Kanada verhandle derzeit über die Unterstützung eines Darlehens der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Ottawa und Brüssel hofften, sich noch vor einem EU-Gipfel in Montreal Ende Oktober auf den Beitrag Kanadas zu einigen, heißt es. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Kanada strebe angesichts der verschlechterten Beziehungen zu den USA eine engere Anbindung an die EU an. Ministerpräsident Mark Carney prüfe dazu die Möglichkeit einer "assoziierten Mitgliedschaft".