US-Fernsehpreise: "Widow's Bay" und "The Pitt" räumen bei Emmys ab
Stand: 15.09.2026 • 09:22 Uhr
Die Horror-Comedyserie "Widow's Bay" ist der große Gewinner bei den Emmys - mit 14 Auszeichnungen. Als beste Drama-Serie wurde bei der Verleihung in Los Angeles wie schon im vergangenen Jahr "The Pitt" prämiert.
Die Horror-Comedyserie "Widow's Bay" ist mit dem Emmy in der Comedy-Kategorie ausgezeichnet worden. Die erste und bislang einzige Staffel der Serie setzte sich bei der Gala in Los Angeles unter anderem gegen Konkurrenten wie "Abbott Elementary", "The Bear: King of the Kitchen", "Hacks" und "Only Murders in the Building" durch.
"Widow's Bay" war mit 19 Nominierungen in die Emmy-Gala gegangen - und konnte schließlich insgesamt 14 Preise einsammeln, mehr als je zuvor eine Serie in der Comedy-Kategorie der Emmys. - zu sehen bei Apple TV - spielt auf einer fiktiven Insel an der Ostküste der USA.
Deren Bürgermeister möchte das Image seiner etwas heruntergekommenen Heimat aufbessern. Einige der alteingesessenen Bewohner glauben jedoch, dass die Insel mit einem Fluch belegt ist.
Krankenhausserie setzt sich erneut durch
Als beste Dramaserie wurde erneut die in Echtzeit erzählte Krankenhausserie "The Pitt" ausgezeichnet. Die Produktion setzte sich bei der Gala in Los Angeles unter anderem gegen Konkurrenten wie "Pluribus - Glück ist ansteckend" und "Diplomatische Beziehungen" durch.
"The Pitt" hatte den Hauptpreis in der Drama-Kategorie bereits im vergangenen Jahr gewonnen. Die Serie, die in Deutschland beim Streaming-Anbieter HBO Max läuft, spielt in der Notaufnahme eines fiktiven Hospitals in der US-Großstadt Pittsburgh und wird vor allem für ihre humanistische Handlung und die einfühlsame Darstellung der Figuren gefeiert.
Großer Gewinner war auch Matthew Rhys. Der Waliser wurde sowohl als bester männlicher Hauptdarsteller in "Widow's Bay" ausgezeichnet als auch für seine Hauptrolle in der Netflix-Miniserie "The Beast in Me". Niemand zuvor erhielt als Schauspieler zwei Emmy-Hauptrollen-Auszeichnungen. Zur besten Miniserie wurde "DTF St. Louis" gewählt.
Abgesetzte Show von Stephen Colbert ausgezeichnet
Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie wurde Rhea Seehorn mit der Science-Fiction-Show "Pluribus". Damit gewann die 54-Jährige ihren ersten Emmy. Zuvor war sie zweimal für ihre Rolle in "Better Call Saul" nominiert gewesen, ohne zu gewinnen.
Für die fünfte und letzte Staffel von "Hacks" erhielt Jean Smart zum fünften Mal in Folge den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie - für ihre Rolle als Stand-up-Komikerin Deborah Vance. Damit ist Smart die erste Schauspielerin, die für jede Staffel einer Serie mit mehr als drei Staffeln ausgezeichnet wurde.
Auch die abgesetzte "The Late Show with Stephen Colbert" gehörte wie bereits im vergangenen Jahr zu den Gewinnern. Die Talkshow bekam den Emmy als beste Varietéserie. Der US-Sender CBS hatte die Absetzung mit wirtschaftlichen Gründen begründet, während viele einen Zusammenhang mit Colberts Kritik an der Regierung von US-Präsident Donald Trump vermuteten.