Urlaubsfrühstück in Riccione endet für Gäste mit Ekel-Bon: „Verbrenn die Eier und spuck hinein“
„Verbrenn die Eier und spuck hinein“: Kellner-Bon gegen Urlaubsfamilie sorgt für Empörung
Stand: 22.08.2026, 12:21 Uhr
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Aufruhr in einem bekannten Lokal: Opfer ist eine Familie aus Florenz, die in der Emilia-Romagna Urlaub machte und eine negative Bewertung im Netz veröffentlichte.
Riccione – Es hätte ein ganz normales Urlaubsfrühstück werden sollen: Rührei, Säfte und Kaffee. Zu einem Fall, der sich rasch in den sozialen Netzwerken verbreitete, wurde es jedoch durch einen Satz, der auf dem für die Küche bestimmten Bon auftauchte: „Die geht mir total auf den Sack, verbrenn die Eier und spuck hinein“. Passiert ist das am Morgen des 19. August in einem bekannten Lokal an der Viale Ceccarini in Riccione. Bekannt wurde der Vorfall durch „La Voce di Cesenatico“, nachdem die Kunden das Foto des Bons in den sozialen Medien und bei Google veröffentlicht hatten.
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Dieser Artikel von Maria Vittoria Melchioni entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.
Im Mittelpunkt des Vorfalls steht eine dreiköpfige Familie aus Florenz, die sich für einige Urlaubstage in Riccione aufhielt. Auf dem Bon, der um 10.05 Uhr am 19. August ausgedruckt und anschließend fotografiert wurde, finden sich neben einer Bestellung von Rührei die Hinweise „sehr gut durch“ und „kein Salat“. Direkt darunter steht der Satz, der den Protest der Gäste ausgelöst hat. Das Foto wurde dann einer online veröffentlichten negativen Bewertung beigefügt.

Nach Schilderung der Familie soll eine der mitessenden Personen lediglich darum gebeten haben, dass die Eier etwas länger gebraten werden, und erklärt haben, sie möge sie gut durchgegart. Nachdem sie die Notiz auf dem Bon bemerkt hatten, verzichteten die Gäste aus Angst vor der Anweisung, „hineinzuspucken“, darauf, die Eier zu essen, und meldeten den Vorfall.
Reaktion des Lokals und Streit um die Rekonstruktion des Vorfalls
Auf die Bewertung reagierte die Geschäftsleitung des Lokals auch öffentlich, bestreitet den Inhalt des Bons nicht und entschuldigt sich für den Vorfall: „Das von Ihnen geschilderte Verhalten war völlig unangebracht und spiegelt in keiner Weise die Werte, die Aufmerksamkeit gegenüber dem Gast und die professionellen Standards wider, die wir uns tagtäglich zum Ziel setzen.“
Nach der Darstellung des Lokals soll den Satz ein 17-jähriger Junge verfasst haben, der erst seit wenigen Wochen beschäftigt sei. Dabei, so betont die Geschäftsleitung, „mindert dies in keiner Weise die Schwere des Geschehens“. Das Lokal gibt außerdem an, der Geschäftsführer sei umgehend eingeschritten, habe sich persönlich bei den Gästen entschuldigt, die Rechnung storniert und ihnen einige Produkte nach Wahl angeboten, die die Familie jedoch lieber nicht annehmen wollte. Genau an der Rekonstruktion einiger dieser Punkte gehen die Versionen auseinander.
Die Gäste stellten später klar, dass von der Rechnung nur die Bestellungen gestrichen worden seien, die sie nach dem Lesen der Notiz nicht mehr konsumieren wollten, während sie den bereits verzehrten Espresso und ein Flaschengetränk regulär bezahlt hätten. Zudem äußerte die Familie Zweifel an dem vom Lokal genannten Alter des beteiligten Mitarbeiters und erklärte, es mit einer erwachsenen Person zu tun gehabt zu haben. Zu diesem Punkt liegen derzeit keine unabhängigen Informationen vor, die eine eindeutige Klärung ermöglichen würden, welche der beiden Darstellungen zutrifft.
Unstrittiger Wortlaut und weitere offene Fragen
Ein Punkt hingegen ist in der öffentlichen Antwort des Lokals nicht umstritten: der auf dem Bon vermerkte Satz. Die Geschäftsleitung erklärt, man habe „den Vorfall umgehend aufgearbeitet“ und „die notwendigen Maßnahmen ergriffen, damit sich derartige Episoden nicht wiederholen“, und erneuert ihre Entschuldigung bei den Gästen. Der Corriere di Bologna hat sowohl das Lokal als auch den Eigentümer für mögliche weitere Präzisierungen kontaktiert, bislang jedoch keine Antwort erhalten. Eventuelle Klarstellungen werden selbstverständlich nachgereicht.