Vereine sollen nach Plänen der Regierung höhere Steuern zahlen
AUDIO: Vereine sollen höhere Steuern zahlen (1 Min)
Klingbeil-Pläne
Stand: 08.08.2026 13:18 Uhr
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will von Vereinen mehr Steuern kassieren. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge will der SPD-Politiker den Steuerfreibetrag für Vereine und Organisationen von bislang 5.000 Euro auf 1.000 Euro im Jahr 2027 senken. Das soll dem Staat jährlich 45 Millionen Euro zusätzlich bescheren. Gewinne aus verkauften Betrieben und Kapitalanteilen sollen weitere 300 Millionen Euro bringen.
von MDR AKTUELL
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant einem Zeitungsbericht zufolge die Steuerfreibeträge für Vereine und andere Organisationen deutlich zu senken. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll ab 2027 für steuerpflichtige Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen nur noch ein Freibetrag von 1.000 Euro gelten. Bisher sind es 5.000 Euro. Das gehe aus einem Referentenentwurf aus dem Finanzministerium hervor. Klingbeil hofft dem Bericht zufolge durch die geplante Änderung rund 45 Millionen Euro Steuermehreinnahmen zu erzielen.
Keine Freibeträge auf Betriebsverkäufe mehr
Laut "Bild" sollen auch die Freibeträge für Gewinne aus dem Verkauf und der Aufgabe von Betrieben gestrichen werden. Bisher gilt hier ein Freibetrag von 45.000 Euro. Ebenso soll demnach künftig der Freibetrag für Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften entfallen. All das zusammen soll weitere rund 300 Millionen Euro Steuermehreinnahmen bringen.
AFP/Reuters (dni)
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