Uli Hoeneß schießt gegen das BSW und holt zum politischen Rundumschlag aus
„Vereinigung der Freunde Russlands“: Uli Hoeneß teilt hart gegen BSW aus
Stand: 24.10.2026, 18:32 Uhr
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Uli Hoeneß äußert sich mit scharfen Worten zur deutschen Parteienlandschaft. Vor allem das BSW bekommt vom Ehrenpräsidenten des FC Bayern sein Fett weg.
München – Uli Hoeneß ist dafür bekannt, mit seiner Meinung nicht unbedingt hinter dem Berg zu halten. Das gilt nicht nur für den Fußball, sondern auch für die Politik. In einem aktuellen Interview hat der 74 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München kürzlich deutliche Kritik an mehreren deutschen Parteien geübt. Vor allem das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) nahm der Bayern-Macher ins Visier.

Im Gespräch mit der Welt am Sonntag erklärte Hoeneß, dass ihn die weltpolitische Lage beschäftige. Kriege, die Politik des US-Präsidenten und die russische Aggression gehörten zu den Entwicklungen, die ihm Sorgen bereiteten. Auch mit Blick auf die deutsche Parteienlandschaft fand er klare Worte. Das BSW bezeichnete er als „Aprilscherz“ und erklärte: „Die müssten eigentlich heißen: Vereinigung der Freunde Russlands.“
Hoeneß kritisiert auch AfD und Linke deutlich
Seine Kritik beschränkte sich aber nicht auf das BSW. Auch der AfD und der Linken sprach Hoeneß die Fähigkeit ab, Deutschland zu regieren. Vor allem die wirtschafts- und europapolitischen Positionen der AfD nahm er ins Visier. Forderungen nach einem Austritt aus der Europäischen Union oder der Nato und einer Abkehr vom Euro führte er als Beispiele für seine Kritik an.
Die Aussagen zum BSW fallen in eine Phase, in der dessen Haltung gegenüber Russland wieder Gegenstand politischer Diskussionen ist. In Sachsen-Anhalt hatten AfD und BSW zuletzt gemeinsam einen Antrag durchgesetzt, der ein Ende deutscher Finanz- und Militärhilfen für die Ukraine sowie eine Abkehr von den Russland-Sanktionen fordert. Die beteiligten Parteien begründeten den Vorstoß mit ihrem Ziel, diplomatische Verhandlungen und einen Waffenstillstand zu fördern.
Hoeneß bestärkte in dem Interview außerdem seine früheren Überlegungen, Deutschland bei einer Regierungsbeteiligung der AfD eventuell zu verlassen. Zwar verfüge seine Familie seit vielen Jahren über eine Wohnung in der Schweiz, doch ein Abschied von seiner Heimat am Tegernsee komme für ihn nur unter außergewöhnlichen Umständen infrage. Bis dahin wolle sich der Bayern-Ehrenpräsident weiterhin öffentlich zu politischen Entwicklungen äußern.
Daneben stellte sich Hoeneß grundsätzlich hinter die Arbeit der Bundesregierung. Hinsichtlich der schwierigen geopolitischen Lage bewerte er deren Leistung positiver als große Teile der Öffentlichkeit. Allerdings wünsche er sich innerhalb der Regierung mehr Geschlossenheit, um politische Angriffsflächen zu reduzieren. (luh)