Viele Tore, hohe Siege – Topspiel endet aber Unentschieden


In der A-Klasse 4 feierte der TSV Irschenberg den ersten Dreier der Saison. Das sehenswerte Derby zwischen den beiden Bezirksligareserven endete dagegen Remis.

Landkreis – In der A-Klasse 4 feierte der TSV Irschenberg den ersten Dreier der Saison. Das sehenswerte Derby zwischen den beiden Bezirksligareserven endete dagegen Remis, während der SV Warngau in Lenggries einen spektakulären 7:4-Sieg einfuhr.

SV Miesbach II – TuS Holzkirchen II 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Isufi (9.), 1:1 Nüßlein (71.).

Eine intensive und temporeiche Partie sahen die rund 150 Zuschauer am Samstagnachmittag in der Kreisstadt. „Das war ein absolutes Topspiel. „Ich glaube, so etwas sieht man in der A-Klasse selten“, sagt SV-Coach Markus Weinbacher. Dabei geriet seine Elf nach einem eigenen Fehler früh in Rückstand. „Es war von vornherein klar, dass wir spielerisch die bessere Mannschaft sind und Miesbach durch kleine Fouls immer wieder versucht, den Spielfluss zu unterbinden“, meint TuS-Coach Michael Scherer. Besonders im ersten Abschnitt habe es seine Mannschaft aber verpasst, die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Nach Wiederanpfiff wendete sich das Spielgeschehen zugunsten der Hausherren, die von den Rängen lautstark angefeuert wurden. „In der zweiten Halbzeit waren wir dann spielbestimmend und aggressiv“, berichtet Weinbacher. So habe man sich verdient den Ausgleich erzwungen.

FC Real Kreuth II – SG Bad Tölz II 2:2 (0:1)
Tore: 0:1/0:2 Wilka (42./51.), 1:2/2:2 Hecht (58./90.).

Die Kreuther Kreisligareserve rettete gegen die Tölzer Zweitvertretung spät einen Punkt. „Wir hatten sehr viele Chancen, die wir aber nicht machen“, kritisiert FC-Coach Jürgen Welker die Chancenverwertung seiner Elf. Zu den psychologisch ungünstigsten Zeitpunkten – kurz vor und kurz nach der Pause – geriet seine Mannschaft dann auch noch mit zwei Treffern in Rückstand. „Das Positive ist, dass wir nicht aufgehört und bis zum Schluss gekämpft haben“, sagt Welker. Durch einen Doppelpack von Colin Hecht kamen die Enterbacher tatsächlich nochmal heran und sicherten sich spät in der Partie einen Zähler. Letztlich hätten die Kreuther das Spiel sogar komplett auf den Kopf stellen können. „Wir müssen das normalerweise gewinnen“, hadert Welker, der dennoch mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden ist. „Das war der nächste Schritt zum Klassenerhalt.“

Lenggrieser SC II – SV Warngau 4:7 (3:3)
Tore: 0:1 Gschwendtner (5.), 0:2 Bangoura (10.), 0:3 Gerr (25.), 1:3 Schnaderbeck (35.), 2:3 Hartmann (Elfmeter/38.), 3:3 Haindl (45.), 3:4 Gerr (63.), 3:5 Stadler (77.), 3:6 Gerr (82.), 4:6 Schnaderbeck (88.), 4:7 Bangoura (90.+2.).
Gelb-rote Karte: Estner (44./SVW).

Eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle erlebte der SV Warngau beim Auswärtsspiel in Lenggries. Dabei hatten die Warngauer zunächst alles unter Kontrolle. Bereits nach zehn Minuten ging der SV komfortabel mit 2:0 in Führung. Nach einer halben Stunde kippte die Partie, die Hausherren wurden stärker und schafften folgerichtig mit drei Treffern binnen zehn Minuten den Ausgleich. Zudem sah Bernhard Estner nach einem Griff in das Gesicht des Gegners die zweite Gelbe Karte. So mussten die Warngauer eine komplette Halbzeit gegen offensiv starke Lenggrieser in Unterzahl verteidigen. „Wir sind das dann sehr diszipliniert angegangen“, lobt SV-Coach Daniel Mayer, der mehrmals verletzungsbedingt umstellen musste. Am Ende sei es ein wohlverdienter Arbeitssieg gegen einen starken Gegner gewesen. Mayer: „Die Mannschaft zeigte eine tolle Moral.“

TSV Schliersee – SG Reisach 5:1 (2:0)
Tore: 1:0 Haringer (38.), 2:0/3:0/4:0 Käser (41./47./54.), 4:1 (63.), 5:1 Käser (78.).

Nach zwei 2:5-Niederlagen in Folge gegen Holzkirchen II und Bad Tölz II hat sich der TSV Schliersee gegen die SG Reisach den Frust von der Seele geschossen. „Wir haben heute wieder ein komplett anderes Gesicht gezeigt“, lobt auch TSV-Sprecher Patrick Quinz. Von Beginn an waren die Hausherren wie ausgewechselt im Vergleich zu den Vorwochen. Durch einen Doppelschlag kurz vor der Halbzeit gaben die Schlierseer bereits in der ersten Hälfte gegen den Absteiger die Richtung vor. Kurz nach der Halbzeit machte der überragende Florian Käser, der mit insgesamt vier Toren das Spiel nahezu im Alleingang gewann, den Deckel endgültig auf diese Partie. „Wir waren nach vorn immer wieder richtig gefährlich und haben uns den Sieg am Ende völlig verdient“, sagt Quinz. Durch den Sieg festigten die Schlierseer vorerst ihre Position auf dem zweiten Tabellenrang.

SGTegernseer Tal – SC Wall 1:5 (1:0)
Tore: 1:0 Stöbe (21.), 1:1 Meßmer (24.), 1:2 Frauenrath (53.), 1:3 Meßmer (59.), 1:4 Estner (77.), 1:5 Schumacher (89.).

Der SC Wall ergatterte wichtige drei Punkte im Abstiegskampf gegen den Tabellennachbarn aus dem Tegernseer Tal. Damit fuhren die Waller ihren ersten Ligaerfolg seit dem ersten Spieltag Mitte August ein. „Der Sieg gegen eine sehr junge Tegernseer Mannschaft war auch in der Höhe völlig verdient“, meint SC-Trainer Ethem Perovic. Mit ordentlich Zug zum Tor und einem großen Willen habe seine Mannschaft ab Mitte der ersten Halbzeit eine überzeugende Vorstellung gezeigt. „Am Ende haben wir ohne großen Aufwand einen deutlichen Sieg eingefahren“, sagt Perovic. Auch die zwischenzeitliche Tegernseer Führung brachte seine Mannschaft nicht aus dem Konzept. Damit bauen die Waller ihren Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze auf vier Zähler aus. Die SG bleibt dagegen auf dem gefährdeten vorletzten Tabellenrang.

SG Wackersberg-Gaißach II – TSV Irschenberg 0:2 (0:1)
Tore: 0:1/0:2 Moser (15./70.).

Erstmals in dieser Spielzeit gelang es dem TSV Irschenberg, ein Ligaspiel zu gewinnen. „Ich bin so froh darüber“, sagt TSV-Coach Thomas Gschwendtner. Dabei starteten die Hausherren aus Wackersberg anfangs besser in die Partie. Nach zehn Minuten wachten auch die Irschenberger auf und übernahmen mehr und mehr die Kontrolle. Folgerichtig traf TSV-Stürmer Stefan Moser zur Freude aller Gästefans. Bis zur Halbzeit kontrollierten die TSV-Kicker die Partie und hätten durch einige Halbchancen die Führung verdient gehabt. Einzig bei einer Großchance, die TSV-Keeper Leonhard Gruber sehenswert entschärfte, hatten die Gäste das fehlende Glück der letzten Wochen auf ihrer Seite. Durch einen Konter sicherten sich die Irschenberger schließlich die drei Punkte. Gschwendtner: „Der Sieg war jetzt mal bitter nötig.“