Von Kia EV2 bis Skoda Epiq: Elektrische Mini-SUV - der VW ID.Cross und seine Wettbewerber
Von Kia EV2 bis Skoda EpiqElektrische Mini-SUV - der VW ID.Cross und seine Wettbewerber
24.07.2026, 13:33 Uhr
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Der VW ID. Cross soll die Elektro-SUV-Klasse aufmischen. Das wird nicht leicht: Die Konkurrenz ist stark und reicht vom günstigen China-Crossover über einen Retro-Charmeur bis zum kleinen Premium-Kraftprotz.
Kleine SUV bilden mit die wichtigste Fahrzeugklasse auf dem europäischen Markt. Bislang ist die Auswahl an rein elektrischen Modellen jedoch überschaubar.
Das ändert sich nun: Mit VW ID.Cross, Skoda Epiq und Kia EV2 kommen gleich mehrere neue Modelle auf den Markt. Daneben stehen bereits etablierte Alternativen bereit.
VW ID. Cross - reicht das Volkswagen-Flair?
Mit dem ID.Cross überträgt VW das Konzept des T-Cross in die Elektro-Ära. Der 4,15 Meter lange Fünftürer nutzt die neue MEB+-Plattform und fährt - anders als die bisherigen größeren ID-Modelle - mit Frontantrieb. Zur Wahl stehen 37 und 52 kWh große Batterien, die Reichweiten von rund 316 beziehungsweise 427 Kilometern ermöglichen. Die Motoren leisten 85 kW/116 PS, 99 kW/135 PS oder 155 kW/211 PS. Die Schnellladeleistung fällt mit maximal 90 beziehungsweise 105 kW eher durchschnittlich aus.
Punkten will der VW vor allem mit Platz: Der Kofferraum fasst 475 Liter, hinzu kommt ein 25-Liter-Fach unter der Fronthaube. Innen setzt der Hersteller auf eine Mischung aus großen Displays und klassischen Tasten, zudem sind Komfortextras wie Massagesitze oder ein adaptives Fahrwerk erhältlich.
Der langfristig angekündigte Basispreis von 28.000 Euro klingt attraktiv, gilt zunächst aber noch nicht. Zum Bestellstart gibt es lediglich die starke 52-kWh-Variante ab 36.525 Euro.
Skoda Epiq - die praktische Alternative
Der gefährlichste Gegner kommt aus dem eigenen Konzern. Der 4,17 Meter lange Epiq basiert auf der gleichen Technik wie der ID. Cross, nutzt dieselben Motoren und nahezu identische Batterien. Die kleine LFP-Variante fasst 37 kWh netto und erlaubt rund 310 Kilometer Reichweite, der 52-kWh-NMC-Akku soll bis zu 440 Kilometer ermöglichen. Auch hier werden grundsätzlich drei Leistungsstufen von 85 bis 155 kW angeboten.
Skoda setzt stärker als VW auf nüchterne Alltagstauglichkeit. Der Kofferraum bietet ebenfalls 475 Liter, ergänzt durch einen 25-Liter-Frunk. Hinzu kommen markentypische praktische Detaillösungen.
Der Einstiegspreis von 25.900 Euro unterbietet den VW, die Basisversion ist allerdings erst ab Ende September bestellbar. Aktuell startet der Epiq mit großem Akku und 155 kW bei 32.100 Euro.
Kia EV2 - stark auf langer Strecke
Der EV2 dürfte der schärfste konzernfremde Konkurrent werden. Mit 4,06 Metern ist er knapp 9 Zentimeter kürzer als der VW, nutzt den vorhandenen Raum dank kantiger SUV-Karosserie aber effizient. Der Gepäckraum fasst je nach Stellung der optional verschiebbaren Rücksitze 362 bis 403 Liter, dazu kommen 15 Liter unter der Fronthaube.
Kia bietet ungewöhnlich große Batterien für diese Klasse. Der Basisakku fasst 42,2 kWh und ermöglicht je nach Bereifung 308 bis 317 Kilometer. Die 61-kWh-Version kommt auf 418 bis 453 Kilometer und übertrifft den VW damit ebenso wie bei der Ladeleistung (bis 118 kW).
Der Einstiegspreis liegt bei 26.600 Euro, die Basisausführung wird ab Oktober ausgeliefert. Der EV2 punktet vor allem mit Reichweite, Raumvariabilität und umfangreicher Digitaltechnik, kann mit höherwertiger Ausstattung allerdings schnell die 40.000-Euro-Marke überschreiten.
Renault 4 E-Tech Electric - mit französischem Charme
Der elektrische Renault 4 setzt weniger auf technische Nüchternheit als auf Charme. Seine kantige Karosserie zitiert zahlreiche Details des historischen R4, ohne zum reinen Nostalgieprodukt zu werden. Mit 4,14 Metern Länge liegt er nahezu exakt auf ID.Cross-Niveau, der Kofferraum fällt mit 420 Litern ordentlich aus. Eine niedrige Ladekante und die umklappbare Beifahrersitzlehne erhöhen den Nutzwert.
Zur Wahl stehen ein 40-kWh-Akku mit rund 305 Kilometern Reichweite sowie eine 52-kWh-Batterie für bis zu 404 Kilometer. Geladen wird mit 11 kW AC und maximal 80 beziehungsweise 100 kW. Dafür überzeugt das Google-basierte Infotainment mit guter Navigation und integrierter Ladeplanung.
Die Preise starten bei 29.400 Euro. Der Renault ist damit nicht der günstigste Wettbewerber, bietet aber eine eigenständige Optik, einen praktischen Innenraum und auf Wunsch sogar ein großes Stofffaltdach.
Leapmotor B03X - der Günstige
Der Preisbrecher im Feld kommt aus China. Der Leapmotor B03X startet bei 24.900 Euro und bietet dafür bereits einen 130 kW/177 PS starken Antrieb sowie eine 39,8-kWh-LFP-Batterie. Deren Reichweite fällt mit 292 Kilometern allerdings knapp aus. Die höher positionierte Variante kombiniert 145 kW/197 PS mit 53 kWh und schafft bis zu 382 Kilometer.
Mit 4,27 Metern ist der B03X deutlich länger als ID. Cross, EV2 und Epiq, bleibt aber noch unterhalb klassischer Kompakt-SUV. Punkten kann der Crossover aus dem Stellantis-Konzern außerdem mit umfangreicher Serienausstattung und großem zentralen Touchscreen. Für preisorientierte Käufer ist der B03X eine ernst zu nehmende Alternative.
Opel Frontera Electric - Größe zum kleinen Preis
Der Frontera spielt bereits eine halbe Größenklasse höher als die anderen Mini-Crossover. Mit 4,39 Metern ist er rund 23 Zentimeter länger als der VW ID.Cross und stärker auf Familien ausgerichtet. Das zeigt sich am 460 Liter großen Kofferraum, der bei umgeklappten Sitzen bis zu 1.600 Liter aufnimmt. Der Innenraum ist bewusst schlicht gehalten, die Materialauswahl eher zweckmäßig. Dafür bleibt die Bedienung vergleichsweise unkompliziert.
Opel bietet zwei Akkuvarianten. Die kleinere speichert 43 kWh netto und ermöglicht je nach Ausstattung 304 bis 308 Kilometer. Die Extended-Range-Version kommt mit 54 kWh netto auf 385 bis 408 Kilometer.
Mit Preisen ab 29.000 Euro ist der Frontera angesichts seiner Größe günstig, die reichweitenstärkere Variante kostet mindestens 31.200 Euro. Wer vor allem Platz benötigt, erhält hier mehr Auto fürs Geld als bei den meisten Konkurrenten. Bei Fahrleistungen und Reichweite müssen dafür Abstriche gemacht werden.
Quelle: ntv.de, Holger Holzer, sp-x