Von wegen ausgesorgt: No-Angels-Star packt über finanzielles Debakel aus – „Schwere Zeit gehabt“


Stand: 04.10.2026, 14:09 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

No Angels

Die No Angels blicken in einer neuen ARD-Dokumentation auf 25 Jahre Bandgeschichte zurück. (Archivbild) © Andreas Renz/Getty/POOL/dpa

Mehrere Nummer-eins-Hits mit einer Kultband – und trotzdem stand sie irgendwann vor dem Nichts. Ein No-Angels-Star spricht offen über seinen tiefsten Fall.

Bremen – Wer mit seiner Band gleich mehrere Nummer-eins-Hits landet, hat für den Rest seines Lebens ausgesorgt – so zumindest die landläufige Vorstellung vom Popstar-Dasein. Da muss doch genug auf dem Konto hängen bleiben, sollte man meinen. Wie trügerisch dieses Bild sein kann, verrät nun Jessica Wahls (49), eine der Stimmen der No Angels.

Der Girlband-Star war zu Gast in der Radio-Bremen-Talkshow „3nach9“. Dort wollte Moderatorin Judith Rakers von ihr wissen, ob sie nach der Erfolgsgeschichte mit den No Angels finanziell auf der sicheren Seite ist. Die Antwort der Sängerin räumte gründlich mit dem Glamour-Mythos auf: „Nein. Man hat nicht ausgesorgt. Ich sage immer ganz gerne: Ich war mal für 0,23 Sekunden Millionärin, aber noch in D-Mark.“

Nach Abschied von den No-Angels: Jessica Wahls war insolvent

Der Reichtum sei aber auch schnell wieder weggegangen und ihr buchstäblich zwischen den Fingern zeronnen, erklärte Wahls weiter. Als sie aus der Gruppe ausstieg und ein Kind bekam, habe sich ihr gesamtes Einkommen verändert. „Ich habe auch meine ganz schweren Zeiten gehabt, ich war im absoluten Ruin, in der Insolvenz und habe mich sehr langsam da wieder rausgekämpft“, berichtete sie.

Um wieder auf die Beine zu kommen, baute sie sich eine zweite Karriere als Moderatorin im Radio und bei Events auf und zog dafür nach Leipzig, wo sie einen soliden Job beim Sender MDR Jump annahm. Mit dem klassischen Nine-to-five-Rhythmus kam endlich regelmäßig Geld aufs Konto – und erst da lernte die Sängerin, wirklich mit Geld umzugehen.

Jessica Wahls wurde im Rahmen von „Popstars“ im Jahr 2000 mit Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Vanessa Petruo zu den No Angels geformt. Zwei Jahre später verließ sie die Band – aber entgegen aller Annahmen nicht freiwillig. 2021 machte sie im „20 – Der No Angels Podcast“ öffentlich: „Ich bin rausgeschmissen worden vom Management“. Grund sei ihre Schwangerschaft gewesen: Weil Benaissa zu dem Zeitpunkt schon ein Kind hatte, wollte man keine zwei Mütter in der Gruppe. Verwendete Quellen: „3nach9“ (Folge vom 2. Oktober 2026), „20 – Der No Angels Podcast“