Vorwürfe bei Messenger-Dienst: Unterlegener Bürgermeister-Kandidat hat „keinen Schaden zugefügt“


Stand: 09.10.2026, 08:05 Uhr

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Uslar, Bodenfelde, DLRG Zentrum Wahlraum Stimmauszählung

Stimmauszählung: Unser Bild entstand im Wahllokal DLRG-Zentrum. © Jürgen Dumnitz

Wahmbeck/Bodenfelde – Nach der Bürgermeister-Stichwahl in Bodenfelde, bei der Anne Kraus (SPD) vor dem unabhängigen Kandidaten Björn Römermann gewann, meldet sich der unterlegene Kandidat mit einer Stellungnahme zu Wort und reagiert damit auf die am Morgen des Wahlsonntags von einem Wahmbecker Vereinsvorsitzenden verbreiteten Aussagen gegen ihn in einem Messenger-Dienst.

Römermann reagiert auf die Behauptung, er hätte dem TSV Wahmbeck allein durch seine Kandidatur „schweren finanziellen Schaden“ zugefügt, mit der Erklärung, dass er seine Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters bereits am 31. Mai öffentlich bekannt gegeben hat. Römermann: „Mir ist bis heute kein von mir verursachter finanzieller Schaden des TSV Wahmbeck nachgewiesen oder konkret beziffert worden. Es wurde insbesondere nicht dargelegt, wann welcher konkrete Schaden eingetreten sein soll und weshalb dieser ursächlich auf meine Kandidatur zurückzuführen wäre.“

Als Begründung wurde laut Römermann unter anderem behauptet, ein Geldinstitut habe aufgrund seiner Kandidatur eine bereits zugesagte Förderung für ein Ballfangnetz zurückgezogen. Diese Darstellung trifft nicht zu, schreibt Römermann in seiner Stellungnahme: „Das betreffende Kreditinstitut hat mir ausdrücklich bestätigt, dass Entscheidungen über Förderungen und sonstige geschäftliche Angelegenheiten unabhängig von politischen Ämtern, Parteizugehörigkeiten oder Kandidaturen getroffen werden.“

Zur Behauptung, aufgrund seiner Kandidatur sei ein „Hauptsponsor“ abgesprungen, stellt Römermann fest, dass für ihn nicht nachvollziehbar sei, wer damit gemeint sein soll, welche konkrete finanzielle Unterstützung weggefallen sein soll und wann und aus welchem Grund dies geschehen sein soll. Ohne belastbare Nachweise könne kein von ihm verursachter „schwerer finanzieller Schaden“ abgeleitet werden.

Römermann betont, dass ihn besonders die Behauptung des Vereinsvorsitzenden getroffen habe, er hätte dem Ehrenamt in Wahmbeck „tiefe innere Verachtung“ gezeigt. Das weist er entschieden zurück und erklärt, seit rund 16 Jahren beruflich mit ehrenamtlich engagierten Menschen zusammenzuarbeiten und selbst ehrenamtlich aktiv zu sein.

Er engagiere sich als Jugendfußballtrainer in der JSG Weser/Solling, zu deren Stammvereinen der TSV Wahmbeck gehört. Und während seines Bürgermeisterwahlkampfs habe er sich ausdrücklich für die Stärkung der Vereine, des Ehrenamtes und der Jugendarbeit eingesetzt. Er akzeptiere es, wenn man seine Kandidatur ablehne und dazu aufrufe, die andere Kandidatin zu wählen. Er akzeptiere aber nicht, „dass hierfür falsche oder nicht belegte Behauptungen über mich verbreitet und diese mit einer persönlichen Herabsetzung meines Engagements verbunden werden.“ Römemann: „Gerade weil diese Aussagen unmittelbar am Morgen der Stichwahl verbreitet und ausdrücklich mit der Aufforderung verbunden wurden, mich zu ‚verhindern‘ und meine Mitbewerberin zu wählen, halte ich eine sachliche Aufklärung für notwendig. Die rechtliche Bewertung der Vorgänge erfolgt unabhängig davon auf den dafür vorgesehenen Wegen.“ (jde)