Wagenknecht drängt auf Gespräch mit Höcke: „Ich möchte sachlich darüber reden“


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Die BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat den thüringischen AfD-Chef Björn Höcke erneut zu einem öffentlichen Gespräch aufgefordert. In einem Video auf der Plattform X sagte sie: „Ich möchte sachlich darüber reden, wo die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen AfD und BSW liegen.“ Und weiter: „Wir sollten reden über meinen Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten, den Sie ja inzwischen auch gut finden, und warum genau das auch in Sachsen-Anhalt eine gute Lösung wäre.“

Wagenknecht hatte ein Live-Gespräch mit Höcke schon vor einigen Tagen vorgeschlagen. Auslöser war sein Angebot, sie in Thüringen mit Stimmen der AfD zur Ministerpräsidentin zu wählen. Sie lehnte das ab, weil die Abgeordneten ihrer Partei im Thüringer Landtag sie wegen interner Konflikte nicht wählen würden. Höcke nahm danach Wagenknechts Idee auf, einen unabhängigen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten in Thüringen zu suchen.

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Sahra Wagenknecht, BSW-Parteigründerin und Leiterin der BSW-Grundwertekommission, unterhält sich nach einer Kundgebung des BSW am Lucie-Leydicke-Platz in Berlin-Schöneberg. (zu dpa: «Wagenknecht könnte AfD in Sachsen-Anhalt zur Macht verhelfen»)

AfD und BSW? Wagenknecht will mit Höcke reden – und einem „neutralen Moderator“

Ihre Antwort auf diese Offerte blieb in dem Video vage. „Richtig ist, Thüringen braucht einen neuen Regierungschef, der glaubwürdig ist und den Brandmauerirrsinn beendet“, sagte Wagenknecht. „Nur, Herr Höcke, wir reden gerade viel übereinander. Warum reden wir eigentlich nicht mal miteinander?“ Als Format schlug sie ein Live-Gespräch mit einem „neutralen Moderator“ vor.

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Sie bekräftigte ihr Angebot an die AfD, in Sachsen-Anhalt den CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze „in die Wüste zu schicken“. Mit einem „überparteilichen Ministerpräsidenten“ bräuchte es dafür keine absolute Mehrheit für die AfD, sofern das BSW in den Landtag komme. 

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Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt. Die AfD liegt in Umfragen über 40 Prozent und strebt eine absolute Mehrheit der Mandate an. Das BSW kämpft mit Umfragewerten von 4 bis 5 Prozent um den Einzug in den Magdeburger Landtag.

dpa/viv